Verzicht auf schnelles Internet: Darum steigen viele Deutsche nicht auf Glasfaser um [Best of GameStar]

DSL wird laut einer Umfrage trotz voranschreitenden Glasfaserausbau auch in den nächsten Jahren bei den Anschlüssen dominieren.

Der Wechsel zu Glasfaser läuft langsamer als angedacht und das hat laut einer Umfrage drei Hauptgründe. Foto: escapechenpixelio.de Der Wechsel zu Glasfaser läuft langsamer als angedacht und das hat laut einer Umfrage drei Hauptgründe. Foto: escapechen/pixelio.de

Bereits 2030 soll ganz Deutschland mit Glasfaser versorgt sein. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2024 des Beratungsunternehmens BearingPoint GMBH wird Glasfaser bis dahin weniger als erwartet nachgefragt.

Im Detail:

  • Ende 2024 konnten rund 32 Prozent der Haushalte Glasfaser buchen.
  • Nur 18 Prozent der Haushalte haben dies aber in Anspruch genommen.
  • Die Differenz zwischen Verfügbarkeit und Nutzung soll bis 2030 auf rund 51 Prozent ansteigen.

Drei Hauptgründe sprechen gegen Wechsel zu Glasfaser

Über 60 Prozent der Teilnehmer an der Studie planen keinen Wechsel oder sind sich unsicher.  

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Vor allem drei Gründe wurden von den Teilnehmern der Studie genannt:

  • Zufriedenheit mit dem aktuellen Tarif.
  • Hohe Kosten von Glasfaser und Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Fehlende Informationen zu Glasfaser und dem Mehrwert der neuen Technologie.

Zufriedenheit mit dem aktuellen Tarif und Kosten

Die Teilnehmer der Studie wurden nach den laufenden Kosten sowie der Zufriedenheit mit dem Internetanschluss befragt.

Glasfaser schnitt bei der allgemeinen Zufriedenheit am besten ab, gefolgt von DSL und Kabelinternet.  

Am günstigsten nutzten DSL-Kunden den Zugang zum Internet. Für Kabel wird nur unwesentlich mehr verlangt, während Glasfaser im Vergleich zu DSL im Durchschnitt 11 Prozent mehr kostet.

Fehlende Informationen und Beratung

In der Umfrage wurden die Teilnehmer auch nach den Kommunikationsmaßnahmen gefragt. Hierbei stellt sich heraus, dass die Wechselbereitschaft stark von den bereitgestellten Informationen abhängt.

So planten nur 22 Prozent der Teilnehmer, die keine Informationen erhalten haben, einen Wechsel zu Glasfaser.

Laut der Studie steigt die Wechselbereitschaft, sobald Informationen bereitgestellt werden. Mehr als die Hälfte der Befragten, die mit Werbung und Marketingmaßnahmen in Berührung kamen, gab an, auf Glasfaser wechseln zu wollen.

Laut BearingPoint könnte eine Verbesserung der Kommunikationsmaßnahmen die Bereitschaft auf Glasfaser zu wechseln steigern.

Beim Thema Glasfaser kann es frustierende Situationen geben. Doch ein neues Urteil soll zumindest in einem Bereich helfen: Glasfaser-Anbieter dürfen Vertragsstart nicht mehr künstlich hinauszögern. Für manche potenzielle Nutzer war das wohl auch eine große Abschreckung, wenn sie die Storys von anderen oder über Social Media mitbekamen. So beginnt die Vertragslaufzeit dann auch direkt am ersten Tag.

Nun seid ihr gefragt. Nutzt ihr Glasfaser schon oder plant einen Wechsel? Oder seid ihr mit eurem jetzigen Internetanschluss zufrieden? Schreibt uns dazu gerne einen Kommentar.

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