Die Entwicklung, Einführung und Verbreitung von künstlicher Intelligenz verändern gerade rasant viele Bereiche unseres täglichen Lebens. Durch die neue Technologie ist in den vergangenen Jahren der Energiebedarf extrem gestiegen, was jetzt nie dagewesene Investitionen nach sich zieht.
Google investiert in Wasserkraft
Am 15. Juli 2025 hat Google einen Vertrag über 3 Milliarden US-Dollar mit dem Unternehmen Brookfield Asset Management unterzeichnet. Der Vertrag umfasst zwei Wasserkraftwerke in Pennsylvania und verschafft dem Tech-Giganten Zugang zu bis zu drei Gigawatt Wasserkraft in den USA (via Xataka).
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Es handelt sich dabei um den weltweit größten Unternehmensvertrag dieser Art für Wasserkraft.
- Die Kraftwerke liefern zunächst knapp 670 Megawatt.
- Durch Modernisierungen und Ausbauten soll der Output aber auf etwa 3 Gigawatt steigen.
- Zusätzlich wird Google in den kommenden zwei Jahren satte 25 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren in Pennsylvania und den angrenzenden Bundesstaaten investieren.
Ein schmaler Grat: Die Investition zeigt, welche Ausmaße die Entwicklung von KI auf den Energiebedarf hat. Schon jetzt ist der Verbrauch der großen Technologieunternehmen größer als je zuvor. Bis 2030 wird die Datenverarbeitung in den USA mehr Energie verbrauchen als die Herstellung von Aluminium, Stahl, Zement und Chemikalien zusammen.
Gleichzeitig sind die großen KI-Player auch bemüht, die Umweltauswirkungen der neuen Technologie zu regulieren. Saubere und nachhaltige Energiequellen sind also besonders gefragt. Bisher lag der Fokus dabei vor allem auf Wind- und Solarenergie. Wasserkraft hat hingegen den Vorteil, unabhängig von der Jahreszeit und dem Wetter konstant Energie liefern zu können.
Zudem kommt in den USA die Politik von Präsident Donald Trump erschwerend hinzu. Wasserkraftprojekte werden noch bis 2036 durch Steuervergünstigungen gefördert. Wind- und Solarprojekte verlieren diese Anreize, wenn sie nicht vor Ende 2027 ans Netz gehen.
Erst der Anfang: Der Energiebedarf wird in den kommenden Jahren noch weiter steigen und Investitionen wie diese werden wohl noch öfter getätigt werden. Die Unternehmen müssen eine konstante Versorgung gewährleisten, wenn sie ihre KI-Produkte flächendeckend anbieten möchten.
Einerseits bietet das Potenzial, dass endlich mehr in den Ausbau und die Entwicklung von erneuerbaren Energien investiert wird. Andererseits sind auch Konflikte quasi vorprogrammiert. Schon jetzt wirkt sich der erhöhte Bedarf etwa auch auf den Strompreis in den USA aus. Hier Lösungen zu finden, wird eine der größten Herausforderungen der »KI-Revolution«.
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