In Deutschland kennen wir Kaugummiautomaten, für Japaner sind das olle Kamellen. Dort finden sich an jeder Straßenecke Gachapon-Maschinen.
Das sind Automaten, aus denen man für kleines Geld daumengroße Figuren ziehen kann, entweder aus beliebten Franchises wie Dragon Ball oder One Piece – oder skurrile Dinge wie Tiere oder kleine Nachbildungen von Essen.
So könnt ihr euch ein eigenes Netzwerk-Rack ziehen, samt Servern verschiedener Marken, sofern ihr den entsprechenden Automaten findet.
Wie das aussieht, seht ihr auf MiniMachines, dem Mastodon-Account von Karl Baron oder in diesem Reddit-Thread:
Link zum Reddit-Inhalt
Hier die »Specs« des Netzwerk-Racks:
- Insgesamt 105 Millimeter hoch
- Größenverhältnis: 1/12
- Serverblades sind nur wenige Millimeter dick.
- Die Blades sind echten nachmodelliert, unter anderem von Dell, Cisco oder Furakawa Electric.
- Ihr könnt sie zusammenbauen, auseinandernehmen und die verschiedenen Elemente miteinander verbinden.
- Ethernet-Ports, Kabel, Kühlungssysteme, Ventilatoren und weiteres Zubehör könnt ihr ebenfalls ziehen.
Ihr müsst allerdings alle Teile einzeln aus dem Automaten holen – und das ist ein Glücksspiel.
Um einmal am Drehknopf der Maschine drehen zu dürfen, zahlt ihr 500 Yen, das entspricht rund 3 Euro. Auf dem US-amerikanischen Ebay wird das ganze Rack übrigens für über 111 US-Dollar (ca. 102 Euro) zum Kauf angeboten.
Benutzen könnt ihr das Server-Rack natürlich nicht; es dient ausschließlich zum Sammeln und Hinstellen (vielleicht ja auf einem richtigen Rack?). Elektronik befindet sich darin keine.
Assassin’s Creed entführt euch ab dem 20. März übrigens ebenfalls nach Japan:
7:24
Assassin's Creed Shadows: Wir infiltrieren die mächtige Festung Himeji
Würdet ihr euch das Netzwerk-Rack aus dem Automaten ziehen?
In Japan wird Sammelleidenschaft großgeschrieben. Daher gibt es Gachapon in allen möglichen Geschmacksrichtungen: Manga und Anime, Filme und Serien, Essen, Tiere, Maskottchen, (unechte) Kleidung oder Kunst.
Uns interessiert, ob ihr euch für das kleine Serverregal am Spielzeugautomaten drehen würdet.
Japan verblüfft immer wieder mit neuer Technik. Bemannte Mechas sind viel realer, als ihr vermutlich glaubt, und eine deutsche Firma hat im Land der aufgehenden Sonne Godzilla aus Schmutz erschaffen.
Gachapon-Automaten gibt es millionenfach in Japan, oftmals sogar in Tempelanlagen oder in der freien Natur.
Der Name »Gachapon« setzt sich aus Lauten zusammen, welche die Maschinen macht: »Gacha« beschreibt das Geräusch des Handgriffs, wenn man ihn kurbelt. »Pon« macht die runde Plastikkapsel, wenn sie in den Schacht fällt.
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