Dieser Artikel soll euch nicht nur auf ein oft übersehenes Problem bei Windows aufmerksam machen – sondern euch auch dazu bringen, euren Freunden einen kurzen, aber womöglich entscheidenden Gefallen zu tun.
Ein Blick in die Windows-Einstellungen kann verraten, ob ihr oder eure Freunde jahrelang mit zu wenig Bildern auf dem Monitor gezockt habt, ohne es zu merken.
Ein echter Klassiker unter den vergessenen wichtigen Einstellungen, wie der Fall meines Freundes einmal mehr zeigt.
PC-repariert – doppelt schockiert
Ein Freund von mir hatte seit Jahren ein nerviges Problem: Sein PC fuhr beim Spielen immer wieder plötzlich herunter und startete neu. Mein erster Verdacht war klassisch: ein zu schwaches Netzteil.
Doch als ich mir den Rechner vor Ort angesehen habe, kamen neue Infos ans Licht: Das Problem trat nicht nur beim Spielen auf, sondern sogar beim simplen Surfen. Damit war das Netzteil zwar nicht komplett aus dem Spiel, aber mein ursprünglicher Verdacht wurde immer unwahrscheinlicher.
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PC-Schnellbau-Meister: Wie Nils euren Gaming-Rechner baute und dabei Leib und Leben riskierte
In einem nächsten Schritt habe ich dann einen Blick in die AMD-Software geworfen – vielleicht lag es an der Grafikkarte? Und siehe da: Seit vier oder fünf Jahren hatte er keinen einzigen Treiber mehr aktualisiert. Kein Weltuntergang, aber über so einen langen Zeitraum schon ein kleiner Schock für einen Techie.
Er spielt nicht oft und kennt sich mit PCs kaum aus – verständlich also. Ich habe ihm erklärt, wie man den Treiber aktualisiert, und während der Download lief, fiel mir plötzlich etwas anderes ein: Wenn er sich nie um Treiber gekümmert hat, dann hat er vermutlich auch diese eine wichtige Einstellung nie angerührt:
Die Bildschirmaktualisierungsrate in den Windows-Einstellungen.
Das ist der Grund, warum ich diesen Artikel schreibe: Tatsächlich hatte er noch 60 Hertz eingestellt, besitzt aber einen 144-Hertz-Bildschirm.
Das bedeutet, der Bildschirm hat bisher nur 60 Bilder pro Sekunde dargestellt und nicht die maximal möglichen 144 Bilder pro Sekunde.
Es ist zwar grundsätzlich möglich, in Spielen selbst dennoch 144 Hertz zu nutzen. Wer die Option allerdings schon unter Windows nicht kennt und entsprechend anpasst, der wird eher nicht darauf achten, sie in Spielen korrekt einzustellen.
In den darauffolgenden Wochen habe ich noch weitere Freunde gefragt, ob sie die Einstellung vorgenommen hatten und siehe da: bei zwei dieser Freunde war das ebenfalls nicht der Fall.
Habt also ein Herz für eure Gamer-Freunde und fragt bei der nächsten Multiplayer-Runde, ob auch jeder seine Bildwiederholrate richtig eingestellt hat.
Was wurde aus dem PC? Der funktioniert seit dem Treiber-Update wie vorgesehen. Zu meiner großen Verwunderung. Ich habe es bis dahin noch nicht erlebt, dass ein PC unregelmäßig abstürzt, nur weil ein Grafiktreiber nicht aktuell ist.
Ich gehe auch deshalb davon aus, dass ich mich mit dem Problem nicht zum letzten Mal befasst habe.
So stellt ihr die Bildwiederholungsrate richtig ein
Zu guter Letzt, verrate ich euch noch, wie genau ihr die Bildwiederholrate einstellt. Keine Sorge, das ist ruckzuck erledigt. Los geht's!
- Macht einen Rechtsklick auf euren Desktop und klickt auf
Anzeigeinstellungen
- Scrollt ein wenig nach unten und klickt auf
Erweiterte Anzeige
- Rechts vom Punkt
Aktualisierungsrate auswählen
findet ihr ein Drop-Down-Menü. Klickt darauf und wählt die höchste Rate aus, die auswählen könnt, beispielsweise 144 Hz oder 165 Hz.
Und schon spielt ihr mit dem flüssigsten Bild, das euer PC hergibt, ohne dass die Windows-Standardeinstellung euch einen Strich durch die Rechnung macht.
Am meisten profitiert ihr allerdings davon, wenn der Rechner in den Spielen eurer Wahl schnell genug ist, um entsprechend hohe FPS-Werte zu erreichen.

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