Diese Drohnen versprechen 2023 den meisten Spaß beim Fliegen

Welche Drohne macht die besten Fotos? Welche fliegt am besten und wie sehen die Regeln und Gesetze rund um Drohnen aus? Alle Infos in unserem Ratgeber.

Hintergrundbild: Thongsuk, stock.adobe.com Hintergrundbild: Thongsuk, stock.adobe.com

GameStar Plus Logo
Weiter mit GameStar Plus

Wenn dir gute Spiele wichtig sind.

Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe für Rollenspiel-Helden, Hobbygeneräle und Singleplayer-Fans – von Experten, die wissen, was gespielt wird. Deine Vorteile:

Alle Artikel, Videos & Podcasts von GameStar
Frei von Banner- und Video-Werbung
Einfach online kündbar

Update vom 11. Mai: Passend zu unserer Outdoor-Woche haben wir die Kaufberatung mit dem heutigen Datum versehen. Der Beitrag wurde am 01. März mit weiteren Informationen ergänzt.

Für beeindruckende Luftbilder des eigenen Viertels oder des Hauses musste man früher richtig viel Geld ausgeben - oder ein Flugzeug entführen und selbst knipsen. Drohnen legalisieren die Umgebungsfotografie und sind in den letzten Jahren vergleichsweise günstig geworden.

Nur vergleichsweise, da Drohnen, mit denen das Fliegen und Filmen auch wirklich Spaß bringt, dann doch immer noch einige hundert Euro kosten. Außerdem herrscht auf dem Markt eine gewisse DJI-Monokultur - in dieser Kaufberatung findet ihr aber auch Alternativen zum Marktführer.

Achtet aber auf jeden Fall auf unsere Hinweise zur Drohnenverordnung, der Kennzeichnungs- und Auszeichnungspflicht und dem Drohnenführerschein, der für einige Modelle vorgeschrieben ist. Anfang 2024 wird es hier neue Einstufungen auch für bereits erworbene Drohnen geben, die es zu berücksichtigen gilt um dem Hobby legal nachzugehen.

Einige auf dieser Seite eingebaute Links sind Affiliate-Links. Beim Kauf über diese Links erhält GameStar je nach Anbieter eine kleine Provision ohne Auswirkung auf den Preis. Mehr Infos.

Die drei besten Drohnen 2023

Für eine der rundum empfehlenswerten Drohnen müsst ihr aktuell etwas mehr als 400 Euro ausgeben. Zwar gibt es auch deutlich preiswertere Modelle, sogar unter den Kameradrohnen, diese verleiden den Flugspaß aber schnell durch technische Probleme wie Drift, mangelhafte Reichweite und eine oft schlechte Bildqualität der Kamera.

Gute Nachrichten: Für die Mini-Modelle mit weniger als 250 Gramm Gesamtgewicht braucht ihr keine Zulassung und auch keinen Drohnenführerschein. Und ihr seid freier bei der Wahl der nutzbaren Areale - doch dazu mehr im mittleren Teil dieser Kaufberatung.

Facelifting in der beliebten Mini-Mittelklasse

DJI Mini 3

Nach der teuren DJI Mini 3 Pro gibt es jetzt auch den echten Nachfolger der Mini 2 - zum gleichen Preis bekommt ihr jetzt bessere Technik. Nach der teuren DJI Mini 3 Pro gibt es jetzt auch den echten Nachfolger der Mini 2 - zum gleichen Preis bekommt ihr jetzt bessere Technik.

Preis: ab ca. 580 Euro

Während die DJI Mini 3 Pro sich eher an Aufsteiger richtet, die bereit sind, etwas mehr zu investieren, bekommt ihr mit der neuen Mini 3 non-Pro aktuelle Features auch in der preislichen Mittelklasse. So bietet die Mini 3 eine höhere Flugzeit von bis zu 38 Minuten pro Akku sowie 4K-Aufnahmen mit 30 FPS - die vor allem bei schnelleren Bewegungen deutlich flüssigere Aufnahme mit 60 FPS gibt es leider nur bei 2,7K-Aufnahmen - wer mehr will, sollte sich bei der Mini 3 Pro umschauen.

Auch die Hinderniserkennung und damit auch die Fähigkeiten zu autonomeren Flugmanövern wie ein Verfolgen des Nutzers auch im Wald wurde eingespart. Dafür verfügt die DJI Mini 3 über einen 360 Grad drehbaren Gimbal, außerdem ist es möglich, die Kamera auch hochkant zu drehen.

Bei den Fernbedienungen habt ihr die Wahl: Das günstige Set kommt mit der RC-N1-Fernsteuerung, die euer Smartphone nutzt aber bereits Ocusync 2 für eine Funkverbindung zur Drohne mit bis zu 6 Kilometern und einem 720p-Livebild. Für 749 Euro bekommt ihr zur Drohne die DJI RC-Fernsteuerung mit 5,5" Display. Praktisch ist auch die Fly-More-Combo, bei der unter anderem zusätzliche Akkus und ein Ladegerät enthält.

Pro
  • kaum Bürokratie da unter 250 Gramm
  • bessere Kamera als DJI Mini 2
  • gute Flugeigenschaften
Contra
  • keine vollwertige Hinderniserkennung
  • Kein 4K60
DJI Mini 3 bei Amazon kaufen

Mini mit der Technik der Großen

DJI Mini 3 Pro

DJI ist es gelungen, die Hindernissensoren der größeren Drohnenmodelle in einem Modell mit weniger als 250 Gramm unterzubringen - beeindruckend aber nicht ganz preiswert. DJI ist es gelungen, die Hindernissensoren der größeren Drohnenmodelle in einem Modell mit weniger als 250 Gramm unterzubringen - beeindruckend aber nicht ganz preiswert.

Preis: ca. 829 Euro

Die DJI Mini 3 geht nicht als günstiges Einsteigermodell in den Markt sondern selbstbewusst mit hohem Preispunkt und spannendem Innenleben. Während die Mini 2 auf Hinderniserkennung und 4K60-Aufnahmen verzichten muss, bietet die Mini 3 Pro all das. So fliegt ihr nicht mehr Gefahr, Bäume oder Häuser zu rammen, wenn ihr euch verschätzt. Auch die vorgegebenen Flugmuster für Kamerafahrten sind erweitert worden.

Auch die Qualität der Kamera wurde erhöht, ebenso die Bandbereite zur Speicherkarte, was detailreichere (aber größere) Aufnahmedateien ermöglicht. Euer Vorteil: Auch wenn die aufzunehmende Szene sehr viele Details bietet, Astwerk oder Nebel beispielsweise, verpixelt die Aufnahme kaum. 4K60 sorgt zudem für sichtbar geschmeidigere Kameraschwenks.

Trotz der deutlich verbesserten Technik bleibt die Mini 3 unter der wichtigen Grenze von 250 Gramm und kann so auch ohne Drohnenführerschein geflogen werden. Die Flugzeit mit einer Akkuladung wurde sogar auf 34 Minuten erhöht. Optional gibt es noch eine neue Fernbedienung mit integriertem Display, so dass euer Handy für andere Dinge frei bleibt.

Pro
  • Hinderniserkennung
  • 4K60-Aufnahmen
  • hohe Reichweite
  • sehr gute Flugeigenschaften
Contra
  • Preis
DJI Mini 3 Pro bei Amazon kaufen

First-Person-Flieger

DJI FPV Combo

Der nächste Schritt für Drohnenfans: FPV mit dem Gefühl, tatsächlich Pilot eines wendigen Fliegers zu sein. Der nächste Schritt für Drohnenfans: FPV mit dem Gefühl, tatsächlich Pilot eines wendigen Fliegers zu sein.

Preis: ab 950 Euro

Mit der DJI FPV Combo macht ihr die Drohne zu euren Augen. Das mit hoher Reichweite und stabiler Verbindung ausgestattete Ocusync 3.0 System überträgt die Kameradaten der Drohne direkt auf die beiliegende Brille, die an ein VR-Headset mit Fühlern (es sind Antennen..) erinnert. Optional steuert ihr die Drohne mit Motion Controllern - das ist dann wirklich wie VR, nur echt halt.

Die Gibal-montierte Kamera nimmt Videos mit bis zu 4K60 und bis zu 120 MBit/s auf, was dem Bildeindruck vor allem bei schnellen Schwenks zugute kommt. Und schnell ist die Drohne, den Speed-Modus solltet ihr daher nur mit Übung nutzen. Aufgrund des höheren Gewichtes, ist für die Nutzung ein Drohnenführerschein nötig - bei den erreichten Geschwindigkeiten können bei Unfällen recht böse Verletzungen entstehen.

Pro
  • FPV-Erlebnis ist einmalig
  • geringe Latenz und hohe Reichweite
  • 4K60-Aufnahmen
  • Hinderniserkennung
Contra
  • Preis
  • Bürokratie, Drohnenführerschein nötig
DJI FPV Combo bei Amazon kaufen

Wichtige Informationen zur Drohnenverordnung

Da Drohnen zwar ein tolles Hobby aber bei falscher Handhabung auch ein potentiell durchaus gefährliches Werkzeug darstellen, sind in der Drohnenverordnung einige Rechte und Pflichten von Drohnennutzern festgesetzt. Die hier vorgestellten Modelle zählen üblicherweise nicht in die Kategorie Spielzeug, selbst die Geräte unter 250 Gramm nicht.

Die Drohnenverordnung regelt, mit welcher Drohne ihr wo fliegen dürft und ob ihr Kenntnisse nachweisen können müsst. Anfang 2024 wird es eine neue EU-Fassung geben. Die Drohnenverordnung regelt, mit welcher Drohne ihr wo fliegen dürft und ob ihr Kenntnisse nachweisen können müsst. Anfang 2024 wird es eine neue EU-Fassung geben.

Eine bereits mehrfach verschobene EU-Richtlinie sorgt für Unsicherheit: Jede Drohne, im Behördendeutsch unbemanntes Luftfahrzeug, UAS, genannt wird damit in eine CE-Kategorie eingeteilt (CE steht für certified), die regelt, welche Anforderungen an den Nutzer gestellt werden und wo geflogen werden darf. Haupt-Einordnungspunkt wird dabei das Gewicht sein - schwerere Drohnen sind beispielsweise potentiell gefährlicher bei Unfällen. Bis 2024 habt ihr aber noch Zeit, erst dann soll die Einteilung stattfinden. Vorher gekaufte Drohnen werden in den meisten Fällen nachträglich eingestuft.

Doch auch heute gelten schon Richtlinien für den legalen Umgang mit der Drohne. Eine Drohnen-Haftpflichtversicherung (kostet nur wenige Euro im Monat oder ist eventuell bereits Bestandteil bestehender Versicherungen) beispielsweise ist für jedes nicht als Spielzeug eingestufte Drohnenmodell Pflicht.

Kameradrohnen unter 250 Gramm

Die Jackentaschendrohnen mit einem Gewicht von unter 250 Gramm sind eine eher überschaubare Bedrohung, das sieht auch der Gesetzgeber so. Ist die Drohne aber mit einer Kamera (oder anderen optischen Sensoren) bestückt, muss sich der Betreiber beim Luftfahrtbundesamt registrieren und die so erhaltene e-ID sichtbar an der Drohne angebracht werden. Da hier nur der Betreiber und nicht die jeweilige Drohne gemeldet werden muss, ist auch ein Hardwarewechsel oder der Betrieb mehrerer Drohnen damit kein Problem.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube-Inhalt

Auch in Zukunft wird sich daran wohl nicht viel ändern, mit der kommenden EU-Verordnung sollen Geräte wie die DJI Mini 3 oder Xiaomi Fimi X8 automatisch der Klasse C0 zugeordnet werden. Sie können also jetzt und in Zukunft ohne Kenntnisnachweis und in der Nähe von Menschen (solange es keine Menschenansammlungen wie bei Festen oder Konzerten sind) geflogen werden. GEO-geblockte Gebiete wie der Bereich um Flughäfen und zu große Flughöhen sowie der Flug ohne direkte Sichtbarkeit der Drohne bleiben aber auch damit verboten.

Kameradrohnen unter 500 Gramm

Bisher gibt es noch eine Einstufung für Drohnen unter 500 Gramm, die Parrot Anafi beispielsweise kann aktuell noch mit den gleichen, sehr lockeren, Bedingungen der DJI Mini genutzt werden. Ab 2024 wird sich das ändern, die Einstufung unter 500 Gramm fällt dann weg und es gilt die strengere für Modelle unter 900 Gramm.

Kameradrohnen unter 900 Gramm

Für entsprechend schwere Drohnen wie die DJI Air oder Mavic gilt aber auch jetzt schon, dass ihr vor der Benutzung nachweisen müsst, dass ihr dazu überhaupt befähigt seid. Erst nach dem Absolvieren des Drohnenführerscheins (den ihr ausgedruckt immer bei euch tragen müsst, wenn ihr die Drohne benutzt) dürft ihr die Geräte legal einsetzen.

Gelten für die winzigen Mini-Drohnen noch sehr lasche Regelungen, ist für ein schwereres Modell bereits ein (einfach zu absolvierender und mit 25 Euro eher günstiger) Führerschein nötig. Gelten für die winzigen Mini-Drohnen noch sehr lasche Regelungen, ist für ein schwereres Modell bereits ein (einfach zu absolvierender und mit 25 Euro eher günstiger) Führerschein nötig.

Der auch EU Kompetenznachweis genannte Führerschein kann Online erbracht werden. Er besteht aus zwei Stufen und etwa 40 Fragen im Multiple-Choice-Verfahren. Das Luftfahrtbundesamt bietet auch ein Online-Trainung zur Vorbereitung an. Um den Abschluss zu erlangen, müsst ihr 75% der Fragen korrekt beantworten, ein erster Trainings-Test kann aber beliebig oft absolviert werden.

Hier könnt ihr den Nachweis für Fernpiloten (Drohnenführerschein) absolvieren

Das Ausstellen des Kompetenznachweises kostet mittlerweile 25 Euro, vor kurzem war dieser Service noch kostenlos. Der EU-Drohnenführerschein hat eine Gültigkeitsdauer von 5 Jahren und muss danach aufgefrischt werden.

Die schweren Kameradrohnen dürfen zudem nicht überall genutzt werden, so muss ein Mindestabstand von 150 Metern von Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten eingehalten werden. Für Stadtbewohner ist eine Nutzung vor der Haustür daher eher knifflig. Soll mit diesen Drohnen trotzdem in der Nähe von Ortschaften oder näher an Menschen geflogen werden, wird der große Drohnenführerschein benötigt. Dieser ist deutlich umfangreicher und setzt den kleinen Drohnenführerschein voraus.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube-Inhalt

1 von 2

nächste Seite



Kommentare(45)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.