In der Erdumlaufbahn wird es seit Jahren immer voller. Jahr für Jahr werden mehr Satelliten und andere Objekte in den Erdorbit geschickt. Viele davon stürzen irgendwann zurück auf den Planeten.
Laut einem Bericht der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA steigt dadurch auch die Gefahr für die Menschen auf der Erde. Zudem könnte der Weltraumschrott in Zukunft problematisch werden.
Jeden Tag stürzen im Schnitt 3 Teile Schrott auf die Erde
Die ESA hat vor wenigen Tagen den jährlichen »Space Environment Report« vorgelegt, in dem es vor allem um den Zustand der Erdumlaufbahn geht. Der Bericht führt auf, wie viele neue Objekte in den Orbit gebracht werden und wie sich die Situation dort verändert.
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Wir zeigen euch den Kurs des interstellaren Kometen 3I/Atlas mithilfe von Universe Sandbox
Der Trend kennt demnach seit Jahren nur eine Richtung. Gerade durch Internet-Projekte wie Starlink, Project Kuiper, Qianfan oder Guowong werden ständig mehr Satelliten gestartet. 2025 waren es insgesamt mehr als 300 Raketenstarts und über 4.000 Nutzlasten, die damit in den Orbit gebracht wurden.
Im Schnitt werden aktuell jeden Tag knapp zehn neue Satelliten in die Umlaufbahn geschossen. Gleichzeitig treten im Schnitt aber auch täglich mehr als drei intakte Satelliten oder Raketen wieder in die Erdatmosphäre ein.
Aus diesem Grund wird im aktuellen Bericht auch erstmals die Gefahr durch abstürzende Fragmente als Metrik aufgenommen. Die Zahlen sind dabei im Vergleich zu anderen alltäglichen Gefahren sehr niedrig, steigen aber durch die ausgeweitete Aktivität seit Jahren.
Die abstürzenden Teile sind aber nicht nur eine Gefahr. Laut der ESA zeigen sie auch, dass das Bewusstsein für Weltraumschrott weltweit größer wird. Viele Satelliten sind auf eine kürzere Lebenszeit ausgelegt und werden ganz gezielt zum Absturz gebracht.
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Weltraumschrott, der einfach in der Umlaufbahn gelassen wird, bringt auch immer das Risiko mit sich, mit anderem Weltraumschrott zu kollidieren und so insgesamt mehr Einzelteile zu produzieren, die ungelenkt umherfliegen. Kontrollierte Abstürze sind da deutlich nachhaltiger.
Dennoch ist es laut der ESA auch weiterhin wichtig, den vorhandenen Weltraumschrott aktiv zu beseitigen. Der Preis für eine sichere Raumfahrt würde sonst nur immer weiter steigen oder könnte irgendwann überhaupt nicht mehr möglich sein.

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