Wer regelmäßig Nachrichten und soziale Medien verfolgt, kann fast nicht anders als zu denken, die Welt ist ein düsterer Ort.
Dabei gibt es auch so viel Schönes, das jetzt gerade in diesem Moment geschieht – man muss es nur sehen. Das ist allerdings gar nicht so leicht, da negative Schlagzeilen das Internet dominieren. Das ergibt zwar auch Sinn, weil diese Dinge eben gerade passieren und relevant sind, aber nicht selten überschatten sie die positiven Nachrichten aus der Welt.
Ich habe vor Kurzem eine App entdeckt, die dieses Problem angeht und die ich jedem ans Herz legen kann – ein wenig Optimismus im Alltag tut uns allen gut.
Wer steckt hinter Good News?
Die Good-News-Redaktion besteht aus drei Personen aus Deutschland: Bianca Kriel, Selina Mahoche und Sophie Seyffert.
Gemeinsam durchsuchen sie täglich das Internet nach guten Nachrichten und präsentieren sechs davon in der Good News-App (für iOS und Android) oder auf der Webseite.
Weil Menschen deutlich stärker auf negative Nachrichten reagieren als auf positive, dominieren ebensolche das Internet; sie werden stärker diskutiert und häufiger angeklickt.
Good News möchte deswegen gegensteuern. Die konstante Flut von Negativschlagzeilen kann das Weltbild vieler Menschen verzerren. So möchte die kleine Redaktion Menschen helfen, eine konstruktive Perspektive auf die Welt zu bekommen.
Good News ist außerdem vollständig von freiwilligen Beiträgen finanziert und nicht gewinnorientiert – und sie haben sogar einen Podcast:
Link zum Spotify-Inhalt
Für mehr Optimismus: Good News statt Google News
Für meinen Job ist es unerlässlich, dass ich am Puls der Zeit dran bleibe und täglich das Nachrichten-Karussell durch Google News und Discover besuche. Selbst in der Tech-Welt gibt es vor den negativen Schlagzeilen kein Entkommen – hat da jemand »Speicherkrise« gesagt?
Es ist auf jeden Fall wichtig, dass wir und andere Plattformen unsere Leser und Leserinnen darüber informieren, aber es ist auch vollkommen verständlich, auch mal das Bedürfnis zum Abschalten zu haben; das habe ich auch.
Aus diesem Grund habe ich für mich zwei Maßnahmen getroffen, die perfekt für mich funktionieren und die vielleicht auch für euch interessant sein können.
Good News statt Google News: Die App von Good News ist Teil meiner täglichen Routine geworden und über meinen Home-Bildschirm mit nur einem Fingertipp erreichbar. Die Google News und andere Nachrichten rufe ich ausschließlich über meinen Laptop oder den Arbeits-PC auf.
Die App selbst ist super ordentlich aufgebaut. Es gibt täglich einen sympathischen Einleitungstext der Redaktion, und dann kann man durch die heutigen sechs guten Nachrichten des Tages wischen.
Dabei kann man zwischen englischen und deutschen Nachrichten wechseln und verschiedene Kategorien auswählen.
Endlich gute Nachrichten statt wortwörtlichem Doom-Scrolling.
Kein Social-Media auf dem Handy: Ich habe alle Social-Media-Apps von meinem Handy gelöscht und nutze sie nur noch bewusst auf meinem Laptop. Mein Smartphone nutze ich dadurch deutlich achtsamer und wenn ich doch mal aus Langeweile dazu greife, erwarten mich gute Nachrichten.
Zusätzlich nutze ich einen sehr minimalistischen Launcher, den Niagara Launcher, der einen Schnellzugriff-Button auf meinem Home-Bildschirm platziert. Über diesen öffne ich schnell die Good-News-App.
Passend zum Thema:
- Handys aus Deutschland und Europa – 11 Hersteller abseits von Samsung, Apple, Xiaomi & Co., die ihr kennen solltet
- Doomscrolling: 4 Tipps, mit denen ihr Instagram und Co. zu einem schöneren Ort macht
Wir können alle etwas mehr Optimismus vertragen
Wir werden die großen Probleme der Welt nicht durch eine App lösen.
Aber wir ändern die Art und Weise, wie wir ihnen begegnen. Wenn wir verlernen, das Gute zu sehen, verlieren wir vielleicht auch die Motivation, uns dafür einzusetzen.
Die Good News-App ist für mich kein Weglaufen vor der Realität, sondern eine kleine Rückkehr zu einer verloren gegangenen Balance.
Und mal ehrlich: Ein wenig mehr Optimismus können wir 2026 doch alle gebrauchen, oder?
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.