Studie: Statt Neukauf solltet ihr alte Haushaltsgeräte lieber weiternutzen – es gibt aber Ausnahmen

Für den eigenen Geldbeutel und für das Klima ist es laut einer Studie des Umweltbundesamts in den meisten Fällen sinnvoller, alte Haushaltsgeräte weiter zu nutzen oder zu reparieren.

Waschmaschinen sollten in den meisten Fällten nicht ausgetauscht werden. Quelle: PlanetCare Unsplash Waschmaschinen sollten in den meisten Fällten nicht ausgetauscht werden. Quelle: PlanetCare / Unsplash

Kühlschränke, Waschmaschinen und Co. können je nach Alter und Typ eine Menge Strom im Jahr verbrauchen.

Doch ab wann ist es sinnvoll, ein altes Gerät durch ein neues auszutauschen, vom Falle eines irreparablen Defekts einmal abgesehen? Genau diese Frage hat das Umweltbundesamt in einer Studie untersucht.

Im Detail:

  • Analysiert wurden Kühl- und Gefriergeräte, Staubsauger, Wäschetrockner sowie Geschirrspüler.
  • Untersucht wurde der Energieverbrauch der Geräte während der Nutzung, Herstellung, Transport und Entsorgung.
  • Die Umweltauswirkungen sowie Veränderungen in der Stromerzeugung wurden ebenfalls einbezogen.

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Austausch lohnt sich nur selten

Hauptfazit der Studie ist, dass sich ein Austausch von alten, aber funktionierenden Haushaltsgeräten nur in ganz bestimmten Fällen lohnt.

Die folgende Tabelle gibt hierüber Aufschluss:

HaushaltsgerätAustausch ab (Jahresverbrauch in kWh)
Kühlschrank240
Kühl- und Gefrierkombination340
Gefrierschränke430
GeschirrspülerNicht empfohlen
WäschetrocknerNicht empfohlen
StaubsaugerNicht empfohlen

Bei Geschirrspülern empfehlt die Forscher den Austausch nur, wenn das Bestandsgerät intensiv genutzt wird und nach dem alten Label die Energieeffizienzklasse A hat.

Auch bei Staubsaugern sollen nur Geräte mit einer Nennleistung von 1.200 Watt oder mehr ausgetauscht werden, wenn sie immer mit der Nennleistung genutzt werden.

Bei Gefrierschränken unterscheiden die Forscher zudem zwischen dem Nutzen für die Umwelt und dem finanziellen Nutzen.

Während der Nutzen für die Umwelt bereits bei Geräten mit einem Verbrauch von 430 kWh und höher eintritt, kommt der finanzielle Vorteil erst bei Geräten mit einem Jahresverbrauch von 570 kWh und höher zu tragen.

Energieverbrauch ist in den letzten 30 Jahren deutlich gesunken

Eine Kurzstudie zur Stromeffizienz alter und neuer Kühl- und Gefriergeräte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen belegt deutlich, wie sich der Energieverbrauch in den letzten 30 Jahren entwickelt hat.

Bei allen untersuchten Geräteklassen sank der Energieverbrauch zwischen 1990 und 2010 stark. Bei Kühl-Gefrierkombinationen zum Beispiel von fast 700 kWh im Jahr auf unter 200 kWh bei Geräten der höchsten Energieklasse.

Fazit der Forscher: Alte Geräte sollten in der Regel so lang wie möglich genutzt werden. Bei einem Gerätetausch sollen Verbraucher neben dem Energieverbrauch auch die Intensität der Nutzung einbeziehen.

Nun ist eure Meinung gefragt. Habt ihr den Energieverbrauch eurer elektronischen Geräte im Auge? Spielt der Verbrauch bei der Anschaffung neuer Geräte eine Rolle? Schreibt uns dazu gerne einen Kommentar.

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