Die Consumer Electronics Show 2024 (CES) neigt sich dem Ende zu und es gab allerhand Neuigkeiten aus diversen Sparten der Tech-Branche. Auch Razer hat es sich nicht nehmen lassen, mal wieder ein Gerät der besonderen Art anzukündigen - und ich bin ein Fan.
Die Rede ist vom ersten Sitzkissen mit haptischem Feedback.
Project Esther: Immersion durch Vibration
Razer stellt gerne mal ganz »besondere« Projekte vor, die auf den ersten und auch zweiten Blick etwas komisch erscheinen mögen. Zum Beispiel die RGB-Atemschutzmaske Razer Zephyr oder den Rasierer Razer Razer, der ursprünglich nur ein Aprilscherz war und danach in die Realität umgesetzt wurde.
Nun gibt es ein weiteres Projekt, bei dem wir nicht sicher sein können, ob es tatsächlich auf den Markt kommen wird.
Was ist Project Esther genau? Es handelt sich um ein Kissen, auf das ihr sitzen könnt und das Signale aus Spielen in haptisches Feedback umwandelt. So sollt ihr beispielsweise Schritte, Schüsse oder Explosionen im Spiel spüren.
Das Kissen wird auf einen Stuhl gespannt und liegt dann an Hintern und Rücken an.
Wie funktioniert es? Laut dem Render-Trailer von Razer, den ihr weiter unten sehen könnt, nutzt das Kissen »Wideband, High-Definition Haptics«. Dementsprechend sollen sich die Vibrationen, die vom Kissen ausgehen, besonders realistisch anfühlen, ähnlich wie zum Beispiel beim DualSense Controller der PS5.
Apropos: Der DualSense könnte bald eine neue Version erhalten. Mehr zum Leak findet ihr hier:
Sony Leak: Neuer DualSense soll die wohl größte Schwäche des PS5-Controllers ausbügeln
Außerdem soll das Kissen über »True-Positional Haptics« verfügen, die euch spüren lassen, wo sich beispielsweise ein Gegner im Spiel um euch herum bewegt.
Dazu hat Razer 16 Aktoren verbaut, die elektrische Signale in mechanische Bewegungen umwandeln - das Kissen verfügt also nicht »nur« über Vibrationen, sondern kann auch einzelne gezielte Druckimpulse ausgeben, die euch das Gefühl eines Rückstoßes geben sollen.
In der dazugehörigen Software kann man angeblich genaue Einstellungen vornehmen und individuelle Effekte einprogrammieren.
Das Kissen soll obendrein auf die meisten Gaming- und Bürostühle passen und wird mit einem Riemen festgeschnallt.
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Mein Messe-Highlight
Was mir daran so gut gefällt: Ich war schon immer fasziniert von virtuellen Welten und wollte mich immer ganz in sie hineinversetzen. Mit VR ist das mittlerweile relativ gut machbar, doch da ist noch Luft nach oben! Immerhin bedient VR nur einen Sinn: das Sehen.
Bis ich nicht mindestens am Großteil meines ganzen Körpers spüre, was im Spiel vor sich geht, gebe ich mich nicht zufrieden.
Zugegeben: Das Kissen lässt mich auch nichts am ganzen Körper spüren, doch es ist ein Anfang. Vor allem einer, der zumindest relativ bezahlbar aussieht, auch wenn Razer keinen Marktpreis bekannt gegeben hat.
Allzu teuer sollte es allerdings nicht sein, denn es gibt bereits Alternativen, die im Handel erhältlich sind.
Alternativen zu Project Esther: Da gäbe es zum Beispiel die bHaptics TactSuits, die zwischen 400 und 600 Euro kosten und den ganzen Oberkörper mit haptischen Signalen versorgt, anstatt nur den Rücken. Etwas anders, aber aus einem ähnlichen Grundgedanken entstanden, sind die Tretmühlen, in die man sich einspannen kann. Solche kosten mehrere tausend Euro, wie zum Beispiel das KAT Walk C2, oder das Virtuix Omni System.
All diese Alternativen sind allerdings kostspielig und erfordern erhöhten Aufwand. Das Kissen würdet ihr hingegen einmal mit der Razer Software einrichten und dann auf euren Stuhl legen. Das würde vermutlich ganz nebenbei passieren und ihr könntet das Kissen auch dann auf eurem Stuhl belassen, wenn ihr es gerade nicht nutzt.
Das ist allerdings nur eine Vermutung, denn ich selbst konnte Project Esther noch nicht ausprobieren.
Gibt’s auch Nachteile? Ein Redakteur von The Verge konnte Razers Gaming-Kissen schon probesitzen und war relativ begeistert. Er bezeichnet es als »episches Gefühl«, wenn er mit einem Roboter aus MechWarrior 5 in die Schlacht zieht. Er bemängelt allerdings auch, dass es sich manchmal komisch anfühlt, weil das Feedback nur an Hintern und unterem Rücken stattfindet.
Wann kann ich loslegen? Razer hat bisher leider noch nicht bekannt gegeben, wann und ob Project Esther überhaupt für Endkunden auf dem Markt erscheint. Wir müssen uns wohl etwas gedulden.
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Ich persönlich hoffe allerdings, dass Razer weiter an dem Prinzip feilt und in den nächsten Monaten (oder Jahren) mit einem bezahlbaren Produkt an den Markt geht.
Wie würdet ihr es finden, wenn haptisches Feedback am Körper weiter verbreitet wäre? Würdet ihr euch Project Esther auf den Stuhl legen? Wie viel würdet ihr zahlen? Welche Möglichkeiten kommen euch noch in den Sinn, um die Immersion in eurem Lieblingsspiel zu erhöhen? Sprich: Wann setzt sich endlich Duft-o-vision durch? Schreibt es uns eure Meinung und Prognosen dazu gerne unten in die Kommentare!

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