In einem neuen Blog-Eintrag spricht Googles Vize-Präsident für Privatsphäre, Sicherheit und Schutz Evan Kotsovinos einen dringenden Rat aus: Verzichtet beim Login zu eurem Gmail-Konto (und auch bei anderen Accounts) möglichst auf Passwörter.
Wie ihr eine der beiden empfohlenen Alternativen in Form von Passkeys einrichtet, erfahrt ihr im folgenden Guide:
Um die Relevanz von besonders sicheren Schutzmaßnahmen für die eigenen Accounts zu unterstreichen, geht der Blog-Eintrag zuvor auf die aktuelle Situation in den USA ein:
- Demnach haben 60 Prozent der US-Verbraucher eine Zunahme von Betrugsfällen im letzten Jahr wahrgenommen und ein Drittel war selbst von einer Datenverletzung betroffen.
- Am häufigsten geschah dies über Textnachrichten, aber zu 61 Prozent waren auch E-Mails bei den Betrügern das Mittel der Wahl.
- Gleichzeitig nutzen viele Menschen weiterhin potenziell anfällige Login-Methoden wie Passwörter (wenn auch oft gepaart mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung). Bei 60 der Generation X und der Babyboomer soll das der Fall sein.
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Welche Alternativen zu Passwörtern gibt es?
Kotsovinos legt euch nahe, vor allem auf zwei Alternativen zu setzen:
- Passkeys (Passwortlose Anmeldemethode, bei der stattdessen Entsperrmethoden von Geräten wie Handys zum Einsatz kommen, etwa der eigene Fingerabdruck)
- Sign in with Google (bei Webseiten und Diensten kann man sich immer häufiger mit seinem Google-Konto anmelden statt überall ein neues Konto anlegen zu müssen)
Dass Google selbst auch zu der zweiten Methode rät, kommt sicher nicht überraschend, schließlich basiert sie auf Konten bei der Firma. Generell kann diese Art der Anmeldung aber in der Tat sehr sicher sein und gleichzeitig verhindern, zu viele verschiedene Konten und Logins verwalten zu müssen.
Der Rat zu den passwortlosen Passkeys hat vor allem zum Hintergrund, dass Betrugsmaschen zur Eingabe des eigenen Passworts verleiten können. Passkeys sieht Google dagegen als besonders Phishing-resistent an.
Ebenfalls vorteilhaft dabei ist, dass man keine Datenbank mit möglichst vielen verschiedenen und komplizierten Passwörter mehr verwalten muss.
Wer auf solche Passwörter in Kombination mit 2FA setzt und wachsam gegenüber Phishing-Angriffen ist, der dürfte auch so bereits gut geschützt sein. Mehr Sicherheit ist am Ende aber immer besser.
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