Gigabyte denkt über einen eigenen Gaming-Handheld nach. Das bestätigte CEO Eddie Lin in einem Interview mit PCWorld während der CES 2026 in Las Vegas. Der taiwanische Hardware-Konzern, einer der führenden Hardwarehersteller weltweit, beobachtet demzufolge den boomenden Markt für mobile PC-Spielekonsolen intensiv.
Lin macht allerdings auch unmissverständlich klar: Ein »Aorus«-Handheld wird es nur geben, wenn Gigabyte etwas Eigenständiges entwickeln kann.
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2026: Das Schicksalsjahr für Gaming-Handhelds
Gigabyte will kein »Wir auch«-Produkt
Grundsätzlich erklärt Lin, dass das »Bauen eines Handheld-Geräts nicht schwer ist« und verweist auf zahlreiche chinesische Hersteller, die bereits entsprechende Geräte produzieren.
Die eigentliche Herausforderung liege woanders: »Die richtige Frage liegt in der Differenzierung: Was können wir anders machen?« In diesem Kontext pocht der CEO darauf, die Markenidentität zu waren und nicht einfach nur ein »Wir auch«-Gerät auf den Markt zu werfen.
Diese Haltung begründet sich beim bloßen Blick auf den aktuellen Markt. Mit dem Steam Deck, dem Asus ROG Xbox Ally X, dem Lenovo Legion Go 2 und dem MSI Claw existieren bereits zahlreiche etablierte Gaming-Handhelds, die jeweils eigene Stärken ausspielen.
Entsprechend nennt Lin keinen Zeitraum, an dem ein solches Gigabyte-Handheld – etwa unter dem Aorus-Banner – auf den Markt kommen könnte. Aktuell wäre dem Unternehmen aus wirtschaftlicher Sicht ohnehin zu empfehlen, mit einem neuen Release zu warten.
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Schließlich macht die Speicherkrise auch vor dem Handheld-Markt mutmaßlich keinen Halt; der teuer gewordene Speicher führt bereits bei zahlreichen Produktgruppen dazu, dass Konfigurationen entweder eingekürzt oder die Modelle an sich teurer werden.
Dafür könnte (eine Entspannung des überhitzten Marktes vorausgesetzt) Gigabyte sich auf die Fortschritte kommender APU-Generationen stürzen: Intel scheint mit der Panther-Lake-Generation einen mehr als ordentlichen Job zu machen, während AMD bereits seit vergangenem Jahr mit der Strix-Halo-Serie einen guten Eindruck hinterlässt und das Portfolio schon in den kommenden Monaten erweitern will.
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