Wenn ihr auf der Suche nach einem günstigen Laptop für Schule oder Uni seid, der auch noch halbwegs etwas taugt, müsst ihr unter Umständen lange suchen. Ich habe für euch ein Angebot gefunden, das auf den ersten Blick sehr interessant erscheint.
Das Asus Vivobook 16 bekommt ihr bei Amazon gerade für schlanke 399 Euro. Ob dieses Angebot wirklich etwas taugt, habe ich mir mal angesehen.
Die Hardware im Detail
Beim Asus Vivobook 16 handelt es sich um ein relativ kompaktes Notebook mit 16-Zoll-Display. Die Konfiguration für 399 Euro beinhaltet die folgende Hardware:
- Display: 16-Zoll-IPS mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixel bei 60 Hertz
- CPU: Intel Core 5 120U mit 10 Kernen und max. 5,0 GHz
- GPU: Intel Graphics iGPU
- RAM: 16-GB-DDR4 (davon sind 8 GB verlötet und 8 GB als austauschbares Modul verbaut)
- SSD: 1x 512-GB-M.2
- Konnektivität: Wifi 6E, Bluetooth 5.3
- Akku:42 Wh
- Abmessungen: 358,7 x 19,9 x 249,5 Millimeter
- Gewicht: 1,88 kg
Das Display bietet das, was man in einer Preisklasse, die deutlich unter 1.000 Euro liegt, so erwarten darf. Die Auflösung könnte bei einem 16-Zoll-Display etwas höher liegen, mit 1920 x 1200 Pixel wird eine Pixeldichte von überschaubaren 142 PPI erreicht.
Das bedeutet, dass ihr zum Beispiel bei Texten kleine Treppchen
an den Kanten oder bei genauem Hinsehen auch einzelne Pixel bei Grafiken erkennen könnt.
Eine maximale Helligkeit von 300 cd/m² ist mittlerweile sowas wie der Standard bei günstigen Geräten. Für nicht allzu helle Innenräume reicht das aus, für einen Einsatz im Außenbereich solltet ihr aber besser einen Rechner mit einem helleren Display wählen. Immerhin ist das Display matt, ihr werdet also zum Großteil von störenden Spiegelungen auf der Paneloberfläche verschont.
Die CPU-Leistung reicht noch aus
Der eingebaute Intel Core 5 120U wurde bereits 2024 vorgestellt, brandaktuell ist also etwas anderes. Der Chip bietet euch insgesamt 10 Kerne, Amazon spricht im Angebot von 14 Kernen. Diese Angabe ist falsch.
Das klingt grundsätzlich gut, allerdings handelt es sich bei lediglich zweien davon um schnelle Performance-Kerne. Hält man sich nun vor Augen, dass wir es hier mit einem typischen Daily-Driver
zu tun haben, ist die Leistung durchaus in Ordnung und reicht locker für alle alltäglichen Aufgaben aus.
Einen Laptop mit dedizierter Grafikkarte für 399 Euro? Das bleibt leider ein Wunschtraum, im Vivobook 16 übernimmt die Intel Graphics iGPU die Bildausgabe. Diese bietet, nennen wir es mal die nötige Grundversorgung
. Videos streamen und mal eine Runde Solitär sind ok, anspruchsvolle 3D-Spiele laufen, wenn überhaupt, nur mit reduzierten Details und Intels Upscaler XeSS leidlich.
Ausreichend RAM und eher kleine SSD
Das Asus Vivobook 16 kommt mit insgesamt 16-GB-RAM, dabei handelt es sich allerdings um den älteren DDR4-Standard. Da es sich bei diesem Laptop nicht um einen High-Performance-Gaming-Laptop handelt, kann man über diesen Umstand hinwegsehen. Im Alltag werdet ihr nichts davon merken, dass DDR5 etwas schneller ist.
Interessant ist, dass die Hälfte des Speichers auf dem Mainboard verlötet ist, während die andere Hälfte als gestecktes Modul ausgeführt ist. Ihr könnt also nur einen Teil des Arbeitsspeichers aufrüsten, aber immerhin ist nicht alles verlötet.
Die verbaute M.2-SSD fasst 512 GB, das ist ausreichend, denn viele Spiele, umfassende Bild- oder Videobearbeitung werdet ihr mit diesem Gerät sowieso nicht ausführen. Bei Bedarf lässt sich die SSD natürlich auch gegen ein größeres Modell austauschen. Aufgrund der aktuellen Preise ist das jedoch keine Freude.
Und sonst so?
Die Konnektivität fällt mit WiFi 6E und Bluetooth durchaus solide aus, da kann man nicht meckern. Dafür ist der Akku mit lediglich 42 Wh schon ziemlich klein dimensioniert. Mit besonders langen Laufzeiten abseits der Steckdose solltet ihr daher nicht rechnen.
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Der Hersteller gibt 8 Stunden an, mit stark gedimmtem Display und wenig fordernder Belastung könnte das an einem guten Tag vielleicht sogar hinkommen. Bei normaler Helligkeit und üblicher Büroarbeit dürfte dieser Wert aber nicht erreicht werden. Das Gewicht fällt mir lediglich 1,88 Kilogramm dagegen erfreulich leicht aus.
Eine mögliche Alternative
Es ist wirklich nicht einfach in dieser Preisklasse etwas zu finden, was sich von der Ausstattung großartig vom Vivobook 16 unterscheidet. Die Intel 120U CPU, eine 512-GB-SSD sowie IPS-Displays, die nicht heller als 300 cd/m² werden, sind bei Laptops bis 700 Euro quasi der Standard.
Nach längerer Suche bin ich auf das Lenovo IdeaPad Slim 3i gestoßen, das es aktuell für 490 Euro gibt. Hier bekommt ihr mit dem Intel Core i5-13420H einen schnelleren Prozessor, 16-GB-DDR5-RAM. Das IPS-Display ist mit 14 Zoll kleiner und wird leider auch nicht heller als 300 cd/m². Dafür ist der Akku mit 60 Wh ein gutes Stück größer.
Kaufen oder nicht kaufen?
Sven Scharpe
Kommen wir zu der entscheidenden Frage: Solltet ihr euch das Asus Vivobook 16 kaufen? Die Antwort ist komplizierter als mir lieb ist. Wenn ihr auf der Suche nach einem Laptop seid, der nicht mehr als Textverarbeitung, Medienkonsum, Internet und E-Mail zu bewältigen hat, kann das Vivobook 16 eine valide Option sein.
Für 399 Euro bekommt ihr ein solides Gerät, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wenn ihr mehr Leistung haben möchtet, müsst ihr schon sehr viel mehr Geld investieren. Ihr dürft aber nicht zu viel erwarten, es ist ganz klar kein Gaming-Rechner, sondern ein Laptop, der die grundlegenden Bedürfnisse an einen mobilen PC befriedigt. Wenn ihr euch dessen bewusst seid, könnt ihr hier ein echtes Schnäppchen machen.

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