Gruselige graue Herren, die den Menschen ihre Zeit klauen. Nicht gerade der Stoff, aus dem fröhliche Kindergeschichten gemacht sind, aber die eigentliche Botschaft des Romans Momo
von Michael Ende bleibt allgegenwärtig. Gerade in der heutigen Zeit ist sie wohl aktueller denn je.
Erst im Oktober 2025 schaffte es die Story das zweite Mal auf die große Leinwand. Diesmal mit Hobbit-Star Martin Freeman als Meister der Zeit. Ab sofort könnt ihr euch den Streifen endlich auf Netflix anschauen, und ein Blick lohnt sich allemal.
Derzeit befindet sich der Film in Deutschland sogar auf Platz 2 der Netflix-Charts (Stand: 5. August 2026).
Worum geht’s in Momo?
Kurz und knackig: Das kleine Mädchen Momo (Alexa Goodall) lebt in den Ruinen eines Amphitheaters, wo sie den Besuchern nur allzu gerne ihre Zeit schenkt und ihnen aufmerksam zuhört.
Eines Tages tauchen gruselige, graue Gestalten in der Stadt auf und unterbreiten den Menschen die Möglichkeit, ihre Zeit effektiv zu sparen. Während die Menschen bis zur Erschöpfung arbeiten und »unnütze Tätigkeiten« wie Ausflüge mit der Familie hinten anstellen, reißen sich die hinterlistigen Wohltäter die gesparte Zeit selbst unter den Nagel.
Momo ist die Einzige, die die Machenschaften durchblickt und sucht sich Hilfe beim Hüter der Zeit und des Alters, Meister Hora (Martin Freeman), und seiner sprechenden Schildkröte Kassiopeia.
Hier könnt ihr euch einen Trailer zum Film anschauen:
1:55
Momo: Michael Endes Fantasy-Klassiker kehrt 2025 in deutsche Kinos zurück
Warum ihr Momo mindestens einmal gesehen haben solltet
Wir leben in gehetzten Zeiten, in der Zeitmanagement das A und O ist. Doch Momo lehrt uns, dass Zeit keine messbare Ressource ist. Sie ist kein Eigentum, dass wir sparen oder so effektiv wie möglich nutzen müssen:
Denn Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen. – Zitat aus Momo
Autor Michael Ende behandelte in seinem Roman schon 1973 ein sehr emotionales Thema, das in der Neuverfilmung von Christian Ditter (How to Be Single, Biohackers) mit der heutigen Zeit verbunden wird. Die grauen Gestalten nutzen natürlich futuristische Technologie, um die Zeit zu sparen und die Leute von ihrer Agenda zu überzeugen.
Momo ist der perfekte Film für einen Familienabend auf der Couch. Auch wenn die jüngere Generation mit der Botschaft des Films vielleicht noch nicht allzu viel anfangen kann, gibt es mit der Welt von Meister Hora eine wunderschöne Fantasy-Kulisse zu sehen, die so manche ins Staunen bringen kann.
Falls ihr noch einmal genau nachlesen möchtet, was der Film gut und was schlecht macht, schaut doch gerne in unserer Filmkritik vorbei:
In der obigen Box verlinken wir euch zusätzlich noch zwei Interviews, die wir mit den Hauptdarstellern des Films Alexa Goodall (Lockwood & Co.), Martin Freeman und Araloyin Oshunremi (Heartstopper) geführt haben. Dort hat Freeman unter anderem darüber gesprochen, was die Verfilmung seiner Meinung nach auch noch 52 Jahre später so relevant macht.
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