Google gibt bei Gemini im Auto ordentlich Gas: Der KI-Assistent kann künftig eure Daten in Diensten wie Gmail, Calendar, Fotos, Maps, YouTube und der Suche analysieren, um euch während der Fahrt verschiedenste Fragen zu beantworten.
Wie das Unternehmen in einem Blogbeitrag erklärt, rollt die Neuerung bereits für Android Auto aus und soll in den kommenden Monaten auch auf Fahrzeugen mit Google built-in landen.
Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite XATAKA und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.
Android Auto soll mit Gemini moderner werden
Bislang konnte Gemini zwar allgemeine Fragen beantworten, bestimmte Apps öffnen oder Routen in Google Maps planen, wusste aber so gut wie nichts über euch als Fahrende.
Mit dem Update soll sich das System viel stärker an das Verhalten der Smartphone-App oder der Web-Dienste von Google anpassen – genau dort waren die Verknüpfungen mit Kalender, E-Mails und Co. schon bisher aktiv.
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Android Auto wird smarter: Google stellt umfangreiches Update mit Gemini-Integration vor
Im Blogbeitrag nennt Google konkrete Beispiele: Ihr könntet Gemini etwa nach dem Gate für euren Flug fragen, um euch per Maps direkt dorthin navigieren zu lassen, oder die Route zu einem Arzttermin anfordern, ohne zusätzliche Details zu nennen – vorausgesetzt natürlich, die Termindaten schlummern in eurem Google-Kalender oder Gmail-Postfach.
Für Google ist das natürlich auch ein geschickter Hebel, um euch noch fester an das eigene Ökosystem zu binden: Je mehr Dienste ihr verknüpft, desto nützlicher wird der Assistent.
Google verrät was die Funktion alles kann
Laut Google liegen die Kernstärken in zwei Bereichen: Die KI kann gezielte Details aus einer E-Mail, einem Foto oder einem gespeicherten Ort herausfiltern und gleichzeitig logische Verknüpfungen zwischen mehreren dieser Quellen herstellen.
Zu den weiteren Beispielen zählt laut Google etwa die Aufforderung: »Finde die Waschanlage von dem Foto, das ich letzte Woche gemacht habe, und navigiere mich dorthin.« Ebenso könnt ihr euch zu einem Restaurant führen lassen, das euren gewohnten Vorlieben entspricht, oder nach einem Café fragen, über das ihr zuvor schon mit Gemini gesprochen habt.
Habt ihr die sogenannte persönliche Intelligenz bereits in der Gemini-App aktiviert, übernimmt Google diese Einstellungen nach eigenen Angaben automatisch für das Auto.
Google betont den Datenschutz
Einem KI-Assistenten Zugriff auf Posteingang, Urlaubsfotos und Suchverlauf zu gewähren, ist verständlicherweise heikel. Google betont, dass keine Verknüpfung ohne eure ausdrückliche Zustimmung erfolgt und ihr das Feature jederzeit in den Einstellungen von Gemini deaktivieren könnt.
Zudem lässt sich auswählen, welche Apps gekoppelt werden sollen. In Fahrzeugen mit fest integriertem Google-Betriebssystem werden personalisierte Antworten laut Google obendrein nur dann ausgespielt, wenn euer Smartphone aktiv verbunden ist.
Ohne die persönliche Intelligenz funktionieren Navigation, Musikwiedergabe, Anrufe und allgemeine Wissensfragen wie gewohnt weiter – eben nur ohne personalisierten Kontext.
Unterm Strich gilt: Je mehr der Assistent über euch weiß, desto passgenauer fallen die Antworten aus. Dafür gewährt ihr ihm allerdings auch Einblick in sensible Daten der angebundenen Dienste. Ob euch dieser Komfort den Einblick wert ist, müsst ihr selbst abwägen.
Nicht nur für Android Auto: So nutzt ihr die Gemini-Funktion auf dem iPhone
Gemini erreicht auch Autofahrende, die auf Apples CarPlay setzen. In Google Maps unter CarPlay könnt ihr Gemini künftig per Spracheingabe Fragen stellen – etwa zum Namen einer Sehenswürdigkeit oder dazu, wie voll ein Zielort gerade ist.
Das Feature ist in den USA bereits freigeschaltet, ein weltweiter Rollout soll folgen. Dabei handelt es sich um eine eigenständige Funktion abseits der persönlichen Intelligenz, die möglich wurde, nachdem Apple in iOS 26.4 Sprachassistenten von Drittanbietern für CarPlay freigegeben hat.
Nun seid ihr gefragt: Haltet ihr die neuen Funktionen von Gemini in Android Auto für vielversprechend? Oder würdet ihr so einem System nicht über den Weg trauen? Hinterlasst gerne einen Kommentar!


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