Firefox 69 soll Schutz vor Tracking und Krypto-Minern bieten

Mozilla will mit dem aktuellen Update seines Browsers Firefox auf Version 69 die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer verbessern.

von Georg Wieselsberger,
04.09.2019 09:59 Uhr

Firefox 69 bietet neue, als Standard aktive Sicherheitsfunktionen. (Bildquelle: Mozilla)Firefox 69 bietet neue, als Standard aktive Sicherheitsfunktionen. (Bildquelle: Mozilla)

Der neue Firefox 69 wird laut Mozilla schon in der Grundeinstellung einen aktivierten, verbesserten Schutz vor Tracking-Cookies bieten. Diese Funktion blockiert alle bekannten Tracking-Cookies und ist laut Mozilla ein Meilenstein bei den Anstrengungen, die Privatsphäre der Nutzer zu verbessern - die Funktion ist allerdings nicht ganz neu und konnte bislang schon durch die Nutzer aktiviert werden.

Keine Tracking-Cookies

Über 20 Prozent haben die Funktion bislang auf diese Weise genutzt, doch nun sollen durch die neue, aktive Grundeinstellung gleich 100 Prozent der Firefox-Nutzer standardmäßig diese Einstellung verwenden.

Die Funktion soll verhindern, dass Unternehmen über mehrere Webseiten hinweg ohne Erlaubnis die Aktivitäten von Nutzern verfolgen und so unbemerkt ein Profil erstellen können. Wie diese Daten dann verwendet werden und wer Zugriff darauf hat, bleibt dem Nutzer verborgen.

Um den aktiven Schutz anzuzeigen, stellt Firefox 69 ein Schild vor der Adresszeile dar. Das Symbol bietet auch eine Einstellmöglichkeit, durch die der Tracking-Schutz auf Wunsch für einzelne Webseiten deaktiviert werden kann.

Mit einem Klick auf das Schloss-Symbol links der Adresszeile öffnen sich die Einstellungen für die Blockade-Funktionen von Firefox 69.Mit einem Klick auf das Schloss-Symbol links der Adresszeile öffnen sich die Einstellungen für die Blockade-Funktionen von Firefox 69.

Kein heimliches Mining

Eine zweite neue Funktion ist eine Blockade sogenannter Krypto-Miner. Dabei handelt es sich um kleine Programme, die über den Browser auf die CPU des Rechners zugreifen, um Krypto-Währungen zu errechnen.

Das kostet nicht nur Strom und kann bei Laptops die Akkulaufzeit stark verringern, auch die Leistung des PCs sinkt, wenn Krypto-Miner unbemerkt die CPU belasten - ganz abgesehen davon, dass das ohne die Erlaubnis des PC-Besitzers geschieht.

Mozilla hat den Krypto-Blocker bereits als Beta-Version getestet und führt die Funktion nun ebenfalls mit Firefox 69 ein. Wie der Tracking-Schutz ist auch der Krypto-Blocker in der Grundeinstellung des Browsers aktiviert.

Schutz vor Fingerprinting

Noch im Test befindet sich ein Schutz vor Fingerabdruck-Skripts. Hier wird ein Rechner auf mehreren Webseiten durch seine meistens einmalige Konfiguration (praktisch der Fingerabdruck des PCs) identifiziert und damit wie durch Cookies verfolgbar.

Aktuell ist die Funktion nur im Modus Streng aktiv, demnächst soll der Schutz auch zu den aktiven Grundeinstellungen gehören.


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