Ein alter Handy-Titan ist zurückgekehrt und hat jetzt die wohl beste Smartphone-Kamera auf dem Markt!

Ein alter Handy-Titan ist mit Macht auf den deutschen Markt zurückgekehrt und hat laut unabhängigen Benchmarks die stärkste Handykamera überhaupt. Dieses Smartphone ist einfach insane.

Handykameras sind mittlerweile unfassbar gut. Die Krone ist laut unabhängiger Benchmark dieses Modell. Handykameras sind mittlerweile unfassbar gut. Die Krone ist laut unabhängiger Benchmark dieses Modell.

Ich erinnere mich noch gut an eine Zeit, in der bei fast jeder Smartphone-Kaufberatung am Ende nur dieselben drei Namen fielen: Apple, Samsung und Huawei. Besonders die Kameras der P-Serie waren regelmäßig der Endgegner für die Konkurrenz. Während andere Handys nachts bereits abstrakte schwarze Kunst produzierten, holte Huawei teilweise noch Farben, Gesichter und Details aus der Dunkelheit.

Dann kamen die US-Sanktionen, die Google-Dienste verschwanden und Huawei spielte auf dem deutschen Smartphone-Markt plötzlich nur noch eine Nebenrolle. Der Hersteller war zwar nie komplett weg, verschwand für viele Käufer aber aus dem Blickfeld. Jetzt ist Huawei mit voller Wucht wieder da und was sie hier abliefern, lässt sogar die neuesten iPhones schwitzen!

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Was diese Handykamera leistet glaubt man erst, wenn man es sieht

Mit dem Huawei Pura 80 Ultra meldet sich der ehemalige Handy-Titan wieder zurück. Nicht mit einem möglichst günstigen Preis, einem besonders dünnen Gehäuse oder dem nächsten KI-Tool, das nach drei Wochen niemand mehr benutzt. Man greift genau dort an, wo man früher schon Spitze war: Bei der Kamera.

Damit ihr direkt mal seht, was ich meine, hier drei Bilder, die das auf den Punkt bringen:

Zoom x1 Achtet bei diesem Bild mal auf die alte Mühle oben rechts.

Zoom x3,7 Mit fast vierfachem Zoom sieht man schon deutlich mehr.

Zoom x20 Bitte, was?! Mit 20-fachem-Zoom könnt ihr sogar die Schrift lesen. Kleiner Hinweis: Hier wurde mit Stativ fotografiert, damit nichts verwackelt. Dennoch beeindruckend.

Der 20-fache Zoom ist heftig, findet ihr nicht auch? Natürlich muss ich dabei erwähnen: Ja, das ist ein Herstellerbild und ganz sicher wurde hier mit Stativ fotografiert. Das ändert aber nichts daran, dass so etwas mit dieser Kamera möglich ist.

Und die ist nicht nur laut Huawei ziemlich gut. Das Pura 80 Ultra erreicht bei DXOMARK 175 Punkte und führt damit aktuell die Kamera-Bestenliste an. Im Fotobereich erzielt es sogar 180 Punkte, bei Videos sind es 166 Punkte.

Die Tester loben unter anderem die natürliche Belichtung, kräftige und dennoch realistische Farben, überzeugende Porträts sowie die hohe Qualität von Ultraweitwinkel- und Zoomaufnahmen.

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Die Kamerahardware im Detail: Gute Bilder brauchen gute Technik

Das riesige, große, goldene Kameramodul auf der Rückseite wirkt ein bisschen so, als hätte Huawei vergessen, dass es ursprünglich ein Smartphone und keine Kompaktkamera bauen wollte. Unauffällig ist das definitiv nicht. Hata aber was, finde ich.

Dahinter steckt allerdings echte Hightech: Die Hauptkamera setzt auf einen 50-Megapixel-Sensor im 1-Zoll-Format mit optischer Bildstabilisierung und einer physisch verstellbaren Blende von f/1.6 bis f/4.0.

Ein großer Sensor kann vereinfacht gesagt mehr Licht aufnehmen. Das hilft besonders nachts, verbessert den Dynamikumfang und ermöglicht eine natürlichere Trennung zwischen Motiv und Hintergrund. Und dieser Sensor hat viel mehr Einfluss auf das Bild als die Megapixel-Anzahl.

Warum eine große, physisch verstellbare Blende so wichtig ist

In Schwarz kommen die goldenen Akzente noch mehr zur Geltung - ist aber natürlich Geschmackssache. In Schwarz kommen die goldenen Akzente noch mehr zur Geltung - ist aber natürlich Geschmackssache.

Die Blende bestimmt wiederum, wie viel Licht durch das Objektiv auf den Sensor fällt. Bei f/1.6 ist sie weit geöffnet, wodurch sich dunkle Szenen besser einfangen lassen und Hintergründe stärker verschwimmen können. Bei f/4.0 fällt weniger Licht ein, dafür wächst der Bereich, der scharf dargestellt wird. Anders als bei vielen Smartphones wird dieser Effekt beim Pura 80 Ultra nicht nur nachträglich per Software simuliert – im Objektiv bewegt sich tatsächlich eine mechanische Blende.

Und das finde ich besonders in der heutigen Zeit richtig gut: Während die halbe Branche inzwischen versucht, mittelmäßige Kamerahardware mit immer aggressiverer KI-Bearbeitung zu retten, baut Huawei zunächst einmal möglichst richtig viel hochwertige Hardware in das Gerät und die Software hilft nur dabei, den Bildern den letzten Feinschliff zu geben.

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20-facher Zoom: Wie kann das gut funktionieren?

Noch spannender als die Hauptkamera finde ich das Teleobjektiv. Genau genommen bekommt ihr zwei optische Zoomstufen mit 3,7-facher und 9,4-facher Vergrößerung beziehungsweise umgerechnet rund 83 und 212 Millimetern Brennweite.

Statt dafür einfach zwei kleine Sensoren nebeneinanderzuquetschen, nutzt Huawei einen großen gemeinsamen Sensor. Ein bewegliches Prisma fährt im Inneren des Smartphones mechanisch zwischen den beiden optischen Wegen hin und her. Je nach gewählter Zoomstufe fällt das Licht dadurch durch das eine oder andere Objektiv auf denselben Sensor. Den Wechsel könnt ihr beim Fotografieren sogar leicht spüren.

Smartphones liefern bei zwei- oder dreifacher Vergrößerung noch gute Bilder, brechen bei weit entfernten Motiven jedoch schnell ein. Details werden dann überschärft, Konturen werden arg künstlich per KI hochstilisiert und Gesichter sehen irgendwann einfach cringe aus.

Echter optischer Zoom schlägt jeden digitalen Zoom - und genau da ist das Pura 80 Ultra ein Meister. Echter optischer Zoom schlägt jeden digitalen Zoom - und genau da ist das Pura 80 Ultra ein Meister.

Auch die restliche Hardware ist Flaggschiff-Handy-würdig

Rund um die Kameras steckt ein 6,8 Zoll großes LTPO-OLED-Display mit 2.848 × 1.276 Pixeln und einer adaptiven Bildrate von 1 bis 120 Hz. LTPO bedeutet, dass das Display seine Bildwiederholfrequenz flexibel anpassen kann: Beim Scrollen läuft es besonders flüssig, bei statischen Inhalten reduziert es die Frequenz und spart dadurch Energie. Huawei nennt außerdem einen Spitzenwert von bis zu 3.000 Nits.

Dazu kommen 16GB Arbeitsspeicher, 512 GB interner Speicher, der Kirin 9020-Prozessor und ein 5.170-mAh-Akku. Geladen wird mit maximal 100 Watt per Kabel oder ungewöhnlich starken 80 Watt kabellos. Ein entsprechendes Ladegerät gehört in Deutschland allerdings nicht automatisch zum Lieferumfang. Das Gehäuse ist nach IP68 und IP69 gegen Staub und Wasser geschützt, wiegt mit rund 233,5 Gramm aber auch ordentlich.

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