Unfassbarer Fehler: Einen derart groben Schnitzer beim Einbau einer Grafikkarte haben wir noch nie gesehen

Ein Beispiel eines Verkäufers zeigt, dass es keinen Fehler gibt, den man beim Zusammenbau eines PCs nicht machen kann.

Das Bild steht nur symbolisch für Grafikkarten. Ein Foto der falsch eingebauten GPU könnt ihr weiter unten im Text aufrufen. (Bildquelle: Adobe StockStanisic Vladimir) Das Bild steht nur symbolisch für Grafikkarten. Ein Foto der falsch eingebauten GPU könnt ihr weiter unten im Text aufrufen. (Bildquelle: Adobe Stock/Stanisic Vladimir)

Beim Zusammenbau eines Computers können sich einige Fehler einschleichen. So hatten wir vor über zwei Jahren von einem Spieler berichtet, der einen groben Schnitzer erst nach zweieinhalb Jahren bemerkt hatte.

Bei dem Einbaufehler, um den es in diesem Artikel geht, hat der Betreffende offenbar bis heute nicht gemerkt, dass er etwas falsch gemacht hat. Denn er oder sie bietet den PC inklusive des Fehlers für 600 US-Dollar zum Verkauf an. Aber seht selbst:

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Es drängen sich mehrere Fragen auf:

  • Wie kann so ein grober Fehler unbemerkt bleiben?
  • Wie kann es überhaupt sein, dass man eine Grafikkarte auf diese Weise einbaut – müsste sie nicht brechen?

Die erste Frage ist nicht wirklich zu beantworten, denn wenn etwas derart schief im Rechner steckt, sollten eigentlich sämtliche Alarmglocken läuten. Aber anscheinend ist der PC mehrere Jahre ohne Probleme gelaufen - sofern es sich nicht um einen Fake handelt.

Diesen Rückschluss lässt die verbaute Grafikkarte, eine MSI Geforce GTX 1080 TI Gaming X 11G (Release 2017), zu. Außerdem soll in dem Rechner noch ein Ryzen 7 2700X stecken, der im Jahr 2018 auf den Markt gekommen ist.

Allerdings scheint es sich hier eher um die Intel-Plattform Z270 zu handeln, weshalb nur eine CPU aus der Reihe Core i 7000 in Frage kommt.

Wie kann es überhaupt sein, dass man eine Grafikkarte auf diese Weise einbaut?

Das ist die interessanteste Frage in diesem Fall. Dass die Karte beispielsweise in einem PCIe-x1-Slot sitzt, können wir ausschließen, da sich 3D-Beschleuniger darauf nicht anbringen lassen, wenn sie gleichzeitig in ein Slot des Gehäuses passen sollen.

So wie es aussieht, hat der Verkäufer die Grafikkarte zwar in den richtigen PCIe-Slot auf dem Mainboard eingesetzt, sich aber bei den Gehäuse-Schächten um einen Platz vertan.

Wie das sein kann, ist uns jedoch ein Rätsel. Wir haben uns mehrere Grafikkarten angesehen und probiert, wie weit sie sich verdrehen lassen. Das Ergebnis: Wir können die GPUs um höchstens ein bis zwei Millimeter nach oben drücken, mehr aber auch nicht. Jeder Millimeter mehr dürfte wohl dazu führen, dass die Platine Schaden nimmt.

Gleichzeitig braucht es sehr viel Kraft, um eine Grafikkarte derart falsch zu verbauen. Insofern verwundert es noch mehr, dass der Fehler nicht aufgefallen ist.

Da das Bild zudem keinerlei Biegung der Grafikkarte zeigt, ist eigentlich nur ein Schluss möglich: der oberste PCIe-x16-Slot muss beschädigt worden sein. Aber wie durch ein Wunder läuft der PC offenbar immer noch.

Zumindest gibt das Mainboard keinen Fehlercode aus, der im Falle eines Schadens der Platine erwartbar wäre, sondern lediglich die Temperatur in Höhe von 35 Grad.

Es gibt unseres Erachtens auch keinen Hinweis darauf, dass es sich um Fake handelt. Das Foto sieht echt aus. Das Verhalten des Reddit-Nutzers Sixplixit gibt außerdem keinen Grund, an der Echtheit zu zweifeln.

Denkbar ist noch, dass die Grafikkarte zwar mit Strom versorgt wird und von daher die Beleuchtung aktiviert ist, aber der Spieler unbemerkt jahrelang statt der GTX 1080 Ti die interne Grafikeinheit genutzt hat.

Wobei man meinen möchte, dass die dann vergleichsweise niedrigen FPS-Werte auffallen hätten müssen. Außerdem sollte dann wohl auch das Mainboard einen Fehlercode anzeigen.

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