Die besten VR-Brillen – Kaufberatung Virtual Reality

Virtual Reality ermöglicht ein ganz neues Spielgefühl, allerdings gibt es teils große Unterschiede zwischen den VR-Brillen auf dem Markt. Diese VR-Bestenliste zeigt euch, welche die richtige VR-Brille für euch ist.

Mittlerweile gibt es viele verschiedene VR-Brillen. Wir stellen euch die aus unserer Sicht besten Modelle vor. Mittlerweile gibt es viele verschiedene VR-Brillen. Wir stellen euch die aus unserer Sicht besten Modelle vor.

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Dennis Ziesecke

Welche VR-Brille ist die richtige? Seit dem Neustart der Virtual Reality im Jahre 2016 hat sich einiges getan. Neue Headsets sind erschienen und haben die technische Messlatte teils deutlich höher platziert. Doch welche VR-Brille ist nun die richtige, um neu einzusteigen und welche eignet sich als Ersatz für die alte VR-Hardware? Diese Kaufberatung verrät euch zudem, welches Headset sich bei welchen Spielgenres besonders wohl fühlt.

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Der Allrounder zum Einstiegspreis

Meta Quest 2

Mit der Quest und vor allem dem Nachfolger Quest 2 ist Oculus/Facebook/Meta ein Glanzstück gelungen: Die VR-Brillen machen gleich eine ganze Reihe VR-Vorurteile hinfällig. So arbeitet die Quest autark, dank eines integrierten Snapdragon-Prozessors (bei der Quest 2 sogar der flotte XR2), es wird also kein PC für die Spielberechnung benötigt.

Meta Quest 2 ist ein großes Update zur ersten Quest und bietet neben einer höheren Auflösung auch einen deutlich stärkeren Prozessor. Meta Quest 2 ist ein großes Update zur ersten Quest und bietet neben einer höheren Auflösung auch einen deutlich stärkeren Prozessor.

Der Preis liegt bei 449 Euro für das Modell mit 128 GByte beziehungsweise 549 Euro für 256 GByte - wer ungerne Spiele löscht, sollte den größeren Speicher wählen, per USB ist die Quest nicht erweiterbar.

Zumal im Quest-Store inzwischen recht viele teils auch hochkarätige Titel wie Beat Saber, Resident Evil 4, The Walking Dead: Saints and Sinners und, Geheimtipp für Fans von Hero Quest: Demeo, zur Auswahl stehen. Grafisch gegenüber PSVR oder PC natürlich abgespeckt, die VR-Faszination bleibt aber bestehen. Zumal immer mehr PC-Umsetzungen wie Arizona Sunshine, Synth Riders oder Pavlov die Quest erobern.

Tipp: Achtet auf Angebotsaktionen wie zum Black Friday, wenn ihr ein wenig sparen wollt - schließlich hat Meta erst den Preis der Quest 2 erhöht.

Meta Quest: Die ursprünglich reine Mobil-Brille ist dank Link kostenlos zur PC-VR hochgestuft worden. Meta Quest: Die ursprünglich reine Mobil-Brille ist dank Link kostenlos zur PC-VR hochgestuft worden.

Facebook-Querälen: Obwohl Meta inzwischen die Konten für Facebook und Quest getrennt hat, wie von deutschen Behörden gefordert, ist die Quest 2 noch immer nicht in Deutschland erhältlich. Euch bleibt daher nur der Weg über Onlineshops im europäischen Ausland, Amazon Frankreich beispielsweise.

Da es sich bei der Quest 2 aber um eine hochauflösende (immerhin 1.832x1.920 Pixel pro Auge) und rundum empfehlenswerte VR-Brille mit gutem Tracking und erstklassigen Exklusivspielen handelt, die zudem dank starker Subventionierung durch Facebook (ihr zahlt im Gegenzug auch mit euren Daten und Facebook hofft auf Gewinne durch den Store-Verkauf von Software) sehr günstig angeboten wird, raten wir euch aktuell zum Import beispielsweise via Amazon Frankreich. Ihr bestellt dort mit euren deutschen Account über die gewohnten Zahlungsmethoden und habt auch im Falle einer Reklamation keine Nachteile zu erwarten. Im Ausland gekaufte Quest-Hardware lässt sich auch in Deutschland aktivieren und nutzen. Oder zum Warten auf einen Deutschlandstart der Hardware.

Alternative zum Auslandskauf: Bei Grover könnt ihr euch die Meta Quest 2 auch leihen. Die Kosten sinken mit zunehmender Leihdauer, wer nur einen Monat reinschnuppern will, zahlt daher etwas zu viel um empfehlenswert zu sein. Ab 3 Monaten stimmt das Preis-Leistungsverhältnis aber. Achtung wenn ihr kaufen statt mieten wollt: Aktuell ist die Quest 2 sogar im Ausland schwer zu bekommen, wir hoffen auf einen Deutschlandstart später im Jahr.

Meta Quest 2 256 GB bei Grover mieten

Als fast perfekter Allrounder ist die Meta Quest 2 unsere Kaufempfehlung für alle, die sich nicht festlegen wollen. Die Quest mit zu Freunden nehmen, um schnell ein paar Songs in Beat Saber zu zocken geht damit ebenso wie in Zukunft die Transformation zur PC-Brille um Top-Titel wie Half-Life: Alyx, Lone Echo 2 oder per Mod gar Red Dead Redemption 2, Cyberpunk 2077 oder Elden Ring in VR zu spielen.

Kabellos als PC-VR: Dank AirLink (und weiterhin auch über Virtual Desktop) verwandelt ihr die Meta Quest 2 zudem in eine kabellose PC-Brille mit hoher Auflösung - so flexibel ist kein anderes Headset auf dem Markt, was die Quest 2 zu unserem aktuellen Favoriten macht.

Pro
  • Funktioniert auch ohne PC
  • kabellos mit AirLink/VD auch am PC
  • immer noch gute Auflösung
  • extrem unkompliziert nutzbar
Contra
  • Nicht in Deutschland erhältlich
  • Facebook-Zwang
Meta Quest 2 128 GB bei Amazon Frankreich kaufen Meta Quest 2 256 GB bei Amazon Frankreich kaufen

Die Quest-Konkurrenz mit besserer Auflösung

Pico 4

Der Quest-Klon Pico Neo 3 Link ist vergleichsweise günstig und hat ein paar Vorteile (aber auch Nachteile) gegenüber der Meta Quest 2. Der Quest-Klon Pico Neo 3 Link ist vergleichsweise günstig und hat ein paar Vorteile (aber auch Nachteile) gegenüber der Meta Quest 2.

Pico meint es ernst: Viele Hersteller scheiterten bisher daran, eine ernsthafte Alternative zur Meta Quest 2 auf den Markt zu bringen und dann auch erfolgreich zu verkaufen. Entweder aufgrund zu hoher Preise oder mangelnder Softwareunterstützung - Meta schien lange unbesiegbar. Ein VR-Headset ohne Beat Saber war eh lange undenkbar (Meta kaufte das Studio hinter dem VR-Hit schon vor einiger Zeit). Nun ist Beat Saber aber auch schon wieder einige Jahre alt und entfaltet nicht mehr ganz die ursprüngliche Strahlkraft.

Auftritt Bytedance: Das Unternehmen hinter Pico dürften viele von euch eher durch ein anderes Produkt kennen. Bytedance steckt hinter TicToc und hat entsprechend finanziellen Background für Entwicklung und Marketing. Großer Vorteil: Die Pico 4 ist in Deutschland erhältlich, ganz im Gegensatz zur Meta Quest 2. Mediamarkt und Saturn bewerben sie sogar recht offensiv.

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Das Headset hat gegenüber der Meta-Konkurrenz einige Vorteile. So fällt das geringe Gewicht von unter 300 Gramm positiv auf und auch das am Hinterkopf sitzende Akkupack ist eine gute Entscheidung für den Tragekomfort.

Mit 2.160x2.160 Pixeln lösen die Displays der Pico Neo 4 angenehm hoch auf, das Pixelupgrade zur Quest 2 ist deutlich sichtbar. Das liegt auch an der Wahl der Linsen: Während viele Konkurrenzheadsets bis hin zur kommenden Sony Playstation VR 2 auf Linsen mit Fresness-Schliff setzen, kommen bei der Pico 4 sogenannte Pancake-Linsen zum Einsatz. Der glattere Schliff ohne die typisches Fresnell-Rillen sorgt für ein ungewohnt klares Bild mit toller Schärfe.

Die Controller hingegen ähneln denen der Quest 2 technisch mehr als optisch - Kameras im Headset erkennen die Infrarotlichter der Controller und tracken so die Position im Raum. Auch die Umgebung wird erfasst, so dass ihr euch frei bewegen könnt. Die Pico 4 lässt sich, ganz wie die Quest 2, kabellos (via Virtual Desktop) mit dem PC verbinden und als SteamVR-Headset nutzen, beispielsweise für Half-Life: Alyx oder, ok, Beat Saber. Alternativ nutzt ihr sie autark ohne PC mit Spielen aus dem bereits ganz gut gefüllten Store.

Gutes Bild, gutes Tracking, sogar farbliches Passthrough (also der Blick in die reale Welt obwohl das Headset auf dem Kopf sitzt, bei Meta Quest 2 ist dieser Blick schwarz-weiß), das muss teuer sein, oder? Offenbar nicht, Pico scheint das Headset zu subventionieren. Die Variante mit 128 Gigabyte kostet 429 Euro, für 499 Euro bekommt ihr 256 Gigabyte.

Pro
  • Sehr gute Bildqualität
  • Pancake-Linsen
  • Preis
Contra
  • Kein Displayport mehr wie der Vorgänger
  • Akkulaufzeit
Pico 4 (256 GB) bei Mediamarkt kaufen

Der Index-Killer?

HTC Vive Pro 2

Im Juni 2021 erschien mit der HTC Vive Pro 2 das aktuellste Modell der kabelgebundenen Vive-Reihe. Auch mit inzwischen neun Monaten Dauernutzungszeit beim Autoren dieses Artikels bleibt die Vive Pro 2 ein gutes Headset, dessen Preis von immerhin 799 Euro trotzdem ein bisschen zu hoch anmutet. Schließlich fehlen dabei noch Controller und die für den Betrieb nötigen Lighthouse-Basisstationen. Ein Set aus all diesen Teilen (allerdings mit den arg in die Jahre gekommenen und für aktuelle VR-Games kaum noch zu empfehlenden Vive Wand Controllern) kostet 1.399 Euro. Wir würden bei Interesse eher zum Einzelkauf von Headset und Lighthouse-Stationen (je 159 Euro) und dann den Index Controllern von Valve (299 Euro im Set) raten.

Die HTC Vive Pro 2 bietet fast perfektes Tracking und ein gutes Bild, kleinere Ungereimtheiten und das ungewohnte Field of View stören den Gesamteindruck aber. Die HTC Vive Pro 2 bietet fast perfektes Tracking und ein gutes Bild, kleinere Ungereimtheiten und das ungewohnte Field of View stören den Gesamteindruck aber.

Die Auflösung liegt mit 2.448x2.448 Pixeln pro Auge im Spitzenfeld, in der Vive-Control-Software können zwecks Performance aber auch geringere Einstellungen gewählt werden. Dabei bieten aber nur die höchste und die niedrigste (Performance genannte) Einstellung auch 120 Hz, ansonsten sind es 90 - im SteamVR lässt sich die Refreshrate nicht einzeln umstellen. Das Tracking erfolgt wie bei der Valve Index, Pimax und der ersten Vive (Pro) via Lighthouse und ist daher zwar einmalig etwas aufwändiger aufzubauen, dann aber über jeden Zweifel erhaben.

Das Field of View gibt HTC mit 120 Grad horizontal an, in der Realität ist es in der Breite etwa vergleichbar mit dem maximalen FoV der Valve Index. Allerdings fehlt es der Vive Pro 2 etwas an Bildhöhe: das vertikale FoV ist geringer als bei der Konkurrenz, was für einen eher ungewohnten Bildeindruck sorgt. Briefschlitz statt Klorolle wäre übertrieben ausgedrückt, es ist eher so, dass die äußersten oberen und unteren Rundungen vom gewohnten VR-Blick fehlen. Gewöhnungsbedürftig, nach einiger Zeit aber eigentlich kein großes Problem wenn man nicht dauernd auch andere Headsets nutzt.

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Anfangs gab es beim Test noch Probleme mit der Bildklarheit - zwar war so gut wie kein Pixelgitter mehr zu erkennen, das Bild wirkte aber generell etwas zu unscharf für eine VR-Brille mit einer so hohen Auflösung. Kurz vor Ende des Testzeitraumes und dem Zurückschicken der Test-Vive an HTC gab es jedoch ein Update der Vive Console mitsamt eines Firmwareupdates der Brille. Seitdem verhält sich die Vive Pro 2 tatsächlich wie erwartet und zeigt ein sehr scharfes und detailreiches Bild mit guter Textlesbarkeit. An die Klarheit einer HP Reverb G2 kommt die Pro 2 aber trotzdem nicht ganz heran, bei HP werden Schriften noch ein bisschen besser dargestellt. Groß sind die Unterschiede aber nicht mehr.

Einen kompletten und umfangreichen Test bietet die auf VR spezialisierte Webseite VR-Legion.de.

Im Vergleich zur HP Reverb G2 (rechts) wirkt die HTC Vive Pro 2 (links) extrem groß. Der Tragekomfort ist aber dennoch sehr gut. Im Vergleich zur HP Reverb G2 (rechts) wirkt die HTC Vive Pro 2 (links) extrem groß. Der Tragekomfort ist aber dennoch sehr gut.

Für Ton sorgen die schon von der Vive Pro bekannten Kopfhörer, die an der recht massiven und bequemen Kopfhalterung montiert sind und direkt auf den Ohren aufliegen. Ihr Klang ist höhenbetont und recht bassarm, die Audiolösung der Index gefällt uns da besser. Außerdem sind die schwebenden Lautsprecher der Index (und G2) bequemer beim Wechsel des Headsets. Im Gegenzug lassen die Kopfhörer der Vive Pro 2 aber weniger Umgebungsgeräusche ans Ohr und beschallen die Umwelt nicht so sehr mit dem VR-Sound. Wer eigene Kopfhörer nutzen will, kann die integrierten abmontieren.

Kein Index-Killer: Alles in allem hat HTC mit der Vive Pro 2 keinen Index-Killer veröffentlicht (abgesehen von der deutlich besseren Bildqualität), dafür gibt es zu viele kleine Baustellen und generell zu wenig Fortschritt abseits der Auflösung. Lighthouse-Fans, die mit den angesprochenen Mängeln zurechtkommen, können aber dennoch problemlos zuschlagen. Müsstet ihr erst noch das komplette Zubehör kaufen, wäre uns der Preis allerdings zu hoch und wir würden eher zu einem Blick auf die (günstigere) Index, die Meta Quest 2 oder die HP Reverb G2 werfen.

Pro
  • Sehr gutes Tracking
  • Tragekomfort
  • hochauflösend und weites FoV
  • manuelle IPD-Einstellung
Contra
  • ungewohntes vertikales FoV
  • teuer
  • Softwareprobleme
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HTC Vive Wireless funktioniert mit einem Adapter und einer neuen Powerbank auch mit der HTC Vive Cosmos (Elite). HTC Vive Wireless funktioniert mit einem Adapter und einer neuen Powerbank auch mit der HTC Vive Cosmos (Elite).

Ein großer Pluspunkt der Vive Pro 2 ist aber gar nicht einmal nur das Tracking oder die gute Bildqualität sondern eine teure Zusatzhardware. Das zusammen mit Intel entwickelte Wireless Modul der HTC Vive Pro ist sogar ohne zusätzlichen Adapter kompatibel zur Pro 2. Allerdings kostet das Wireless-Modul mit 399 Euro recht viel Geld, zudem wird ein freier PCIe 1x-Steckplatz für die beiliegende WiGig-Steckkarte benötigt. Im Gegenzug bietet das mit 60 GHz funkende System die höchstmögliche Bandbreite für die virtuelle Realität. Achtung: Aktuell läuft die Vive Pro 2 kabellos nur mit reduzierter Auflösung und Refreshrate, HTC verspricht aber mit Softwareupdates zumindest ein wenig Besserung.

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