Geniale Konstruktion, die bei Erdbeben Leben retten kann, und das ganz ohne Strom: Wissenschaftler stellen Zylinder mit Stahlkugeln vor

Es geht um Forschung der Wissenschaftler der Universität von Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Dieses Bild wurde mit KI erstellt und dient nur zur groben Veranschaulichung des Konzepts. (Bild: Adobe Firefly) Dieses Bild wurde mit KI erstellt und dient nur zur groben Veranschaulichung des Konzepts. (Bild: Adobe Firefly)

Bei einem Erdbeben entstehen starke Vibrationen, die große Schäden verursachen können.

Um zumindest einen Teil dieser Vibrationen abzufedern und den Schaden zu minimieren, haben Forscher in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein neues Konzept entwickelt, wie clarin.com berichtet.

  • Es geht um ein mechanisches Gerät mit der Form eines hohlen Zylinders, das mit massiven Stahlkugeln gefüllt ist. Im Inneren befindet sich außerdem eine Achse mit radial angeordneten Stäben.
  • Bei Vibrationen geraten die Elemente im Inneren in Bewegung und erzeugen so eine starke Reibung, die einen Teil der Energie von zu schützenden Strukturen wie Gebäuden oder Brücken ableiten kann.
  • In Labortests sollen so immerhin ungefähr 14 Prozent der Vibrationsenergie abgeleitet worden sein. Das mag zunächst nicht nach sehr viel klingen, aber in diesem Zusammenhang zählt jeder Beitrag und jeder Prozentpunkt kann eine entscheidende Verringerung von Schäden darstellen.

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Der Patentantrag dazu stammt aus dem Jahr 2023. Ende 2024 wurde das Patent gewährt, das Ablaufdatum liegt im Jahr 2043.

Ein System mit vielen Vorteilen

Der Aufbau des Schutzsystems bietet gleich mehrere Vorteile:

  • passives System (es ist also keine Stromversorgung nötig, was insbesondere in Zusammenhang mit Erdbeben und dem möglichen Ausfall einer solchen Versorgung wichtig ist)
  • modulares System (einzelne Teile lassen sich leicht ersetzen, was die Wartung erleichtert und kostengünstiger gestaltet)
  • simpler Aufbau (das System kann ohne große Fachkenntnisse installiert werden, außerdem wird die Wartung durch den einfachen Aufbau erleichtert)
  • Integration in bestehen Strukturen möglich (es sind also keine aufwendigen strukturellen Umbauten nötig, um das System zu nutzen)
  • Automatische Rückkehr in die Ausgangsposition (kommt es zu einem Erdbeben, kann das System danach direkt wieder funktionieren, ohne zwingend wieder Instand gesetzt werden zu müssen)

Wie die Struktur ungefähr aussieht, zeigt das obige Bild aus dem Patentantrag.

Vergleichsweise geringe Kosten und einfache Handhabung sollten unter anderem dafür sorgen, dass sich das System gut für den Einsatz in ärmeren Ländern eignet, die sich komplexe und teure Schutzmaßnahmen nicht leisten können.

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