Schont eure Hardware und euren Geldbeutel! Wie und warum jeder die FPS limitieren sollte [Best of GameStar]

Hardware ungebremst laufen zu lassen, ist keine gute Idee. Wir sagen euch, wie ihr die FPS begrenzen könnt und warum ihr das tun solltet.

Es gibt gute Gründe dafür, eure Grafikkarte nicht einfach völlig ungebremst ein Bild nach dem anderen rendern zu lassen. (Bild: Nvidia, stock.adobe.com - Kung37) Es gibt gute Gründe dafür, eure Grafikkarte nicht einfach völlig ungebremst ein Bild nach dem anderen rendern zu lassen. (Bild: Nvidia, stock.adobe.com - Kung37)

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Gaming-Hardware wird immer schneller und schneller, der Anspruch in Spielen steigt aber oft nicht im selben Maße - von Raytracing und DLSS 5 einmal abgesehen.

Das kann häufig zu sehr vielen Bildern pro Sekunde im hohen dreistelligen FPS-Bereich führen. Doch frei nach dem Motto Weniger ist mehr empfiehlt es sich oft, derart hohe FPS-Werte zu verhindern. Das spart Energie und damit auch Geld.

In diesem Guide erklären wir euch, was für ein FPS-Limit spricht und wir zeigen euch, wie einfach ihr es einrichten könnt, sowohl mit Grafikkarten von AMD als auch von Nvidia.

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Noch ein wichtiger Hinweis vorab: Eine Grafikkarte, die ständig sehr hohe FPS berechnet, kann zwar einerseits Zukunftssicherheit bedeuten. Andererseits spricht das möglicherweise dafür, dass ihr beim Kauf Geld hättet sparen können.

Wir empfehlen euch, eine GPU zu wählen, die möglichst gut zu euren eigenen Ansprüchen passt. Wer aktuelle Titel in 4K mit maximalen Details spielen will, braucht deutlich mehr Rechenleistung als jemand, der bevorzugt Indie-Titel in Full HD zockt.

Tipps zur optimalen GPU-Wahl für verschiedene Auflösungen findet ihr unserer Kaufberatung: Welche Grafikkarte für WQHD, FHD und 4K-Gaming ist 2026 die Beste? Empfehlungen unseres Experten von Nvidia, AMD und Intel.

Was ist schlecht an sehr hohen FPS-Werten?

Es gibt mehrere Aspekte, die dagegen sprechen, unbegrenzt hohe Bilder pro Sekunde zuzulassen. Die aus unserer Sicht wichtigsten Punkte sind die Folgenden:

  • Je höher die FPS, desto stärker wird die Hardware ausgelastet: Steigende Bildraten führen zu einer stärkeren Auslastung der Hardware. Das sorgt wiederum für höhere Temperaturen und einen lauteren PC. Außerdem verbraucht euer PC so mehr Energie.
  • Extrem hohe FPS sind unnötig: Unserer Erfahrung nach spüren die Wenigsten einen Unterschied zwischen Werten wie 200, 300 oder gar noch mehr FPS. Erschwerend hinzu kommt der Umstand, dass ihr von so hohen Bildraten erst dann im vollen Umfang profitieren könnt, wenn ihr auch einen Monitor mit entsprechend hoher Hertzzahl besitzt.
  • Im schlimmsten Fall kann eure Hardware Schaden nehmen: Äußerst selten, aber dennoch erwähnenswert: Wenn eine bestimmte Software eure Hardware nahezu ungebremst auslastet, kann das im Extremfall zu einem Defekt oder Ausfall führen. Mitte 2021 stand Amazons MMO New World in Verdacht, auf diese Art unter anderem Design-Fehler bei EVGA-Modellen der RTX 3090 ungewollt aufgedeckt zu haben, weil die FPS im Menü extrem hoch lagen (was später gepatcht wurde).

Wie ihr euch direkt im Spiel anzeigen lasst, wie hoch die FPS liegen und wie stark eure Hardware ausgelastet wird, erfahrt ihr im folgenden Video:

Video starten 5:27 Hardware-Tipps - fps, Performance und PC-Auslastung in Spielen anzeigen

Welche FPS-Grenze soll ich auswählen?

Die maximale Bildwiederholrate eures Monitors beziehungsweise ein Wert knapp darunter stellt eine gute Orientierung für ein FPS-Limit dar (also etwa 142 FPS bei einem TFT mit 144 Hertz).

Wie hoch die Bildwiederholrate derzeit liegt, könnt ihr bei korrektem Anschluss des Monitors über die Windows-Einstellungen überprüfen:

  • Klickt mit der rechten Maustaste auf den Desktop und wählt Anzeigeeinstellungen aus
  • Öffnet unten den Punkt »Erweiterte Anzeigeeinstellungen« (Windows 10) beziehungsweise Erweiterte Anzeige (Windows 11) und überprüft im neuen Menü unter »Aktualisierungsrate« (Windows 10) beziehungsweise Aktualisierungsrate auswählen (Windows 11), wie hoch der Maximalwert liegt.

Entscheidend ist letztlich aber auch, dass das Spielgefühl nicht negativ beeinflusst wird.

  • Wenn ihr etwa einen Monitor mit eher geringer Bildwiederholrate wie 60 Hertz besitzt und schnelle Titel wie Counter-Strike 2 spielt, kann es sich lohnen, das FPS-Limit höher als diese Grenze anzusetzen.
  • Experimentiert im Zweifel mit verschiedenen Werten und wählt eine Grenze aus, die zu eurer Hardware, zu den von euch bevorzugten Spielen und zu eurem subjektiven Spielgefühl passt.

Für Spieler ist es übrigens generell empfehlenswert, einen Monitor mit hoher Bildwiederholrate zu nutzen, weil Spielgefühl und Eingabelatenz davon stark profitieren können. Passende Modelle empfehlen wir in der oben verlinkten Kaufberatung.

Auf der nächsten Artikel-Seite geht es weiter mit den konkreten Anleitungen zum Limitieren eurer FPS.

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