E3 2020 wackelt: Coronavirus könnte das Aus für die Spielemesse bedeuten

Nach der GDC könnte auch die E3 2020 dem Coronavirus zum Opfer fallen, befürchtet Branchen-Experte Jason Schreier.

von Sara Petzold,
05.03.2020 09:28 Uhr

Ob die E3 2020 tatsächlich stattfinden wird, bleibt fraglich. Ob die E3 2020 tatsächlich stattfinden wird, bleibt fraglich.

Folgen die Veranstalter der E3 in diesem Jahr dem Beispiel der GDC und anderen Events und sagen die Messe wegen des Coronavirus ab? Diese Frage beschäftigt unter anderem Kotaku-Journalisten Jason Schreier, der die E3 aktuell »vor einer großen existenziellen Entscheidung« sieht, sollte die Messe nicht stattfinden:

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Schreier glaubt demzufolge, dass die Hersteller den Wert von hauseigenen Online-Präsentationen anstelle einer Messe wie der E3 zu schätzen lernen und dem Beispiel Sonys folgen könnten, indem sie permanent auf ihre Anwesenheit bei der E3 verzichten.

Das wiederum könnte sich fatal auf die Zukunft der Messe insgesamt auswirken. »Die meisten werden feststellen, wie wenig sie zu verlieren haben (und wie viel Geld sie sparen), wenn sie die E3 auslassen«, schreibt Schreier.

Die Alternative lautet also: Hauseigene Events, die online übertragen werden und auf denen man die Bühne nicht mit der Konkurrenz teilen muss.

Findet die E3 2020 wie geplant statt?

Die Electronic Software Association (ESA), die für die Organisation der E3 verantwortlich zeichnet, erklärte in einer Stellungnahme (via Gamesindustry.biz), man plane weiterhin, »eine sichere und erfolgreiche E3 vom 9. bis 11. Juni 2020« zu veranstalten.

Trotzdem besitze die Sicherheit und Gesundheit für die Messeteilnehmer oberste Priorität - gegebenenfalls könnte es also unter den entsprechenden Umständen doch zur Absage der Messe kommen.

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Denn ob die E3 2020 in diesem Jahr planmäßig stattfinden wird, hängt von einer Reihe verschiedener Faktoren ab:

  • Ausnahemzustand in Los Angeles: Die Stadt L.A., in der die Messe stattfinden soll, hat den Notstand ausgerufen und will Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Virus verstärken. Das könnte sich auch auf die Messe selbst auswirken, je nachdem, wie lange der Notstand anhält.
  • Teilnehmer müssen Risiko abwägen: Auch wenn die ESA an ihrer Entscheidung festhält, die Messe trotz des Coronavirus zu veranstalten, könnten einzelne Hersteller ihre Teilnahme an der Messe zurückziehen, was wiederum den Sinn der Messe an sich infrage stellen würde.

Die ESA hat also die Zukunft der E3 nicht allein in der Hand - und wenn Jason Schreier recht behält, könnte das Coronavirus langfristig das Ende der Spielemesse bedeuten.

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