Die besten Mainboards für aktuelle Intel Prozessoren

Mit Intels elfter Core-i-Generation sind neue Mainboards mit Z590, X570 und B560-Chipsatz eingezogen, die auch mit der zehnten Generation zusammenarbeiten.

von Dennis Ziesecke,
15.09.2021 23:10 Uhr

In unserer Kaufberatung für aktuelle Intel Mainboards gibt es Tipps für ATX, mATX und ITX-Platinen für Intels zwei aktuellen CPU-Generationen Comet Lake und Rocket Lake. In unserer Kaufberatung für aktuelle Intel Mainboards gibt es Tipps für ATX, mATX und ITX-Platinen für Intels zwei aktuellen CPU-Generationen Comet Lake und Rocket Lake.

Dennis Ziesecke

Kaufberatung aktueller Mainboards: Wir präsentieren euch einige der besten Boards für die zehnte und elfte Core-i-Generation - nicht nur topaktuelle Highendplatinen sondern auch Modelle mit Fokus auf Preis-Leistung. Dabei verlieren wir auch die Verfügbarkeit nicht aus den Augen, wenn ihr eine favorisierte Platine vermisst, kann es sein, dass sie im aktuellen Verfügbarkeitschaos entweder gar nicht oder zu unverhältnismäßígen Preisen erhältlich ist.

Ausstattung: Die 500er-Reihe bringt interne Verbesserungen gegenüber den Vorgängern mit sich, beispielsweise nativer Support für USB 3.2 ohne Zusatzcontroller, mehr interne USB 3.1-Schnittstellen und eine höhere Bandbreite vom Chipsatz zur CPU. PCIe 4.0 unterstützen bereits einige 400er-Boards wenn ein Rocket-Lake-Prozessor verbaut ist, Thunderbolt 4, 2,5 GBit-LAN und WiFi 6 sind allerdings weiterhin auf Zusatzchips angewiesen und nicht vom Mainboardchipsatz abhängig.

Wachwechsel: Noch in diesem Jahr wird es bei Intel erneut einen Wechsel der Plattform geben, die 600er-Platinen mit dem neuen LGA1700-Sockel. Wer also mit dem Neukauf auf Intels grundlegend neu designte Alder Lake-CPUs warten möchte, wird auch ein neues Mainboard benötigen. Bis dahin ist aber auch die aktuelle sowie die vorhergehende CPU-Generation ausreichend schnell.

Inhaltsverzeichnis

*Die hier aufgeführten Angebote sind mit sogenannten Affiliate-Links versehen. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr GameStar: Ohne Auswirkung auf den Preis erhalten wir vom Anbieter eine kleine Provision.

Preis-Leistungs-Tipp: Gigabyte Z490M

Gigabyte Z490M Das Gigabyte Z490M bietet alles, was ein Mainboard bieten muss - zugunsten des Preises aber auch nicht allzu viel mehr. Wer auf WLAN und 2,5-Gigabit-LAN verzichtet, kann hier sparen.*

Preis: ca. 140 Euro

Für Puristen: Wenn ihr von einem Mainboard eine stabile Funktion mit ausreichend Schnittstellen für den Alltag erwartet, solltet ihr einen Blick auf das Gigabyte Z490M werfen. Das Micro-ATX-Board passt auch in schmale Gehäuse und bietet vier DIMM-Slots für bis zu 128 Gigabyte RAM. Auf einige Spezialitäten teurerer Boards verzichtet es jedoch, so gibt es nur Gigabit-LAN statt 2,5-GBit-LAN. Im Gegenzug fällt der Preis mit ca. 140 Euro für eine Z490-Platine niedrig aus. Overclocking-Träume erfüllt Gigabyte nicht, die Spannungswandler begrenzen Takt-Höhenflüge. Das Z490M ist kein Board für Highend-Fans mit Core i9, für ein Budget-System mit Core i3 oder Core i5 eignet es sich aber gut.

Auch für 11th Gen: Mit dem auf der Seite von Gigabyte angebotenen Bios F20 lassen sich auch Intels aktuelle Rocket-Lake-Prozessoren mit dem Board nutzen. Auch Resizable Bar für höhere GPU-Performance wird mit einem aktuellen Bios unterstützt. Achtung: Ohne das F20-Bios lassen sich Core-i-11000-CPUs nicht nutzen, beim Neukauf beider Komponenten würden wir daher eher zu einem Z590-Board raten, alternativ lasst ihr euch vom Händler das Bios updaten.

Pro
  • günstig
  • 2x PCIe 3.0 16x (PCIe 4 mit Rocket Lake)
  • ideal für Core i3 und Core i5
  • Bios F20 für Intel Core i-11000
Contra
  • trotz Z490 nicht wirklich für Overclocking geeignet
  • nur Gigabit-LAN
  • ohne aktuelles Bios nur Core i-10000

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Einstiegsklasse: ASRock B560M Pro4

B560M Pro 4 Das ASRock B560M-Pro4 ist eine solide Einstiegsplatine für kleine PCs. Die Ausstattung ist dennoch nicht zu verachten, der Preis fällt hingegen eher niedrig aus.

Preis: ca. 99 Euro

Unspektakulär, aber gut: Die B560-Platine im mATX-Formfaktor eignet sich auch für kleinere Gehäuse, verzichtet aber nicht auf die sinnvolle Bestückung mit 4X DDR4-Slots. PCIe 4.0 für GPU und M.2-SSD ist vorhanden, die restlichen PCIe-Steckplätze beherrschen PCIe 3.0. Der Arbeitsspeicher darf mit bis zu DDR4-4800 arbeiten.

Kein Multiplikator-Overclocking: Intel verbietet das Übertakten via Multiplikator bei allen Boards, die keinen Z490-Chip tragen. Schlimm ist das nicht unbedingt: Ihr könnt euch den Aufpreis für eine K-CPU sparen und erhaltet trotzdem eine flotte CPU. Als Partner für einen teuren i9 ist das B460 DS3H aber eher nicht gedacht, auch wenn es möglich ist, auch die Topmodelle einzusetzen. Spart aber nicht an der falschen Stelle, dem Mainboard, wenn ihr schon so viel Geld in die CPU investiert. Das DS3H fühlt sich mit einem i3 oder i5 deutlich wohler und diese Kombination passt auch preislich besser zusammen.

Pro
  • niedriger Preis
  • solide Brot- und Butter-Platine für i3 oder i5
  • auch für kleinere Gehäuse geeignet (mATX)
Contra
  • nur Gigabit-LAN, kein WLAN
  • geringe Anschlussvielfalt
  • kein OC via Multiplikator möglich

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Guter Allrounder: MSI MPG Z490 Gaming Plus

MSI MPG Z490 Gaming Plus Gut ausgestattete Boards mit Intel Z490 sind nicht ganz preiswert. Mit dem MSI MPG Z490 Gaming Plus bekommt ihr trotzdem für unter 200 Euro eine gute Ausstattung.*

Preis: ca. 160 Euro

Preis-Leistungs-Tipp von MSI: Das gut ausgestattete ATX-Board benötigt zwar ein größeres Gehäuse als die schmalen Micro-ATX-Platinen, dafür bietet es aber auch eine bessere Ausstattung und mehr Erweiterungsmöglichkeiten. Neben den obligatorischen zwei PCIe 16x Slots (einer nur mit 4x angebunden) finden sich drei 1x-Steckplätze, von denen zwei zudem auch mit eingesteckter Dual- oder Tripleslot-Grafikkarte ohne Einschränkungen nutzbar sind.

Dazu kommen zwei M.2-Steckplätze für flotte SSDs sowie 2,5 GBit-LAN, der kommende Standard für schnellere Netzwerkübertragungen - den passenden Switch oder Router vorausgesetzt. Ein weiterer M.2-Slot nimmt optional ein WLAN-Modul auf und dank Support für Mystic Light übernimmt das Board auch die Steuerung der obligatorischen RGB-Beleuchtung.

Auch für größere CPUs geeignet: Dank guter Kühlung der Spannungsversorgung und doppelter Stromversorgung mit 8 + 4 Pin-Anschluss könnt ihr das Board auch in Verbindung mit den stromhungrigen größeren Comet-Lake-CPUs einsetzen.

Bios Update für 11th Gen CPU: Mit dem Bios 7c75vA6 hat MSI auch Support für aktuelle Rocket Lake CPUs hinzugefügt (inklusive PCIe 4.0-Unterstützung) - achtet beim Kauf darauf, dass mindestens dieses Bios genutzt wird oder lasst es vom Händler aufspielen, wenn ihr einen entsprechenden Prozessor einsetzen wollt. Auch Resizable Bar wird ab dieser Version unterstützt.

Pro
  • gute Anschlussvielfalt
  • dabei noch halbwegs bezahlbar
  • hochwertige Spannungswandler und -kühlung
  • 2,5 GBit-LAN
Contra
  • kein WLAN
  • Bios-Update für Core i-11000 benötigt

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Mit Thunderbolt 4: Asus TUF Gaming Z590-Plus

Asus TUF Z590 Das Asus TUF Gaming Z590 Plus gehört zwar nicht zur edlen ROG Strix-Serie, bietet aber dennoch fast alles, was man sich von einem Mainboard wünschen kann - ohne Highend-Preisaufschlag.

Preis: ca. 210 Euro

Gute Ausstattung: Das Asus-Board bietet mit PCIe 4.0 für Grafikkarte und M.2-SSD, USB 3.2 (auch als Typ-C Frontheader) und serienmäßigem Thunderbolt 4 eine vorbildliche Ausstattung. Vor allem dafür, dass es sich für Z590-Mainboards im unteren Preisbereich befindet. Auf WLAN müsst ihr aber verzichten - passende USB-Adapter oder PCIe-Karten sind aber sehr günstig.

Effiziente Kühlung: Wichtig für Overclocking von K-CPUs ist eine ausreichende Kühlung der Spannungswandler. Hier setzt Asus auf großzügige passive Kühlelemente, die der Hitze auch im Sommer Herr werden und somit für einen stabilen Betrieb auch bei hohen Taktraten und dauerhafter Last sorgen.

Spannungsversorgung OC-tauglich: Mit 14+2 Phasen und der bereits erwähnten guten Kühlung der Spannungswandler ist das Gigabyte Z490 Aorus Elite gut für Übertakter geeignet - noch viel besser geht es beispielsweise mit wassergekühlten Mainboards, die aber ein deutlich größeres Loch in euren Kontostand fressen.

Pro
  • integriertes Thunderbolt und USB 3.2
  • vergleichsweise günstig
  • guter Soundchip mit AI-Rauschunterdrückung
Contra
  • kein WLAN

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Leistung in klein: Asus ROG Strix Z590-I Gaming

Asus ROG Z590-I Klein aber Oho: Das Asus ROG Z590-I quetscht volle Rocket-Lake-Kompatibilität (auch für i9) in einen winzigen Formfaktor und vergisst dabei auch die gute Ausstattung nicht.

Preis: ca. 339 Euro

Mini ITX: Wenn ihr keine Lust mehr auf große und unhandliche PCs habt und daher einen Blick auf schmale ITX-Gehäuse geworfen habt, müsst ihr mit dem Z590-I Gaming von Asus nicht auf Funktionen und CPU-Kompatibilität verzichten. Allerdings kostet der Formfaktor einen gewissen Aufpreis, so dass sich der Kauf nicht lohnt, wenn ihr keinen Mini-PC plant

Gute Kühlung und Ausstattung: Mit 8+2 Phasen für die CPU-Stromversorgung ist das Asus ROG Strix Z590-I Gaming angesichts seiner Größe gut ausgestattet und bremst auch stromhungrige CPUs nicht aus. Dazu kommt eine gute Kühlung der Spannungsversorgung, wie sie in kleinen Gehäusen nur umso wichtiger ist. Bei der Ausstattung punktet Asus mit Thunderbolt 4, integriertem WLAN + BT 5.2, 2,5 GBit-LAN und einem guten ALC4080-Soundchip.

Pro
  • gute Spannungsversorgung
  • 2,5 GBit-LAN
  • gute Anschlussvielfalt
  • hochwertiger Onboard-Sound
Contra
  • teuer
  • daher nur für Mini-PCs sinnvoll

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Luxus-Platine: MSI MEG Z590 ACE

MSI MEG Z590 Wenn ihr nur ungerne Kompromisse beim Mainboard eingeht, hätte MSI da eventuell etwas für euch: Das MSI MEG Z590 Ace ist hervorragend ausgestattet, kostet aber auch seinen Preis.

Preis: ca. 469 Euro

Keine Kompromisse: Wenn das Mainboard mehr kostet als viele Prozessoren, sollte es auch einiges bieten. Und das tut es: Insgesamt 4x M.2 (davon 1x PCIe 4.0), 2x PCIe 4.0 16x für Grafikkarten (und 1x PCIe 3.0 16x), eine 16+2+1 Phasen Spannungsversorgung und gleich 2x Thunderbolt 4 lässt es nur wenige Wünsche offen.

Holt mehr aus der CPU: Die hochwertige Spannungsversorgung und -kühlung mit VRM-Heatpipe und eine Alu-Rückplatte zur Wärmeableitung vom 8-Lagen-PCB sorgen für gute Voraussetzungen wenn ihr euren neuen Rocket-Lake-Prozessor übertakten wollt. MSI unterstützt zudem Arbeitsspeicher mit bis zu DDR4-5600.

Für Fans von viel SSD-Speicherplatz: Die vier M.2-Steckplätze auf der Platine sorgen für viel Freiheit beim Erweitern des Massenspeichers. Der direkt unter dem CPU-Sockel angebrachte Slot unterstützt auch PCIe 4.0-Modelle mit 4x und damit der aktuell höchsten Geschwindigkeit. Alle M.2-Steckplätze sind mit einem SSD-Kühlkörper versehen, damit das Laufwerk bei hoher Last nicht in der Leistung einbricht.

Pro
  • hervorragende Ausstattung
  • WLAN und 2,5 GBit-LAN
  • 16+2+1 Phasen, gute Kühlung
  • PCIe 4.0 für 2x GPU und 1x M.2
Contra
  • sehr teuer
  • nur einmal M.2 mit PCIe 4.0

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