Anfang 2027 kommt »eine der bedeutendsten Innovationen dieser Jahre«, aber die Hälfte aller Deutschen hat noch nie davon gehört

Laut einer aktuellen Umfrage haben über 50 Prozent der Deutschen noch nie von der EUDI-Wallet gehört.

Ab Anfang 2027 sollen sich EU-Bürger auch digital ausweisen können. (Bild: Bundesministerium des Innern) Ab Anfang 2027 sollen sich EU-Bürger auch digital ausweisen können. (Bild: Bundesministerium des Innern)

Mit der EUDI-Wallet wollen Deutschland und die EU ab 2027 einen großen Schritt in Richtung digitale Zukunft und Souveränität gehen. Laut einer aktuellen Umfrage hat allerdings mehr als die Hälfte der Bevölkerung noch nie davon gehört.

Der unbekannte Ausweis für alle

Die Umfrage wurde im Februar und März 2026 von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt und hat ergeben, dass 52 Prozent aller Befragten noch nie von der neuen EUDI-Wallet, die am 2. Januar 2027 starten soll, gehört haben.


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18 Prozent der Befragten hätten den Begriff schon mal gehört, wüssten aber nicht, worum es dabei geht. 20 Prozent geben an, grundsätzlich zu verstehen, was die EUDI-Wallet eigentlich ist. Nur fünf Prozent sind der Meinung, dass sie das Thema anderen gut erklären könnten.

Das Ergebnis ist erschreckend. Immerhin handelt es sich bei der EUDI-Wallet laut dem Bitkom-Präsidenten Dr. Ralf Wintergerst um »eine der bedeutendsten Innovationen dieser Jahre«, weshalb er nun eine »breite Aufklärungskampagne« fordert.

Aber was ist die EUDI-Wallet eigentlich? Wie diese Daten zeigen, seid ihr nicht alleine, falls ihr noch nie von der EUDI-Wallet gehört habt. Im Grunde handelt es sich dabei um eine »digitale Brieftasche«, mit der sich Nutzer europaweit digital ausweisen können, wie das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung erklärt.

Die Umsetzung erfolgt dabei in enger Abstimmung mit der EU, sodass bis Anfang 2027 in jedem Mitgliedstaat mindestens eine solche EUDI-Wallet verfügbar sein soll. Die App soll es ermöglichen, vielfältige Nachweise digital abzubilden.

Dazu gehören etwa der Personalausweis und der Führerschein. In Zukunft soll es aber auch möglich sein, etwa Zeugnisse oder Zertifikate, elektronische Signaturen oder pseudonyme Logins zu hinterlegen. Die EU möchte damit die Abhängigkeit von nicht-europäischen Plattformen verringern.

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Die deutsche EUDI-Wallet soll nach dem Launch weiterentwickelt und um neue Funktionen ergänzt werden. Zukünftig sollen eben auch nicht-staatliche Dienste unterstützt werden. Analoge Dienste werden durch die App allerdings nicht ersetzt, sondern bleiben weiterhin bestehen.

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