Ende gut, alles gut? - Öffi kehrt in den Playstore zurück

Nach gut zwei Monaten der Abstinenz ist die Nahverkehrs-App Öffi wieder in Googles Playstore verfügbar. Der Autor hatte zuvor die Spendenfunktion deaktiviert.

von Sara Petzold,
03.09.2018 13:14 Uhr

Google hat die beliebte Nahverkehrs-App "Öffi" aus dem Playstore entfernt.Google hat die beliebte Nahverkehrs-App "Öffi" aus dem Playstore entfernt.

Update, 03.09.2018: Mittlerweile ist die Nahverkehrs-App Öffi wieder im Google Playstore verfügbar. Laut Golem hatte der Öffi-Autor, Andreas Schildbach, die App modifiziert, nachdem Google eine lediglich im Code der APK-Datei vorhandene Spendenfunktion moniert hatte.

Schildbach reichte die App danach bei Google zur Freischaltung ein, erhielt aber eine erneute Absage. Er bearbeitete die Datei ein weiteres Mal und nach sechs Wochen Wartezeit hat Google die App mittlerweile wieder im Playstore eingestellt. Trotzdem will Schildbach Öffi weiterhin parallel über F-Droid als Open-Source Version anbieten.

Update, 18.07.2018: Nachdem Google bislang anscheinend nicht eingelenkt hat, hat Öffi-Entwickler Andreas Schildbach die Öffi-App als Open-Source-Version veröffentlicht. Über Twitter (via Heise) erklärte der Entwickler, die neue Version 10.0 sei GPLv3-lizensiert und »hoffentlich bald auf F-Droid main« verfügbar.

Aktuell ist Öffi noch nicht im Feed von F-Droid sichtbar, dank der Umstellung auf Open-Source sollten Interessierte die App aber bald im Haupt-Feed dort finden können. Auf der offiziellen Öffi-Webseite ist Version 10.0 bereits verfügbar. Außerdem könnt ihr über GitLab den Quellcode von Öffi einsehen.

Bislang ist unklar, ob oder bis wann die Differenzen mit Google aus dem Weg geräumt werden können. Bis dahin gibt es Öffi im Amazon Store oder als Download über die offizielle Webseite.

Update, 10.07.2018: Es kommt Bewegung in die Öffi-Affäre: Nach drei Tagen hat sich Google mittlerweile beim Öffi-Entwickler Andreas Schildbach zurückgemeldet und die Löschung der App aus dem Playstore näher erläutert. Die bei Schildbach eingetroffene Begründung Googles entspricht dabei den Vermutungen einiger Nutzer. Google stört sich offenbar an dem Spenden-Menü der App - dieses verstoße gegen die Nutzungsbedingungen des Playstores.

Letzteres gibt es aber in der Playstore-Version der Öffi-App gar nicht. Stattdessen hat Google vermeintliche Beweis-Screenshots an Schildbach geschickt, die offenbar aus der F-Droid- oder Webseiten-Version der App stammen.

Darüber hinaus stört sich Google außerdem an dem »Direkt herunterladen«-Button, den Schildbach in seine In-App-Mitteilung zum Playstore-Rauswurf an die Nutzer implementiert hatte. Dieser verstoße laut Google ebenfalls gegen die Nutzungsbedingungen, weshalb der Entwickler ihn vorerst wieder entfernt hat. Schildbachs vollständige Stellungnahme zum Thema könnt ihr übrigens bei Google Plus nachlesen.

Originalmeldung: Nutzer der App »Öffi« stoßen derzeit auf eine kuriose Mitteilung, wenn sie die App auf ihrem Android-Smartphone öffnen: »Öffi aus dem Play Store geschmissen!«, heißt es dort.

Offenbar hat Google die App, die es Nutzern erlaubt, deutschlandweit Verbindungen des lokalen öffentlichen Nahverkehrs abzufragen, aus dem Playstore entfernt. Laut Heise lässt sich die App seit dem 7. Juli nicht mehr im Playstore aufrufen, geschweige denn herunterladen. Interessierte Nutzer müssen Öffi deshalb derzeit auf Umwegen über die Webseite des Entwicklers oder via F-Droid herunterladen.

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Über GooglePlus informierte Andreas Schildbach, der Entwickler von Öffi, die Nutzer und erklärte, der Konzern habe die Löschung lediglich mit dem Begriff »Payments« begründet. Diese Begründung erschiene im aber wenig schlüssig - schließlich handelt es sich bei Öffi um eine kostenlose App ohne Payments oder kostenpflichtige Inhalte, noch nicht ein Mal Werbung findet sich.

Schildbach hat eigenen Angaben bereits Beschwerde bei Google eingereicht. Der Konzern selbst hat sich allerdings zu den Gründen der Löschung noch nicht geäußert. Übrigens: Wer die App bereits installiert hat, kann sie weiterhin problemlos nutzen.

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