Google arbeitet scheinbar intensiv an einem neuen Betriebssystem, das die digitale Landschaft des Unternehmens neu definieren soll. Entwickelt wird es unter dem internen Codenamen Aluminium OS
. Das Projekt sieht dabei eine weitreichende Verschmelzung von ChromeOS und Android vor, um ein einziges, vereinheitlichtes System zu schaffen.
Das Fachmedium Android Authority spielte eine entscheidende Rolle bei der Aufdeckung der Details und der Bestätigung des Codenamens.
Die Berichte, die sich auf interne Dokumente stützen, enthüllten, dass Aluminium OS als ein Android-basiertes Betriebssystem konzipiert wird, dessen Architektur auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz setzen soll. Das schließt im Besonderen natürlich primär die tiefe Integration von Googles Gemini-Modellen ein.
Dieser strategische Schritt wurde bereits von Google-Führungskräften auf dem Qualcomm Snapdragon Summit im September 2025 angedeutet. Dort bekräftigten unter anderem Rick Osterloh, Senior VP of Devices and Services, und Sameer Samat, Präsident des Android-Ökosystems, die Notwendigkeit, Android auf den PC-Sektor auszudehnen.
Neu ist allerdings, dass Google offenbar auch auf den High-End-PC-Markt schielt. Das ist ein deutlicher Bruch mit der bisherigen Hauptstrategie von ChromeOS, die vorrangig im Bildungs- und Budget-Segment angesiedelt war.
Grund für diese Annahme ist eine Stellenausschreibung, in der Google einen Senior Produkt-Manager für Aluminium-OS-basierte Geräte sucht. Dort ist unter anderem die Rede von den folgenden Geräteklassen, die vermutlich auf die angepeilten Preiskategorien hinweisen. Genannt werden:
- Chromebook
- Chromebook Plus
- AL Entry
- AL Mass Premium
- AL Premium
Diese Nomenklatur könnte darauf hinweisen, dass man bei Google tatsächlich auch in direkte Konkurrenz zu Premium-Laptops
mit Windows und MacOS treten möchte. Der bekannte Name Chromebook
wird dann künftig wohl den Einstiegsmodellen vorbehalten bleiben.
Die Markteinführung von Aluminium OS wird in der Branche für das Jahr 2026 erwartet. Experten werten das Projekt als einen entschlossenen Versuch von Google, die Fragmentierung zwischen seinen mobilen und Desktop-Plattformen zu beenden und ein KI-zentriertes Ökosystem zu etablieren.
Die Zukunft von ChromeOS
Das bereits erwähnte Stellenangebot von Google ist eine sehr ergiebige Informationsquelle, so kann man diesem auch entnehmen, dass der gesuchte Senior Product Manager sich ausdrücklich um die Chrome OS und die Aluminium OS Plattformen kümmern soll.
Das könnte bedeuten, dass beide Betriebssysteme zumindest für eine Übergangszeit noch parallel existieren werden. Möglich wäre auch, dass der bereits bekannte Name Chrome OS bestehen bleibt und sich quasi nur der Unterbau ändert.
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Das könnte aber zu einem Problem werden, wenn man wirklich gegen hochpreisige Konkurrenz aus dem Hause Microsoft und Apple antreten möchte. Denn Chrome OS verbinden die meisten eben mit besonders günstigen Rechnern.
Ich persönlich würde daher davon ausgehen, dass Google mit dem neuen Betriebssystem auch einen neuen Namen einführen wird. Die Bezeichnung Chrome OS könnte vielleicht als abgespeckte OS-Version für den Bildungsbereich und leistungsschwächere Einstiegsgeräte erhalten bleiben.
Denn genau in diesem Bereich hat sich Google schon einen Namen gemacht und es ist nicht davon auszugehen, dass man dieses Segment aufgeben wird.
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