Verschlüsselung gegen die Rechner von morgen: Wer seine Mails in sicheren Händen wissen will, könnte mit dieser Gmail-Alternative glücklich werden

Mit seinem neuen Update verspricht Protonmail eine Verschlüsselungsmethode, die sogar Quantencomputer zum Verzweifeln bringt.

Die Gmail-Alternative Protonmail setzt auf Post-Quanten-Verschlüsselung, um eure Daten zu sichern. (Bildquelle: Proton) Die Gmail-Alternative Protonmail setzt auf Post-Quanten-Verschlüsselung, um eure Daten zu sichern. (Bildquelle: Proton)

Viele E-Mail-Dienste setzen auf unterschiedliche Ansätze, wenn es um die Verschlüsselung eurer Daten geht. Die Gmail‑Alternative Protonmail bietet euch mit dem neuesten Update jetzt eine Form der Datensicherheit an, bei der nicht mal Quantencomputer mitlesen könnten.

Dafür setzt Proton auf die sogenannte »Post-Quantum-Cryptography« (PQC) und sperrt somit selbst Computer aus, die noch nicht einmal gebaut sind.

Als Grund, weshalb ihr bereits jetzt eure Mails mit der futuristischen Verschlüsselungsmethode sichern könnt, gibt Proton eine einfache Erklärung: Hacker und Angreifer könnten eure verschlüsselten Daten schon jetzt stehlen, zwischenspeichern und in der Zukunft mit einem Quantencomputer entschlüsseln.

IBMs Kryostat und 50-Qubit Quanten-Computer-Chip ausgestellt auf der CES 2018 (Bildquelle: »IBM Q quantum Computer« von Lars Plougmann, CC BY-SA 2.0) IBM's Kryostat und 50-Qubit Quanten-Computer-Chip ausgestellt auf der CES 2018 (Bildquelle: »IBM Q quantum Computer« von Lars Plougmann, CC BY-SA 2.0)

Die meisten Mail-Anbieter, wie auch Google, setzen standardmäßig auf ein TLS-Protokoll, das eure Nachrichten mit modernen Algorithmen vor Computerangriffen schützt. Sollte es eines Tages voll funktionsfähige Quantencomputer geben, wären diese jedoch in der Lage, innerhalb kürzester Zeit eure Daten zu entschlüsseln und somit zu stehlen – weshalb auch Google seit 2016 an einer PQC-Verschlüsselung arbeitet.

Proton selbst sieht die Zeit der Quantencomputer noch weit entfernt, möchte als nun aber den ersten Schritt in Richtung zukunftsorientierte Datensicherheit gehen und sich somit von Google und Co. abheben.

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Das Update mit der PQC-Verschlüsselung ist daher kostenfrei bei Proton nutzbar und wird mit der Zeit aktiviert. Sofern ihr das Update bereits erhalten habt, könnt ihr die Verschlüsselung in den Profileinstellungen aktivieren.

Mehr als Science-Fiction: So funktioniert die zukunftsorientierte Verschlüsselung

Im Grunde funktioniert die Post-Quanten-Verschlüsselung ähnlich wie die aktuell verbreiteten Verschlüsselungssysteme. Vereinfacht erklärt liegt der Unterschied darin, dass die PQC-Methode die Verschlüsselung um einen Faktor erweitert, der auf einem mathematischen Problem basiert, das auch ein Quantencomputer nicht lösen könnte.


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In der Praxis werden so beabsichtigt kleine »Fehler« in die Verschlüsselung eingebaut, die für die Supercomputer der Zukunft keine logische Struktur darstellen. Dadurch bleiben weiterhin unbekannte Werte erhalten und eure Daten somit verschlüsselt.

Falls euch das alles zu kryptisch klingt und ihr weiterhin die Standardverschlüsselung von Protonmail nutzen wollt, könnt ihr das problemlos machen. Die PQC-Verschlüsselung wird als eine Erweiterung der Datensicherheit hinzugefügt und kann bei Bedarf an- und ausgeschaltet werden.

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