Schnell eine Frage eintippen und die Antwort direkt ganz oben lesen – so bequem Googles Suche ist, so trügerisch kann sie noch immer sein, davor haben wir schon im letzten Jahr gewarnt.
Laut einer aktuellen Analyse der New York Times erhalten die KI-Übersichten der Suchmaschine derzeit weiterhin in rund zehn Prozent aller Fälle inhaltliche Fehler oder sogar freie Erfindungen.
Bei dem großen weltweiten Suchaufkommen würde dies Millionen von falschen Informationen pro Stunde bedeuten, so die Zeitung.
Doch die Auswertung liefert auch eine gute Nachricht: Im direkten Vergleich zur Vorgängerversion hat Google die Fehler deutlich reduziert und damit die Qualität der KI-Antworten verbessert.
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KI-Suche bei Google: So sieht der neue AI-Mode genau aus
Eine Studie zeigt Schwächen auf
Die Studie, durchgeführt vom KI-Startup Oumi im Auftrag der New York Times, fütterte die Google Suche mit einer standardisierten Liste von 4.000 Fragen, für die es eindeutige Antworten gibt.
Gut zu wissen: Die KI-Übersicht wird bei vielen Suchanfragen prominent von Google eingeblendet. Es handelt sich hierbei um eine KI-generierte Antwort auf die Anfrage des Nutzers.
Während die Vorgänger-KI 85 Prozent aller Fragen korrekt beantwortet hat, und damit in 15 Prozent aller Fälle daneben lag, stieg die Erfolgsrate beim jetzigen Modell auf 91 Prozent an. Damit sank die Fehlerquote auf rund neun Prozent ab.
Auch wenn dies eine deutliche Verbesserung ist, bedeutet eine Fehlerquote von rund neun Prozent immer noch eine tägliche Fehlerquote in absoluten Zahlen von vielen Millionen, berichtet die New York Times.
Rund die Hälfte aller Fehler enthielt Informationen, die auf den verlinkten Webseiten so nicht zu finden waren. Für Experten wie Pratik Verma, Geschäftsführer von Okahu, einem Unternehmen, das Menschen dabei hilft, KI-Technologien zu verstehen und anzuwenden, ist es daher unabdingbar, dass Nutzer die Antworten von KI-Systemen überprüfen.
Mehr zum Thema: Keine Lust auf Googles KI-Übersicht? Ich zeige euch zwei einfache Wege, wie ihr sie abschalten könnt
Fazit der Redaktion
Auch wenn eine Fehlerquote von rund neun Prozent zeigt, dass wir noch ein gutes Stück von einer unfehlbaren Suchmaschine entfernt sind, zeigt der Trend deutlich in die richtige Richtung.
Für Google und andere KI-Unternehmen dürfte die Reduzierung der Fehlerquote bei KI-Antworten weiterhin eine der wichtigsten Herausforderungen sein.
Bis die Technologie völlig verlässlich arbeitet, gilt im Alltag weiterhin eine simple Grundregel: Ohne das Faktenchecken geht es vor allem bei wichtigen Themen momentan noch nicht.
Nun ist eure Meinung gefragt. Nutzt ihr KI-Suchergebnisse bereits oder vermeidet ihr sie so gut es geht? Schreibt uns dazu gerne einen Kommentar.
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