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Flugdrohne DJI Mini 2 im Test: Das ideale Einsteigermodell

Die DJI Mini 2 vereint Anspruch mit Einsteigerfreundlichkeit. Sie lässt sich kinderleicht steuern und bietet dazu eine gute Kamera zum fairen Preis.

von Dennis Ziesecke,
23.06.2022 15:00 Uhr

Wir Gamer sind es gewohnt, auf Bildschirme zu starren und dabei Objekte mit einem Controller zu steuern. Gute Nachrichten: Das lässt sich auch ohne Steam Deck oder Nintendo Switch mit dem Wunsch vieler Lebenspartner nach frischer Luft, Sonne und gemeinsamen Aktivitäten verbinden. Wir haben uns, ausnahmsweise, ganz abseits von Grafikkarten, Mainboards und CPUs, eine auch für Einsteiger ohne viel Aufwand nutzbare Drohne angeschaut.

Unsere Wahl ist dabei auf die DJI Mini 2 gefallen, die dank ihres Gewichtes von unter 250 Gramm auch ohne Drohnenführerschein und allzu störende Einschränkungen im Flugbetrieb genutzt werden kann und sich zudem auch von Laien unfallfrei fliegen lässt. Also, Handy in die Fernbedienung und ab in die Lüfte!

Kurzfazit: Die DJI Mini 2 eignet sich ideal für Einsteiger in das Drohnenhobby. Mit einem Preis von 459 Euro liegt sie zwar klar über teils absurd günstigen Modellen, die es schon für unter 200 und gelegentlich sogar für unter 100 Euro gibt. Sie bietet dafür jedoch einen deutlich Mehrwert in Form guter Stabilisierung und guter Kamera, die Filme allerdings nur in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen kann. Ein weiterer Vorteil ist das geringe Gewicht von unter 250 Gramm, das keinen speziellen Führerschein erfordert.

Pro
  • Besonders einsteigerfreundlich
  • Gute Stabilisierung
  • Da unter 250 Gramm schwer, kein Führerschein erforderlich
  • Gutes Paket zum fairen Preis (459 Euro)
Contra
  • nur 4K 30 FPS möglich

Miniaturisiert: Die Technik in der DJI Mini 2

Der Markt für privat nutzbare Quadcopter ist auf den ersten Blick recht unübersichtlich, sehr viele Hersteller versprechen tolle Flugeigenschaften und tolle Bilder der integrierten Kamera, teils schon für gerade einmal 100 Euro. Erfahrungsgemäß sind wir die meisten davon jedoch eher günstiges Spielzeug die ein falsches Bild vom Drohnenhobby vermitteln. Die tollen Flugeigenschaften wanken mitunter schon beim kleinsten Windhauch und auf den dank geringer Akkulaufzeit eher kurzen Videos lässt sich auch nicht immer viel erkennen.

Die Mini 2 ist in wenigen Augenblicken auseinandergefaltet und betriebsbereit. Die Mini 2 ist in wenigen Augenblicken auseinandergefaltet und betriebsbereit.

Einsteiger-Mainstream

Streichen wir die Billigheimer aus der Betrachtung, bleibt neben dem Eigenbau vor allem sehr viel Hardware von DJI. Der Hersteller hat sich mit hochwertigen und halbwegs bezahlbaren Fluggeräten einen guten Ruf erarbeitet - auch wenn Profis natürlich zu Recht einwenden, dass es Drohnen mit besseren technischen Daten auf dem Markt gibt und DJI primär den Mainstream abdeckt.

Nun, nicht immer ist Mainstream wirklich schlecht, vor allem wenn es um den Einstieg in ein Hobby geht. Nach ersten positiven Drohnenerfahrungen auf professionellere Geräte oder gar den Selbstbau umzusteigen, ist kein Problem - ärgerlicher ist es da schon, sich den Spaß mit einem unbefriedigenden Modell ruiniert zu haben.

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In der Mini 2 arbeitet sehr kompakt zusammengepresste Hardware: Die Abmessungen sind mit (gefaltet) 127x81x58 Millimetern (LxBxH) hosentaschenkompatibel, das Gewicht liegt inklusive 2.250 mAh-Akkupack (86,2 Gramm) unter 250 Gramm. Der Energiespender hält die Drohne unter guten Umständen bis zu 30 Minuten in der Luft, an windigen Tagen oder mit vielen Hochgeschwindigkeitseinlagen kamen wir immer noch auf über 20 Minuten Flugzeit. Beim Kauf kann es sich lohnen, die Fly-More-Combo zu erwerben, der drei Akkus sowie eine Transporttasche, eine Ladestation und weitere Ersatzpropeller beiliegen.

Trotz mehrerer kleiner Unfälle aus eigener Unachtsamkeit war bislang noch kein Wechsel der Rotoren nötig - nach über einem Jahr im privaten Einsatz. Trotz mehrerer kleiner Unfälle aus eigener Unachtsamkeit war bislang noch kein Wechsel der Rotoren nötig - nach über einem Jahr im privaten Einsatz.

4K-Kamera im Gimbal

Die Kamera sitzt in einem flexiblen Gimbal, der automatisch Flugbewegungen kompensiert und generell für ein auch bei Wind erstaunlich ruhiges Bild sorgt. Der 1/2,3" CMOS-Sensor (12 MPixel, Blende: f/2.8) kämpft etwas mit Gegenlicht und Dunkelheit, sorgt bei guten Lichtverhältnissen aber für knackige Fotos und Videos. Fotos werden entweder in 4:3 mit 4.000x3.000 Pixeln oder in 16:9 mit 4.000x2.250 Pixeln aufgenommen, Videos in 4K mit 24/25/30 fps oder 2,7K mit 24/25/30/48/50/60 fps.

Da zu schnelle Kameraschwenks auch aufgrund der maximalen Bitrate von nur 8 MBit/s in 4K/30 spürbar ruckeln und verstärkt Artefakte zeigen, hätten wir uns eher 60 fps in 4K gewünscht, so bleibt nur der Qualitätssprung nach unten auf 2,7K/60 oder sehr behutsame Schwenks - nichts für Ungeduldige.

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Für die Fernbedienung: Handy erforderlich

Gesteuert wird mit der beiliegenden, etwas klobigen, Fernbedienung. Diese hat eine Halterung für alle gängigen Smartphone-Größen und zusätzliche Anschlusskabel für Micro-USB, USB-C und Lightning. Über dieses nimmt die Fernbedienung Kontakt zum Handy auf (und versorgt es mit Strom), den Rest erledigt die DJI-Fly-App. Drohnenmodell auswählen, das Fluggerät einschalten, auf die Verbindung warten - fertig, schon ist die Mini 2 startbereit.

Der Handybildschirm zeigt nun alle relevanten Daten zur Drohne und natürlich das Live-Kamerabild an. Für Aufnahmen ist eine nicht beiliegende Micro-SD-Speicherkarte nötig, nach Möglichkeit solltet ihr aber nicht das langsamste Modell für 4K-Videoaufnahmen verwenden. Ohne Speicherkarte könnt ihr in deutlich schlechterer Qualität direkt auf dem Handy speichern, mehr als eine Notlösung ist das aber nicht.

Die klobige Fernbedienung enthält einen Akku und die Antennen für das Ocusync-Funksystem. Ein eingeklemmtes Handy ersetzt das Display. Praktisch: Die Thumbsticks sind für den Transport abnehmbar. Die klobige Fernbedienung enthält einen Akku und die Antennen für das Ocusync-Funksystem. Ein eingeklemmtes Handy ersetzt das Display. Praktisch: Die Thumbsticks sind für den Transport abnehmbar.

Hohe Reichweite dank mehrerer Funknetze

Im Gegensatz zur ersten DJI Mini nutzt die Mini 2 das Ocusync 2.0 Funksystem mit deutlich besserer Signalqualität und Reichweite. Das hebt sie auch von vielen Konkurrenzprodukten und vor allem den preiswerten WLAN-verbundenen Drohnen ab: Ocusync 2.0 hat laut DJI bis zu 10 Kilometer Reichweite. Das konnten wir in der Realität nicht testen, da auch nach wenigen Kilometern selbst mit Adleraugen der fast überall vorgeschriebene Sichtkontakt zur Drohne nicht mehr zu gewährleistet ist.

Wir können aber versichern, dass auch weitere Ausflüge und auch Hindernisse wie Häuser oder Bäume die Verbindung kaum stören. Kurze Verbindungsabbrüche kompensiert die Drohne selbsttätig (mangels Sensoren sollte nur kein Hindernis in der Flugbahn sein), längere sorgen für einen automatischen Rückflug zur Startposition.

Da DJI zwei Funknetze einsetzt, kam es bei uns aber nur sehr selten zu Verbindungsabbrüchen, die nach einer Herzklopfen-Sekunde wieder verschwanden. Währenddessen laufende Aufnahmen werden dabei störungsfrei fortgeführt. Mit welchen Drohnen ihr die besten Aufnahmen machen könnt, erfahrt ihr in unserer Kaufberatung:

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Flugeigenschaften sind benutzerfreundlich

Die DJI Mini 2 ist keine maximal wendige FPV-Drohne, sondern das für Einsteiger gedachte Modell mit weniger sportlichen Flugeigenschaften. Die maximale Geschwindigkeit wird an der Fernbedienung über die Flugmodi gewählt: Im Sportmodus sind bis zu 57,6 km/h realisierbar, was für Drohnen-Neulinge tatsächlich bereits eine sehr sportliche Geschwindigkeit ist. Immerhin fliegen da gerade fast 500 Euro mit Highspeed durch die Gegend..

Die teureren FPV-Drohnen sind wendiger aber auch schwerer zu beherrschen - dafür bietet DJI kostenlos einen mit den Originalfernbedienungen funktionierenden Simulator für den PC an. Die teureren FPV-Drohnen sind wendiger aber auch schwerer zu beherrschen - dafür bietet DJI kostenlos einen mit den Originalfernbedienungen funktionierenden Simulator für den PC an.

Im Normal-Modus sind es maximal 36 km/h, der Cine-Modus für besonders elegante Aufnahmen senkt die Geschwindigkeit noch einmal etwas und verlangsamt auch die Drehgeschwindigkeit. Für die ersten Ausflüge mit der Drohne sind Cine- und Normal-Modus sehr gut geeignet, hier wird dem Piloten angenehm unter die Arme gegriffen, was Erfolgserlebnisse schafft.

Generell steuert sich die Mini 2 sehr angenehm, wir haben nie das Gefühl, die Situation nicht unter Kontrolle zu haben. Selbst der mitunter sehr fiese norddeutsche Wind sorgt nicht für unruhige Bilder oder eine schwankende Drohne. Bei zu hohen Windgeschwindigkeiten, wie sie in größerer Höhe auftreten können, warnt die App. Apropos Höhe:

Es existieren Videos von Mini-2-Nutzern, die auf mehrere Kilometer Höhe aufgestiegen sind - das funktioniert aber nicht ohne unerlaubten Eingriff in die Software. Diese limitiert per Geo-Fencing das Fluggebiet und auch die Flughöhe. In der Nähe von Flughäfen oder Militärgebäuden fliegt die Drohne daher gegen die Levelgrenze.

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Rechtliches: Die Drohnenverordnung

Mit einem Gesamtgewicht inklusive Akku von unter 250 Gramm fällt die DJI Mini in eine nur schwach regulierte Kategorie: Ihr dürft sie auch ohne Drohnenführerschein fliegen, nötig ist nur eine Registrierung beim zuständigen Amt sowie eine an der Drohne angebrachte Plakette mit amtlicher Nummer, die euch als Besitzer ausweist. Flüge über Personen und in Städten sind im Gegensatz zu schwereren Drohnen erlaubt, nur über Menschenmengen dürft ihr nicht fliegen - und natürlich keine Videos oder Fotos von Personen auf ihren Privatgrundstücken anfertigen.

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