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Die besten VR-Brillen – Kaufberatung Virtual Reality

Virtual Reality ermöglicht ein ganz neues Spielgefühl, allerdings gibt es teils große Unterschiede zwischen den VR-Brillen auf dem Markt. Diese VR-Bestenliste zeigt euch, welche die richtige VR-Brille für euch ist.

von Dennis Ziesecke,
22.10.2021 14:45 Uhr

Mittlerweile gibt es viele verschiedene VR-Brillen. Wir stellen euch die aus unserer Sicht besten Modelle vor. Mittlerweile gibt es viele verschiedene VR-Brillen. Wir stellen euch die aus unserer Sicht besten Modelle vor.

Dennis Ziesecke

Welche VR-Brille ist die richtige? Seit dem Neustart der Virtual Reality im Jahre 2016 hat sich einiges getan. Neue Headsets sind erschienen und haben die technische Messlatte teils deutlich höher platziert. Doch welche VR-Brille ist nun die richtige, um neu einzusteigen und welche eignet sich als Ersatz für die alte VR-Hardware? Diese Kaufberatung verrät euch zudem, welches Headset sich bei welchen Spielgenres besonders wohl fühlt.

Vollwertige VR-Brillen im Fokus: Wir konzentrieren uns in dieser Kaufberatung auf vollwertige VR-Brillen mit 6DOF-Eingabe, sechs Freiheitsgraden also für volle Bewegung im virtuellen Raum. GearVR und Daydream sind damit ebenso aus dem Rennen wie Oculus Go und Cardboard. Ebenfalls ungenannt bleiben mittlerweile eingestellte Modelle der ersten VR-Generation wie HTC Vive und Oculus Rift CV1.

Update: Der Neuzugang HTC Vive Pro 2 musste sich in unserem Test der ebenfalls hochauflösenden Konkurrenz in Form der HP Reverb G2 und Oculus Quest 2 aber auch der Valve Index stellen - herausgekommen ist ein durchaus gutes aber teures Headset mit ein paar kleineren Problemen. Für einige davon haben wir aber Lösungen..

Inhaltsverzeichnis

Die hier aufgeführten Angebote sind mit sogenannten Affiliate-Links versehen. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr GameStar: Ohne Auswirkung auf den Preis erhalten wir vom Anbieter eine kleine Provision.

Der Allrounder zum Einstiegspreis - Oculus Quest 2

Mit der Oculus Quest und vor allem dem Nachfolger Oculus Quest 2 ist Oculus ein Glanzstück gelungen: Die VR-Brillen machen gleich eine ganze Reihe VR-Vorurteile hinfällig. So arbeitet die Quest autark, dank eines integrierten Snapdragon-Prozessors (bei der Quest 2 sogar der flotte XR2), es wird also kein PC für die Spielberechnung benötigt.

Oculus Quest 2 ist ein großes Update zur ersten Quest und bietet neben einer höheren Auflösung auch einen deutlich stärkeren Prozessor. Oculus Quest 2 ist ein großes Update zur ersten Quest und bietet neben einer höheren Auflösung auch einen deutlich stärkeren Prozessor.



Dank Inside-Out-Tracking mit vier Kameras und ein wenig Carmack-Magie (John Carmack, der Mitbegründer des legendären Doom-Studios id Software hat unter anderem das Tracking mit seinem Team mit verblüffenden Fortschritten optimiert wie Quest-Nutzer per Update selbst erfahren durften) funktioniert die VR-Brille zudem fast überall wo die Lichtverhältnisse stimmen und merkt sich sogar mehrere Playspaces.

Der Preis liegt bei 349 Euro für das Modell mit 128 GByte (Ursprünglich 64 GB, jüngst gab es aber ein Upgrade auf den doppelten Speicher ohne dass der Preis gestiegen wäre) beziehungsweise 449 Euro für 256 GByte - wer ungerne Spiele löscht, sollte den größeren Speicher wählen, per USB ist die Quest nicht erweiterbar.

Zumal im Oculus-Store inzwischen recht viele teils auch hochkarätige Titel wie Beat Saber, Resident Evil 4, The Walking Dead: Saints and Sinners und, Geheimtipp für Fans von Hero Quest: Demeo zur Auswahl stehen. Grafisch gegenüber PSVR oder PC natürlich abgespeckt, die VR-Faszination bleibt aber bestehen. Zumal immer mehr PC-Umsetzungen wie Arizona Sunshine, Synth Riders oder Pavlov die Quest erobern.

Oculus Quest: Die ursprünglich reine Mobil-Brille ist dank Oculus Link kostenlos zur PC-VR hochgestuft worden. Oculus Quest: Die ursprünglich reine Mobil-Brille ist dank Oculus Link kostenlos zur PC-VR hochgestuft worden.

Facebook-Querälen: Aktuell ist Oculus-Hardware in Deutschland nicht zu bekommen, da Facebook als Oculus-Eigner es sich mit den Datenschutzbehörden verscherzt hat. Die Zwangsbindung von Facebook-Account und Oculus-Account sorgt nicht nur hierzulande für Misstrauen, auch in anderen Ländern hat Facebook Probleme deswegen. Nur hier gibt es aber aufgrund vorauseilendem Gehorsams von Facebook weder Oculus Quest 2 noch Rift S zu kaufen.

Da es sich bei der Quest 2 aber um eine hochauflösende (immerhin 1.832x1.920 Pixel pro Auge) und rundum empfehlenswerte VR-Brille mit gutem Tracking und erstklassigen Exklusivspielen handelt, die zudem dank starker Subventionierung durch Facebook (ihr zahlt im Gegenzug auch mit euren Daten und Facebook hofft auf Gewinne durch den Store-Verkauf von Software) sehr günstig angeboten wird, raten wir euch zum Import beispielsweise via Amazon Frankreich. Ihr bestellt dort mit euren deutschen Account über die gewohnten Zahlungsmethoden und habt auch im Falle einer Reklamation keine Nachteile zu erwarten. Im Ausland gekaufte Quest-Hardware lässt sich auch in Deutschland aktivieren und nutzen.

Alternative zum Auslandskauf: Bei Grover könnt ihr euch die Oculus Quest 2 auch leihen. Die Kosten sinken mit zunehmender Leihdauer, wer nur einen Monat reinschnuppern will, zahlt daher etwas zu viel um empfehlenswert zu sein. Ab 3 Monaten stimmt das Preis-Leistungsverhältnis aber. Praktisch: Überschreitet die durchs Ausleihen bereits bezahlte Summe den Kaufpreis + einige Bonusmonate für den Gewinn von Grover, könnt ihr dem Shop das Headset für einen Euro abkaufen.

Grover ist ein seriöser deutscher Anbieter, bei dem ihr ein großes Spektrum interessanter Hardware leihen könnt. Der Autor dieser News konnte bereits einige (gute) Erfahrungen mit dem Service sammeln - auch mit geliehenen VR-Brillen.

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Als fast perfekter Allrounder ist Oculus Quest 2 unsere Kaufempfehlung für alle, die sich nicht festlegen wollen. Die Quest mit zu Freunden nehmen, um schnell ein paar Songs in Beat Saber zu zocken geht damit ebenso wie in Zukunft die Transformation zur PC-Brille um Top-Titel wie Half-Life: Alyx, Lone Echo 2 oder gar Red Dead Redemption 2 in VR zu spielen.

Kabellos als PC-VR: Dank AirLink (und weiterhin auch über Virtual Desktop) verwandelt ihr die Oculus Quest 2 zudem in eine kabellose PC-Brille mit hoher Auflösung - so flexibel ist kein anderes Headset auf dem Markt, was die Quest 2 zu unserem aktuellen Favoriten macht.

Pro
  • Funktioniert auch ohne PC
  • kabellos mit AirLink/VD auch am PC
  • hohe Auflösung
  • extrem unkompliziert nutzbar
Contra
  • Nicht in Deutschland erhältlich
  • Facebook-Zwang
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Neuzugang: HTC Vive Pro 2 - der Index-Killer?

Im Juni 2021 erschien mit der HTC Vive Pro 2 das aktuellste Modell der kabelgebundenen Vive-Reihe. Auch mit inzwischen vier Monaten Dauernutzungszeit ist die Vive Pro 2 ein gutes Headset, dessen Preis von immerhin 799 Euro trotzdem ein bisschen zu hoch anmutet. Schließlich fehlen dabei noch Controller und die für den Betrieb nötigen Lighthouse-Basisstationen. Ein Set aus all diesen Teilen (allerdings mit den arg in die Jahre gekommenen und für aktuelle VR-Games kaum noch zu empfehlenden Vive Wand Controllern) kostet 1.399 Euro. Wir würden bei Interesse eher zum Einzelkauf von Headset und Lighthouse-Stationen (je 159 Euro) und dann den Index Controllern von Valve (299 Euro im Set) raten.

Die HTC Vive Pro 2 bietet fast perfektes Tracking und ein gutes Bild, kleinere Ungereimtheiten und das ungewohnte Field of View stören den Gesamteindruck aber. Die HTC Vive Pro 2 bietet fast perfektes Tracking und ein gutes Bild, kleinere Ungereimtheiten und das ungewohnte Field of View stören den Gesamteindruck aber.

Die Auflösung liegt mit 2.448x2.448 Pixeln pro Auge im Spitzenfeld, in der Vive-Control-Software können zwecks Performance aber auch geringere Einstellungen gewählt werden. Dabei bieten aber nur die höchste und die niedrigste (Performance genannte) Einstellung auch 120 Hz, ansonsten sind es 90 - im SteamVR lässt sich die Refreshrate nicht einzeln umstellen. Das Tracking erfolgt wie bei der Valve Index, Pimax und der ersten Vive (Pro) via Lighthouse und ist daher zwar einmalig etwas aufwändiger aufzubauen, dann aber über jeden Zweifel erhaben.

Das Field of View gibt HTC mit 120 Grad horizontal an, in der Realität ist es in der Breite etwa vergleichbar mit dem maximalen FoV der Valve Index. Allerdings fehlt es der Vive Pro 2 etwas an Bildhöhe: das vertikale FoV ist geringer als bei der Konkurrenz, was für einen eher ungewohnten Bildeindruck sorgt. Briefschlitz statt Klorolle wäre übertrieben ausgedrückt, es ist eher so, dass die äußersten oberen und unteren Rundungen vom gewohnten VR-Blick fehlen. Gewöhnungsbedürftig, nach einiger Zeit aber eigentlich kein großes Problem wenn man nicht dauernd auch andere Headsets nutzt.

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Anfangs gab es beim Test noch Probleme mit der Bildklarheit - zwar war so gut wie kein Pixelgitter mehr zu erkennen, das Bild wirkte aber generell etwas zu unscharf für eine VR-Brille mit einer so hohen Auflösung. Kurz vor Ende des Testzeitraumes und dem Zurückschicken der Test-Vive an HTC gab es jedoch ein Update der Vive Console mitsamt eines Firmwareupdates der Brille. Seitdem verhält sich die Vive Pro 2 tatsächlich wie erwartet und zeigt ein sehr scharfes und detailreiches Bild mit guter Textlesbarkeit. An die Klarheit einer HP Reverb G2 kommt die Pro 2 aber trotzdem nicht ganz heran, bei HP werden Schriften noch ein bisschen besser dargestellt. Groß sind die Unterschiede aber nicht mehr.

Einen kompletten und umfangreichen Test bietet die auf VR spezialisierte Webseite VR-Legion.de.

Im Vergleich zur HP Reverb G2 (rechts) wirkt die HTC Vive Pro 2 (links) extrem groß. Der Tragekomfort ist aber dennoch sehr gut. Im Vergleich zur HP Reverb G2 (rechts) wirkt die HTC Vive Pro 2 (links) extrem groß. Der Tragekomfort ist aber dennoch sehr gut.

Für Ton sorgen die schon von der Vive Pro bekannten Kopfhörer, die an der recht massiven und bequemen Kopfhalterung montiert sind und direkt auf den Ohren aufliegen. Ihr Klang ist höhenbetont und recht bassarm, die Audiolösung der Index gefällt uns da besser. Außerdem sind die schwebenden Lautsprecher der Index (und G2) bequemer beim Wechsel des Headsets. Im Gegenzug lassen die Kopfhörer der Vive Pro 2 aber weniger Umgebungsgeräusche ans Ohr und beschallen die Umwelt nicht so sehr mit dem VR-Sound. Wer eigene Kopfhörer nutzen will, kann die integrierten abmontieren.

Praktisch ist die manuelle Einstellung für den Pupillenabstand, hier könnt ihr von 57-72mm frei wählen. Optional hingegen ist das auch zur Pro 2 kompatible Wireless-Modul von HTC - damit wird allerdings die Auflösung gesenkt und die Refreshrate auf 90 Hz festgelegt, was den hohen Preis von über 300 Euro nicht rechtfertigt. Vive Tracker und auch das neue Facetrackingmodul lassen sich ebenfalls anschließen, Eye-Tracking gibt es hingegen noch nicht.

Kein Index-Killer: Alles in allem hat HTC mit der Vive Pro 2 keinen Index-Killer veröffentlicht (abgesehen von der deutlich besseren Bildqualität), dafür gibt es zu viele kleine Baustellen und generell zu wenig Fortschritt abseits der Auflösung. Lighthouse-Fans, die mit den angesprochenen Mängeln zurechtkommen, können aber dennoch problemlos zuschlagen. Müsstet ihr erst noch das komplette Zubehör kaufen, wäre uns der Preis allerdings zu hoch und wir würden eher zu einem Blick auf die (günstigere) Index, die Oculus Quest 2 oder die HP Reverb G2 werfen.

Pro
  • Sehr gutes Tracking
  • Tragekomfort
  • hochauflösend und weites FoV
  • manuelle IPD-Einstellung
Contra
  • ungewohntes vertikales FoV
  • teuer
  • wirkt äußerlich altbacken
  • Softwareprobleme
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HTC Vive Wireless funktioniert mit einem Adapter und einer neuen Powerbank auch mit der HTC Vive Cosmos (Elite). HTC Vive Wireless funktioniert mit einem Adapter und einer neuen Powerbank auch mit der HTC Vive Cosmos (Elite).

Ein großer Pluspunkt der Vive Pro 2 ist aber gar nicht einmal nur das Tracking oder die gute Bildqualität sondern eine teure Zusatzhardware. Das zusammen mit Intel entwickelte Wireless Modul der HTC Vive Pro ist sogar ohne zusätzlichen Adapter kompatibel zur Pro 2. Allerdings kostet das Wireless-Modul mit 399 Euro recht viel Geld, zudem wird ein freier PCIe 1x-Steckplatz für die beiliegende WiGig-Steckkarte benötigt. Im Gegenzug bietet das mit 60 GHz funkende System die höchstmögliche Bandbreite für die virtuelle Realität. Achtung: Aktuell läuft die Vive Pro 2 kabellos nur mit reduzierter Auflösung und Refreshrate, HTC verspricht aber mit Softwareupdates zumindest ein wenig Besserung.

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Herausforderer Next Gen WMR: HP Reverb G2

Die HP Reverb G2 hat ein angenehm klares Bild, fast als würden wir auf einen Monitor statt in eine VR-Brille schauen. Die HP Reverb G2 hat ein angenehm klares Bild, fast als würden wir auf einen Monitor statt in eine VR-Brille schauen.

Die erste Generation von Microsofts Windows Mixed Reality Plattform ist mittlerweile aus den Händlerregalen verschwunden und bestenfalls noch gebraucht erhältlich. Entsprechende Brillen wurden von Herstellern wie Lenovo, Dell, Acer und HP gefertigt und galten aufgrund ihres eher mittelmäßigen Trackings mit nur zwei Kameras aber auch wegen des niedrigen Preises als Einstiegsgeräte. Zwar mit recht guter Bildqualität, dafür aber für bewegungsintensive Spiele wie Beat Saber oder Blade&Sorcery nur schwer zu gebrauchen fanden sie eher Freunde unter Simulationsfans, die eh Lenkräder oder Flugsticks einsetzten.

Während andere WMR-Hersteller sich auffallend still verhalten, haben Microsoft und HP sich mit Valve zusammengetan, um Windows Mixed Reality gemeinsam in die nächste Generation zu führen. Das Ergebnis ist die HP Reverb G2, bei der so gut wie alle Kritikpunkte zumindest auf dem Papier angegangen wurden.

Was bleibt sind die beiden Displays mit jeweils 2.160x2.160 Pixeln Auflösung und 90Hz sowie Inside-Out-Tracking mit in der Brille integrierten Kameras. Das bedeutet, dass keine externen Stationen wie bei der Valve Index benötigt werden, das Headset ist so, wie die Oculus Rift S, deutlich flexibler einsetzbar.

Die HP Reverb G2 ist an einigen PCs eine wahre Diva - davon abgesehen bietet sie aber eine erstklassige Bildqualität und sehr guten Sound. Die HP Reverb G2 ist an einigen PCs eine wahre Diva - davon abgesehen bietet sie aber eine erstklassige Bildqualität und sehr guten Sound.

Allerdings verbaut HP nun einen manuellen Regler für den Pupillenabstand, was alle Nutzer mit einem besonders großen oder kleinen Augenabstandes erfreuen wird. Das Tracking wurde optimiert, unter anderem durch zwei zusätzliche Kameras an den Seiten der VR-Brille. Oculus Rift S bietet zwar noch eine zusätzliche Kamera für Bewegungen über dem Kopf, die reine Menge der Trackingkameras sagt aber wenig über die Trackingqualität aus, wie die HTC Vive Cosmos beweist - diese trackt trotz sechs Kameras nur unterdurchschnittlich.

Von Valve hinzugesteuert wird das Audiosystem mit zwei über den Ohren schwebenden Lautsprechern, die für einen hervorragenden Klang sorgen - identisch zu dem der Valve Index. Auch die Linsen vor den Displays wurden mit Valve zusammen entwickelt, wir gehen später noch genauer darauf ein. Natürlich ist die HP Reverb G2 auch zu SteamVR und damit Spielen wie Half-Life: Alyx und oder Star Wars: Squadrons kompatibel.

Bislang ungeschlagen ist die Bildklarheit der Reverb G2 - selbst HTCs Vive Pro 2 mit noch höherer Auflösung kommt nicht an die gestochen scharfen Bilder der HP-Brille heran, Texte lassen sich beispielsweise lesen wie auf einem Monitor.

Allerdings kämpft HP auch mit technischen Problemen, primär bedingt durch das lange Kabel und USB 3.0 - die Reverb G2 wird beispielsweise auf einigen (bevorzugt AMD B550 und X570) Mainboards nicht oder erst mit Tricks korrekt erkannt. Zu den Seiten hin nimmt die Bildschärfe zudem sichtbar ab. Und aus heutiger Sicht wirkt das Field of View etwas schmal - hier ließe sich mit Facecover-Mods aber noch etwas herausholen. Größter Kritikpunkt ist aber zumindest für ambitionierte Beat-Saber-Spieler auf Expert+ das immer noch nicht ganz an Oculus heranreichende Tracking (auch wenn es sich nach Release noch verbessert hat).

Wer eine VR-Brille mit wirklich guter Bildqualität und unkomplizierter Einrichtung möchte und dafür diese Punkte sowie das immer im Hintergrund laufende WMR-Portal in kauf nimmt, bekommt für vergleichsweise wenig Geld eine empfehlenswerte Hardware.

Pro
  • Sehr gute Textlesbarkeit
  • hohe Auflösung
  • leicht und bequem
Contra
  • Probleme an manchen USB-Ports
  • Bildschärfe am Rand schwächer
  • Tracking nur Durchschnitt
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