Vom Rolex-Designer bis zum Oscar-Preisträger: Keine Handymarke hat so eine Geschichte

Dieses Handy ist ein Preis-Leistungs-Hammer, wie er im Buche steht: 7000 mAH-Akku, 200 Megapixel, grandioses Display und zum echten Kampfpreis. Auch beim Design geht es eigene Wege!

Ein günstiges Smartphone, das kaum keiner kennt, ist ein echter Preis-Leistungs-Champion! Ein günstiges Smartphone, das kaum keiner kennt, ist ein echter Preis-Leistungs-Champion!

Handys sind irgendwie langweilig geworden. Apple verschiebt seine Kameras ein wenig, Samsung verändert den Rahmen und Xiaomi baut jedes Jahr einen noch größeren Kamerabuckel auf die Rückseite. Innen wird der Prozessor zehn Prozent schneller, die Kamera etwas besser und hauptsache irgendwo steht das Buzzword »KI«´.

Das sind alles gute Handys, keine Frage. Aber halt irgendwie auch langweilig. Und teuer. Über 1000 Euro für ein Smartphone sind mittlerweile fast schon normal.

Eine vergleichsweise unbekannte Marke verfolgt seit mehreren Jahren einen völlig anderen Ansatz. Nahezu jede Generation bekommt irgendetwas, das es wirklich einzigartig macht. Manchmal ist das ein außergewöhnliches Design, manchmal eine ungewöhnliche Kamera und manchmal eine technische Spielerei. Jetzt ist die neueste Generation da.

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Vom Rolex-Designer über Oskarpreisträger bis hin zum Farbwechsel

Bevor ich auf das neueste Handy eingehe, reisen wir mal kurz in die Vergangenheit, vielleicht versteht ihr dann ja, warum ich das so spannend finde. Wir reden hier von »Realme«. Hier ist das Nische, manch anderen Orts ein Verkaufsschlager. Das waren die vergangenen Generationen dieses Smartphones:

Das fing für mich mit dem Realme 11 Pro+ an. Für dessen Rückseite arbeitete Realme mit Matteo Menotto zusammen, einem ehemaligen Print-Designer von Gucci. Heraus kam ein Smartphone mit beigefarbenem Kunstleder, kupferfarbenen Akzenten und einer auffälligen Ziernaht. Schick!

Beim Realme 12 Pro+ wurde die Idee noch einmal weitergedreht und heraus kam eins der schönsten Handys jemals. Der Luxusuhren-Designer Ollivier Savéo entwarf eine geriffelte Kameralünette, die an das Zifferblatt einer teuren Schweizer Uhr erinnerte. Für die Kamerafilter holte Realme zusätzlich Claudio Miranda an Bord, den Oscar-prämierten Kameramann hinter Life of Pi und Top Gun: Maverick. Obendrauf bekam die Baureihe erstmals ein richtiges Periskop-Teleobjektiv.

Die Kameralünette des Realme 12 Pro+ wurde von einem Designer gestaltet, der sonst für Rolex arbeitete. Die Kameralünette des Realme 12 Pro+ wurde von einem Designer gestaltet, der sonst für Rolex arbeitete.

Das Realme 13 Pro+ machte anschließend einen ziemlich wilden Sprung von Luxusuhren zur Kunstgeschichte. Das Design entstand gemeinsam mit dem Museum of Fine Arts in Boston und orientierte sich an den Gemälden von Claude Monet. Millionen kleiner Schimmerpartikel sollten dessen Pinselstriche und den Umgang mit Licht nachbilden. Gleichzeitig verbaute Realme zwei optisch stabilisierte Sony-Kameras und warb mit der weltweit ersten TÜV-Rheinland-Zertifizierung für ein hochauflösendes Smartphone-Kamerasystem.

Beim Realme 14 Pro+ wurde es wieder verspielter. Die thermochrome Rückseite änderte bei niedrigen Temperaturen ihre Farbe. Dazu kam der MagicGlow-Dreifachblitz, der Personen gleichmäßiger ausleuchten und störende Schatten reduzieren sollte. Ihr konntet also mit dem Finger Muster auf die Rückseite malen. Vollkommen unnötig. Aber auch irgendwie cool.

Das Realme 15 Pro konzentrierte sich stärker auf Software. Der sogenannte AI Edit Genie ließ Fotos über Sprachbefehle bearbeiten: Hintergrund austauschen, Objekte entfernen oder die Jahreszeit verändern. Hinzu kamen drei 50-MP-Kameras, ein spezieller Party-Modus und 4K-Aufnahmen mit 60 Bildern pro Sekunde über sämtliche Kameras.

Jetzt ist das Realme 16 Pro+ da. Und was hat sich Realme dieses Mal ausgedacht?

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200 Megapixel-Kamera, 7.000 mAh-Akku, Snapdragon und ...?

In diesem Jahr ist die große Überraschung weniger ein Designgimmick oder eine Softwarespielerei. Diesmal scheint das Motto zu lauten: »Die anderen können uns mal!«

Denn Realme hat das 16 Pro+ so massig voll mit übertrieben guter Hardware gepackt, dass das schon nach ultimativem Flaggschiff schreit - und das für unter 500 Euro!

Grandiose Handykamera, riesiger 7.000 mAh-Akku, Snapdragon Gen4-Prozessor - das ist in dieser Preisklasse eine Machtdemonstration. Grandiose Handykamera, riesiger 7.000 mAh-Akku, Snapdragon Gen4-Prozessor - das ist in dieser Preisklasse eine Machtdemonstration.

Für weniger als 500 Euro bekommt ihr hier Hardware, die in mehreren Punkten erstaunlich nah an deutlich teurere Oberklasse-Handys herankommt:

  • 200-MP-Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung
  • 50-MP-Telekamera mit 3,5-fach optischem Zoom
  • 50-MP-Frontkamera
  • 7.000-mAh-Akku mit bis zu 80 Watt Schnellladen
  • 6,8 Zoll großes AMOLED-Display mit 144 Hz
  • Snapdragon 7 Gen 4, bis zu 12 GB LPDDR5X-RAM und 512 GB Speicher
  • IP69-Wasserschutz, NFC, eSIM, 5G und Wi-Fi 6

Rein vom Datenblatt her ist das massiv. Aber gleichzeitig muss das alleine ja noch kein gutes Handy ausmachen, denn wir wissen ja: Nur eine hohe Megapixel-Anzahl ist nicht gleichbedeutend mit guten Fotos.

Mehr Megapixel bedeuten zunächst nur, dass ein Sensor ein Bild aus mehr einzelnen Bildpunkten zusammensetzen kann. Das ermöglicht mehr Details und stärkere Ausschnittsvergrößerungen. Ob das Foto am Ende wirklich gut aussieht, hängt aber auch von Sensorgröße, Objektiv, Bildstabilisierung und Software ab.

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Snapdragon, TÜV, 144Hz Display und natürlichere Gesichter auf Fotos

Die zweite Besonderheit ist die neue Bildverarbeitung. Realme nennt das System LumaColor und bewirbt den Algorithmus als branchenweit erste TÜV-zertifizierte Lösung dieser Art. Die Software soll Hauttöne, Licht, Schatten, Hintergrundunschärfe und Gesichtskonturen so aufeinander abstimmen, dass Portraits richtig natürlich aussehen.

Ob die Software dabei wirklich ein Google Pixel oder Samsung Galaxy Ultra schlägt, müsste ein direkter Kameratest zeigen.

Auch die restliche Hardware lässts keine Wünsche offen

Natürliche Farben, gute Zoomfunktionn und physische Bildstabilisierung versprechen echt gute Bilder für die Preisklasse. Natürliche Farben, gute Zoomfunktionn und physische Bildstabilisierung versprechen echt gute Bilder für die Preisklasse.

Das Display misst 6,8 Zoll, löst mit 2.800 × 1.280 Pixeln auf und arbeitet mit bis zu 144Hz. Das ist absolut der Stand der Zeit. Das AMOLED-Panel kann einzelne Pixel vollständig abschalten, wodurch Schwarz tatsächlich schwarz und nicht dunkelgrau dargestellt wird. Realme bewirbt bis zu 6.500 Nits Spitzenhelligkeit. Dieser Wert gilt allerdings nur unter sehr speziellen Bedingungen für kleine Bildbereiche.

Im alltagstauglicheren Helligkeitsmodus nennt der Hersteller bis zu 1.800 Nits – noch immer ein sehr ordentlicher Wert für die Preisklasse. Hinzu kommen schneller 12GB LPDDR5X-RAM und 512 GB UFS-3.1-Speicher.

Unterm Strich ist das zusammengenommen eine echt brutale Ausstattung - insbesondere wenn wir den Preis von unter 500 Euro in Betracht ziehen. Ich kenne gerade zumindest kein Handy, dass so viel für so wenig liefert.

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