Man darf die EU ja durchaus als Papiertiger und Bürokratie-Monster kritisieren. Ich finde allerdings auch viele Beschlüsse echt gut. Auch dank ihr ist der Käuferschutz in der EU so stark wie nirgends auf der Welt.
Eine bekannte Änderung: Seit 2026 gilt die USB-C-Pflicht sogar für neue Laptops und 2028 geht die Vereinheitlichung noch einen Schritt weiter. Hier kläre ich euch auf und sage euch, was das für euch bedeutet - und was meine Konsequenz daraus war.
Mit diesem besonderen Ladegerät seid ihr fit für die Zukunft!Die EU hat schon 2022 USB-C zum Standard erklärt - so geht es jetzt weiter
Schon seit Ende 2024 müssen viele neue elektronische Geräte, die in der EU verkauft werden, einen USB-C-Ladeanschluss besitzen. Seit dem 28. April 2026 gilt das auch für neue Laptops. Und es wird noch besser: Ab Dezember 2028 kommen zusätzliche Regeln für die Netzteile selbst hinzu.
Ich finde das tatsächlich eine der sinnvollsten EU-Entscheidungen der vergangenen Jahre (zumindest von denen, die mir bekannt sind). Denn damit wird etwas möglich, was lange ziemlich nervig war:
Ein einziges vernünftiges Ladegerät kann plötzlich einen Großteil unserer elektronischen Geräte versorgen.
Das eigentlich Spannende ist für mich allerdings, dass die EU noch lange nicht fertig ist. Am 14. Dezember 2028 tritt eine weitere Verordnung in Kraft: die EU-Verordnung 2025/2052. Und die nimmt sich diesmal die externen Netzteile und Ladekabel vor.
Bislang betrifft die USB-C-Pflicht hauptsächlich bestimmte tragbare Geräte. Künftig sollen auch Netzteile für viele andere Anwendungen stärker vereinheitlicht werden – beispielsweise solche, die Router, Monitore oder andere elektronische Geräte mit Strom versorgen.
Die EU sieht unter anderem folgende Vorgaben vor:
- USB-C als Standard: Externe Netzteile müssen grundsätzlich mindestens einen passenden USB-C- beziehungsweise USB-PD-Anschluss besitzen. Ausnahmen sind vorgesehen.
- Abnehmbare Kabel: Bei universellen Ladegeräten sollen fest verbaute USB-C-Kabel verschwinden.
- Klare Leistungsangaben: Jeder entsprechende Anschluss muss erkennen lassen, wie viel Watt er liefern kann.
- Einheitliche Kennzeichnung: Ein neues EU-Logo soll kompatible Ladegeräte leichter erkennbar machen.
- Höhere Energieeffizienz: Neue Mindestanforderungen sollen ein wenig Strom sparen.
- Bessere Ladekabel: USB-C-Kabel müssen gekennzeichnet werden, damit ihr erkennen könnt, ob sie für 60 oder 240 Watt ausgelegt sind.
Was bedeutet das jetzt für euch?
Kurz gesagt: Es wird einfacher. Einerseits soll die Vereinheitlichung sicherstellen, dass Netzteile einen gewissen Standard erfüllen, andererseits sollte nun jedes Netzteil für die meisten Geräte passend sein. Mittlerweile sind ja diese Geräte alle per USB-C aufladbar:
- Smartphones und Tablets
- Digitalkameras und Kopfhörer
- Handheld-Spielkonsolen
- Tragbare Lautsprecher und E-Reader
- Tastaturen und Computermäuse
- Navigationsgeräte
- Seit April 2026 auch Laptops
- Mobile Geräte
- Ausnahmen: Werkzeuge, Staubsauger & spezielle Fälle
Und was genau hat das jetzt mit meinem Ladegerät zu tun?
Aufgrund der Standardisierung hin zu USB-C und einer effizienten Lademöglichkeit habe ich mir daher mal ein richtig gutes Ladegerät und eine Dockingstation mit mehreren leistungsfähigen Ladebuchsen besorgt. Das würde ich euch tatsächlich auch anraten. Ich hatte nämlich zwei ziemlich wichtige Gründe dafür.
Hier geht's zum besten USB-C-Ladegerät, das ich je hatteGrund 1: Günstige Ladegeräte können tatsächlich gefährlich werden
Der Verband der Elektrotechnik (VDE) warnt ausdrücklich vor minderwertigen Elektroprodukten. In einer Auswertung von Stromvorfall-Meldungen aus dem Jahr 2025 gehörten Ladegeräte und Stecker zu den häufig genannten Problemfällen. Betroffen waren übrigens auch Markenprodukte.
Wenn Hersteller an der Isolierung, den Schutzschaltungen oder der Temperaturüberwachung sparen, kann das im schlimmsten Fall zu Überhitzung, Kurzschlüssen und Bränden führen. Mittlerweile summieren sich solche Fälle und Experten mahnen das an.
Daher habe ich schon allein aus Sicherheitsgründen einmal ein gutes Ladegerät besorgt. Anker war meine Wahl, da die Produkte echt eine hervorragende Qualität aufweisen.
Hier findet ihr mein Netzteil von AnkerGrund 2: Laptop am 20-Watt-Netzteil bringt einfach nichts
So simpel es klingt, aber nun, da fast alle Geräte per USB-C geladen werden können, brauche ich a) auch ein ausreichend starkes Netzteil, das auch meinen Laptop mit Strom versorgen kann und b) eines, das gleichzeitig mehrere Anschlüsse für mehrere Geräte und die Leistung hat, diese mit genügend Strom zu versorgen.
Ich habe euch mal ein paar gute Netzteile und Ladegeräte herausgesucht:
- Mein Anker USB-C-Netzteil - Ladegerät mit 140 Watt und 4 Steckplätzen
- UGreen UISB-C-Ladegerät mit 200 Watt, 8 Ports und 100W Laptop-Charger
- Meine Anker Docking-Station für Laptop und vier USB-Geräte zugleich inkl. Monitor Thunderbolt
- 240W USB-C-Kabel (Weiß)
- Das gleiche Kabel, aber in Schwarz
Fazit der Redaktion
Wenn ich mich so bei uns zuhause umschaue, dann haben wir echt einen Haufen Netzteile und noch mehr Sachen, die aufgeladen werden wollen. Von Kinderspielzeug über Lampen über PC-Controller bis hin zum Handy. Und ich kann euch gar nicht sagen, wie oft ich schon geflucht habe, weil das eine USB 2.0 hat, das andere Micro-USB und irgendwas Altes gar Mini-USB. Mittlerweile hat aber eben alles, das wir neu kaufen, USB-C und ich liebe das.
Ja, manchmal macht die EU komische Dinge, aber das ist einfach super.
Gleichzeitig werden deshalb eben gute Netzteile umso wichtiger. Dass billige Ladestecker schon den ein oder anderen Brand verursacht haben, ist nichts Neues. Wenn nun aber auch Laptops USB-C verwenden, dann läuft nochmal deutlich mehr Saft durch die kleinen Stecker. Das könnte also durchaus auch die Zahl der Vorfälle erhöhen.
Ein gutes Ladegerät ist wirklich nicht unbezahlbar, aber sowohl für eure Geräte als auch eure Sicherheit solltet ihr niccht immer zum Billigsten greifen.
