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Kaufberatung Prozessoren - CPU-Vergleich mit AMD und Intel

Intel und AMD bieten mittlerweile Prozessoren auf Augenhöhe an, mitunter aber mit Preisvorteil für Intel. Wir vergleichen die aktuellen CPUs und geben Kauftipps.

von Dennis Ziesecke,
23.07.2021 01:00 Uhr

Wir empfehlen CPUs aus allen Preisbereichen statt einfach nur die schnellste und teuerste. Wir empfehlen CPUs aus allen Preisbereichen statt einfach nur die schnellste und teuerste.

Dennis Ziesecke

Welche CPU ist die beste für Spieler? Der Prozessor ist das Herzstück des PCs. Welche CPUs von AMD und Intel in verschiedenen Preisbereichen die besten sind, verrät unsere Kaufberatung, inklusive Benchmark-Vergleich. Eine Spiele-CPU sollte dabei mindestens über vier Kerne verfügen. Außerdem beschränken wir uns auf die aktuellen Mainstream-Sockel von AMD (AM4) und Intel (1151 v2) sowie den aktuellen Intel-Sockel 1200 .

Intel Rocket Lake ist da: Mit der inzwischen elften Core-i-Generation geht Intel im Highend einen Schritt zurück, kann dafür aber die Einstiegs- und Mittelklasse für sich erobern. Eine mit Blick auf die Jahre vor AMDs Ryzen eher erstaunliche Entwicklung. Während der neue Core i9 weniger Kerne für mehr Geld bietet (aber dafür immerhin eine sehr gute IPC), kann Rocket Lake in anderen Bereichen durchaus punkten. Auch, weil sich AMD bei der Preisgestaltung und, zumindest im Einstiegssegment, der Verfügbarkeit schwer tut.

Inhaltsverzeichnis

Auf Seite 1 stellen wir die Tipps der Kaufberatungs-Redaktion in verschiedenen Anwendungs- und Preisbereichen vor. Wir haben die besten Prozessoren für jeden Anspruch und jedes Budget.

Auf Seite 2 und 3 bieten wir Alternativen zu unseren Favoriten und Benchmark

*Die hier aufgeführten Angebote sind mit sogenannten Affiliate-Links versehen. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr GameStar: Ohne Auswirkung auf den Preis erhalten wir vom Anbieter eine kleine Provision.

Preis-Leistungs-Tipp: AMD Ryzen 7 3700X

Ryzen 7 3700X Starke CPU für Anwendungen und Spiele bei geringer Leistungsaufnahme trotz der acht Kerne. Der Ryzen 7 3700X kostet weniger als 300 Euro.*

  • 8 Kerne/16 Threads
  • 3,6 GHz/4,4 GHz (Basis/Turbo)
  • Sockel AM4 und 65 Watt TDP

Preis: ca. 279 Euro

Geringe Leistungsaufnahme bei hoher Leistung: Der Ryzen 7 3700X besticht durch seine Kombination aus hoher Spieleleistung bei vergleichsweise geringer Leistungsaufnahme, insbesondere für eine CPU mit acht Kernen. Beim Einsatz von schnellem (DualChannel-)RAM liegt die Spieleleistung nur knapp unter Intels teureren Achtkernern. Das Vorgängermodell Ryzen 7 2700X hingegen ist kaum noch zu finden und dann entweder gebraucht oder teuer - und damit keine Alternative mehr.

Den Aufpreis von etwa 50 Euro für den Ryzen 7 3800X zu zahlen, können wir dagegen nicht empfehlen, da beide Prozessoren etwa gleich schnell sind (siehe auch den GameStar-Test des Ryzen 7 3800X). Der Ryzen 7 5800X wäre eine Alternative, dieser ist aber aktuell kaum erhältlich und meist viel zu teuer.

Dealzeit: Auch Ryzen 3000 findet sich immer wieder in Angebotsaktionen wie jüngst bei Mindfactory, wo die CPU nur 249 Euro gekostet hat. Zu diesem (aber auch zum regulären) Preis ist das Preis-Leistungsverhältnis des Prozessors hervorragend.

Pro
  • viele Kerne und Threads
  • daher hohe Anwendungsleistung
  • gute IPC dank Zen2
Contra
  • etwas geringere Spieleleistung als Core i

AMD Ryzen 7 3700X bei Alternate*

Der günstigere Rivale: Intel Core i5 10400F

Core i5-10400 Intel Core i5-10400F: Kopf-an-Kopf-Rennen mit AMDs beliebtem Preis-Leistungs-Prozessor Ryzen 5 3600.

  • 6 Kerne/12 Threads
  • 2,9 GHz/4,4 GHz (Basis/Turbo)
  • Sockel 1200 und 65 Watt TDP

Preis: ca. 155 Euro

Gaming-Stärke: Als Vertreter der aktuellen Comet-Lake-Prozessoren bietet der Core i5 10400 die von Intel gewohnt gute Pro-Takt-Leistung (IPC), die sich vor allem in Games positiv auswirkt. Mit nur 145 Euro ist die CPU sogar günstiger als das AMD-Gegenstück Ryzen 5 3600 und arbeitet dabei trotzdem ein wenig schneller. Das Modell 10400F bietet zugunsten einer kleinen weiteren Preisersparnis keine integrierte GPU, wollt ihr auf diese als Backup vorsichtshalber nicht verzichten, kauft den Core i5-10400 (ohne F).

Wie jede neue Core-i-CPU beherrscht auch der Core i5 10400F die virtuelle Kernverdopplung Hyperthreading. Bislang war das nur den teureren i7 und i9 vergönnt. Vor allem bei Anwendungen wie Videoschnitt und Rendering bringt dieses Feature bis zu 30 Prozent mehr Leistung. Wer seine CPU also ab und zu auch für rechenintensive Formatumwandlungen nutzt, kann hier nur profitieren.

Intel Core i5-11400F als Alternative? Aktuell ist der 11400F etwas schwerer verfügbar und gut 40 Euro teurer als der 10400F. Im Gegenzug gibt es zwar im Schnitt 10% mehr Leistung und mit PCIe 4.0 die modernere Schnittstelle - uns erscheint der Aufpreis aber aktuell als zu hoch um nicht eher den Vorgänger zu empfehlen. Wer aber beim neuen Rechner gleich auf aktuellste Schnittstellen setzen will - so wenig Mehrleistung PCIe 4.0 im Alltag auch bringt, macht auch mit dem 11400F nichts falsch.

Pro
  • hohe Pro-Takt-Leistung für Spiele
  • hoher Takt
  • Hyperthreading
Contra
  • keine iGPU
  • kein PCIe 4.0

Intel Core i5 10400F bei Amazon*

Intels Budget-CPU für 120 Euro: Core i3 10100

Intel Core i3 10100 Der Intel Core i3 10100F wirkt mit 4 Kernen und 8 Threads fast schon aus der Zeit gefallen, da viele Spiele aber auch mit weniger als sechs Kernen bzw. 12 Threads sehr gut laufen und eher auf Takt und IPC setzen, könnt ihr damit trotzdem gut die Zeit überbrücken bis ihr genug für einen größeren Prozessor gespart habt.

  • 4 Kerne/8 Threads
  • 3,6 GHz/4,3 GHz (Basis/Turbo)
  • Sockel 1200 und 65 Watt TDP

Preis: ca. 85 Euro

Budget-CPU von Intel: Die Einsteigerklasse ist wieder interessanter geworden seit Intel auch bei kleineren CPUs Hyberthreading bietet. Die vier zusätzlichen virtuellen Kerne sorgen bei vielen modernen Spielen für spürbar bessere Frameraten und Frametimes als reine Quadcores wie der Core i3 9100F. Gegenüber diesem Vorgängermodell (das noch immer angeboten wird aber nur wenige Euro günstiger ist) steigt zudem der Boost-Takt behutsam um 100 MHz.

Guter Einstieg mit Upgradepfad: Für relativ wenig Geld bekommt ihr eine solide CPU, die in aktuellen Spielen durchaus hohe FPS errechnen kann, für GPU-Schwergewichte wie die RTX 3080 sollte es aber etwas mehr Power sein. Dank der modernen LGA1200-Plattform, die ihr für die CPU benötigt, könnt ihr aber problemlos später auf eine deutlich kräftigere CPU upgraden. Spart daher nicht zu sehr beim Mainboard wenn ihr diese Option im Auge habt.

Preis gestiegen: Bei unserer letzten Aktualisierung dieses Ratgebers lag der Preis der CPU noch bei 109 Euro, seitdem ist der Prozessor aber teurer geworden. Alternativen in dieser Preisklasse gibt es aber nur wenige - der noch preiswertere Core i3-10105F ist nicht lieferbar, die Variante mit integrierter GPU kostet spürbar mehr. Gleiches gilt für den etwas höher getakteten 10300.

Pro
  • hohe Pro-Takt-Leistung
  • preiswert
Contra
  • wenig zukunftssicher
  • Anwendungsleistung

Intel Core i3 10100F bei Amazon*

High-End-CPU unter 400 Euro: Intel Core i7 10700K

Intel Core i7-10700 Mit dem Intel Core i7 10700K bekommt ihr nicht nur sehr hohe Taktraten sondern auch Hyperthreading.

  • 8 Kerne /16 Threads
  • 3,8 GHz/5,1 GHz (Basis/Turbo)
  • Sockel 1200 und 125 Watt TDP

Preis: ca. 335 Euro

Keine Leistungsprobleme auch in Zukunft: Der Intel Core i7 10700K löste den i7 9700K als Vertreter des bezahlbaren Highend-Segmentes ab und legt nicht nur einiges an zusätzlichem Takt, sondern dank Hyperthreading auch 16 simultane Threads in die Waagschale. Zwar steigt die TDP, immerhin ändert Intel nur wenig am Fertigungsprozess in 14nm, in Anwendungen und Spielen schlägt sich die CPU aber teils deutlich besser als ihr Vorgänger.

Starker Konkurrent für AMD: Mit 8 Kernen und 16 Threads sowie einem Preis um 450 Euro konkurriert die CPU mit AMDs Ryzen 9 3900X, der allerdings 12 Kerne und 24 Threads bietet. AMD schneidet daher bei Anwendungen besser ab, in Spielen jedoch gewinnt Intel durch den höheren Takt die meisten Duelle. Konkurrenz aus dem eigenen Hause leistet preislich nur der Core i7-11700, der jedoch von seinen 65 Watt TDP stark ausgebremst wird. Der deutlich schnellere 11700K hingegen ist mit 460 Euro sehr teuer im Vergleich.

Pro
  • hohe Pro-Takt-Leistung
  • sehr gute Single- und Multicore-Performance
Contra
  • recht hohe Energieaufnahme

Intel Core i7 10700K bei Alternate*

AMD Zen 3: Wer neben Games auch Anwendungen wie Bild- oder Videobearbeitung nutzt, kann hingegen von der größeren Menge an Rechenkernen bei AMD profitieren. 12 oder gar 16 Cores gibt es im Consumerbereich nur mit Zen. Die aktuelle Ausbaustufe Zen 3 aka Ryzen 5000 bietet dazu noch eine nur wenig unter Intels elfter Core-i-Generation liegende IPC und eignet sich daher auch uneingeschränkt für Gamer. Aber auch Ryzen 3000 gehört noch nicht zum Alt-Silizium und punktet mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis bei einigen Modellen.

AMDs Intel-Konter: AMD Ryzen 7 5800X

AMD Ryzen 7 5800X Der Ryzen 7 5800X bietet viel Leistung sowohl bei Games als auch bei Anwendungen und überrundet teilweise sogar Intels Highend-Klasse.

  • 8 Kerne/16 Threads
  • 3,8 GHz/4,7 GHz (Basis/Turbo)
  • Sockel AM4 und 105 Watt TDP

Preis: ca. 409 Euro

Intel-Killer? AMD hat mit jeder Überarbeitung der Zen-Architektur spürbar mehr Leistung herausholen können. Bei Zen3 ist vor allem die Pro-Takt-Leistung stark gestiegen, so dass AMD jetzt auch in diesem (für viele Spiele wichtigen) Punkt mit Intel mithalten kann und an der zehnten Core-i-Generation sogar vorbeizieht. Für Gamer würde zwar auch ein Ryzen 5 5600X reichen, diese sind aber noch immer vergleichsweise teuer - warum nicht die Zukunftssicherheit der zusätzlichen Cores mitnehmen?

Top auch beim Arbeiten: Wer mit dem PC nicht nur spielt sondern ab und zu auch mal ein Video exportiert oder Grafiken rendert, wird sich über die hohe Multicore-Leistung des Achtkerners freuen. Wenn Zeit wirklich Geld ist, kann sich aber auch der Griff zum Ryzen 9 mit 12 oder 16 Kernen lohnen - achtet aber dann auf ein im Bereich der Spannungswandler gut ausgestattetes Mainboard.

Preislich stabil: Während die meisten Zen3-Prozessoren deutlich über der unverbindlichen Preisempfehlung liegen, schaut es beim Ryzen 7 5800X aktuell noch am besten aus. Die UVP liegt bei 449 Euro, angeboten wird der Prozessor momentan für 430 Euro.

Wie alle Ryzen-Prozessoren setzt auch der Ryzen 7 5800X auf den Sockel AM4. Mittlerweile sind zahlreiche B450/X470-Mainboards mit UEFI-Updates ausgestattet worden, das den Betrieb von Zen3 und damit dem Ryzen 7 5800X zulässt. Moderner seid ihr mit einer B550/X570-Plattform dabei.

Pro
  • hohe Pro-Takt-Leistung für Spiele
  • sehr gute Anwendungsleistung
  • Hyperthreading
  • hohe Taktraten
Contra
  • Preis

AMD Ryzen 7 5800X bei Alternate*

Intel oder AMD: Welche Prozessoren sind besser?

Kaum noch funktionale Unterschiede: Die alte Frage lässt sich einfach beantworten - kauft einfach die CPU, die am besten zu eurem Anwendungsprofil und eurer Preisvorstellung passt. Funktionale Unterschiede gibt es so gut wie keine mehr und instabile AMD-Systeme gehören ebenfalls der Vergangenheit an - und selbst früher waren es eher unsäglich instabile Mainboards oder Overclocking und nicht die CPUs selbst, die Probleme verursacht haben.

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Es kommt auf die Anwendung an: AMDs Ryzen 3000 bieten bei gleichem Preis oft mehr Rechenkerne und/oder Multithreading, die Pro-Takt-Leistung liegt mittlerweile auf dem (hohen) Niveau von Intel. Ab der Comet-Lake-Serie gönnt Intel zudem jeder Core-i-CPU Multithreading und schließt so zu AMD auf. Die CPUs von Intel punkten trotzdem vor allem mit hohen Taktfrequenzen und schaffen es so oft, einen kleinen Leistungsvorteil bei Spielen zu halten. Allerdings kosten sie häufig auch ein paar Euro mehr.

Ryzen 5000 ist noch immer vergleichsweise teuer, Zen 3 bietet im Gegenzug aber auch eine Singlecoreleistung, an der selbst Intels Rocket Lake mitunter zu knabbern hat.

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