Es passiert nicht oft, dass ein Film in die Kinos kommt, der sowohl Fans begeistert, als auch ganz gut Kasse macht. Dune: Part One ist so ein Beispiel. Mit 410 Millionen US-Dollar weltweit (via Box Office Mojo) hat der Blockbuster zwar keine Rekorde gebrochen, aber genug für einen zweiten Teil verdient (der übrigens über 700 Millionen US-Dollar eingespielt hat).
Dune ist vor allem für seine gigantischen Sandwürmer bekannt, doch zum 4. Jubiläum wollen wir auf eine andere Ikone des Franchises blicken: Ornithopter.
Ja, die sind (weitestgehend) echt
Ornithopter sind kleine wendige Flugmaschinen, mit denen sich die Menschen über Arrakis bewegen. Sie erinnern an Libellen.
- Antrieb: Sie schlagen mit ihren Flügeln wie riesige Insekten. Manche Modelle können die Flügel auch starr stellen und wie Segelflugzeuge gleiten.
- Manövrierfähigkeit: Sie gelten als extrem wendig und sind ideal für das gefährliche Gelände von Arrakis – sie können schnell auf Sandstürme reagieren, senkrecht starten und landen.
- Größe: Es gibt kleine, einsitzige Thopter, aber auch größere Transporter für ganze Gruppen.
Man mag es im fertigen Film nicht sehen, aber die Thopter wurden tatsächlich gebaut. VFX-Supervisor Paul Lambert erklärt in einem Interview mit OSSA Movies (das Video seht ihr weiter unten), wie sie das gemacht haben.
- Gedreht wurde auf der höchsten Erhebung innerhalb der Grenzen von Budapest, der ungarischen Hauptstadt.
- Das Cockpit wurde auf einen Gimbal montiert, um es in jede Richtung drehen zu können.
- Via hydraulischen Zylindern konnte das Modell rauf und runter bewegt werden.
- Die Piloten saßen im Cockpit; der Ornithopter wurde in die Richtungen bewegt, die das Skript brauchte.
Link zum YouTube-Inhalt
In einem Interview mit Screenrant gibt Lambert noch ein paar zusätzliche Infos. Insgesamt wurden zwei zwölf Tonnen schwere Ornithopter gebaut – eben jene, die in Budapest verwendet wurden.
Denis [Villeneuve] hat mir von Anfang an gesagt, dass er wollte, dass alles so fotorealistisch und realistisch wie möglich sein sollte. Er wollte auf keinen Fall, dass das Publikum an irgendeiner Stelle aus der Geschichte herausgerissen wird. [...] Daher war es eher ein Ansatz, bei dem wir versucht haben, virtuelle Kameras so einzusetzen. Man kam so nie zu nah an einen Ornithopter heran, weil man sonst natürlich abgestürzt wäre. Wir haben von Hubschrauber zu Hubschrauber gefilmt. Wir haben einige Starts und Landungen mit echten Hubschraubern durchgeführt, um sie in Ornithopter zu verwandeln. [...] Auch wenn es Teile gibt, die komplett aus Computereffekten bestehen, werden sie immer von realen Aufnahmen eingerahmt.
Dadurch wirken die Flugmanöver mit den Ornithoptern im fertigen Film echter und vor allem physischer. Das zahlt sich ganz besonders in Gefahrensituationen aus, wenn die Piloten ihre Fluggeräte haarscharf manövrieren müssen.
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Im obigen Video gibt es einen weiteren interessanten Fakt zu handgemachten Effekten. Die berühmten Sandwürmer auf Arrakis sind riesig und bohren sich durch die Dünen des Planeten. Um die Erschütterungen realistisch darzustellen, haben die Macher eine mehrere Meter lange Metallplatte im Sand vergraben, die auf Knopfdruck gerüttelt hat – mit den Schauspielerinnen und Schauspielern darauf.
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