George Lucas sagt, dass KI die Zukunft des Filmemachens ist: »Ihr könnt rein gar nichts dagegen tun«

Der Star-Regisseur sieht in der neuen Technologie viele Chance und steht ihr positiv gegenüber.

George Lucas hat eine klare Meinung zur Nutzung von Technologie bei der Erstellung von Filmen (Bildquelle: Star Wars Lucasfilm) George Lucas hat eine klare Meinung zur Nutzung von Technologie bei der Erstellung von Filmen (Bildquelle: Star Wars / Lucasfilm)

Wer sich gegen Künstliche Intelligenz im Filmgeschäft wehrt, gleicht laut dem Star-Regisseur George Lucas jemandem, der im Zeitalter des Automobils stur an Pferd und Kutsche festhält.

Mit diesem Vergleich meldet sich der Star-Wars-Schöpfer in einem ausführlichen Interview mit dem Kulturmagazin A Rabbit’s Foot zu Wort und möchte so Kritikern des KI-Booms in der Filmindustrie den Wind aus den Segeln nehmen.

Während Hollywood noch über die ethischen und kreativen Folgen der Nutzung von KI streitet, erklärt der 81-jährige Filmpionier die Künstliche Intelligenz schlichtweg zur unausweichlichen Zukunft des Kinos.

KI werde das Filmemachen drastisch erleichtern und selbst wenn man dagegen sei, könnte man trotzdem »rein gar nichts« gegen den unaufhaltsamen Aufstieg tun.

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Kutschen, Autos und die immer wiederkehrende Technik-Panik

Wenn es nach dem Schöpfer von Star Wars und Indiana Jones geht, wiederholt sich die Geschichte. Gegenüber A Rabbit's Foot zieht er einen drastischen Vergleich, um die aktuelle Panikmache rund um KI zu entkräften:

Es ist in etwa so, als würde man hier sitzen und sagen: Nun, ich glaube, das Pferd und die Kutsche sind wirklich das Wahre. Diese Autos gehen kaputt, sie brauchen Benzin, es gibt alle möglichen Probleme mit ihnen, und schon bald wird man sie zu Panzern umbauen, und dann werden sie Menschen töten. Es ist furchtbar.

Für Lucas ist die Sache klar: Der Wandel kann nicht aufgehalten werden. Statt stur nur auf die negativen Aspekte hinzuweisen, konzentriere er sich lieber auf den Nutzen der neuen Technologie. KI bedeute schlichtweg, dass es »viel einfacher für uns wird, Filme zu drehen«. Es sei der Fortschritt, es sei die Zukunft.

Dass der 81-Jährige nicht mit aller Macht an der Vergangenheit festhält, bewies er bereits, als er mithalf, den digitalen Filmschnitt und CGI-Effekte in Hollywood zu etablieren.

Im Interview erzählt er von Diskussionen mit traditionellen Kollegen aus der Film Foundation, die darauf beharrten, niemals digital zu drehen, weil schließlich auch Meisterwerke wie Lawrence von Arabien (1962) auf analogem Zelluloid gebannt wurden. Lucas' Antwort darauf war simple: »Nein, es ist Kino. Es ist das bewegte Bild. Das ist es, was es ist. Es ist keine Technologie, es ist eine Idee.«

Auch zu den Gefahren und Unsicherheiten bei der Verwendung von KI hat der Star-Regisseur eine klare Meinung, und die lautet KI. Anders als Menschen sei KI eben in der Lage herauszufinden, ob etwas echt oder per KI-erstellt sei. Menschen seien auch bei der Verwendung von KI verantwortlich. Wenn man etwas Illegales damit erschaffen würde, müsste man halt dafür bestraft werden.

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Trotz seines Rufs als Technik-Pionier geht es George Lucas nicht um die Werkzeuge selbst. Egal, ob analoge Kameras, Greenscreens oder eben Künstliche Intelligenz – sie alle dienen für ihn nur einem einzigen Zweck. »Kunst ist ein emotionales Medium«, fasst Lucas zusammen. Am Ende des Tages gelte im Filmbusiness nur eines: »Was man letztendlich verkauft, ist Emotion«


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