Akkulaufzeit und Laden
5.600 mAh und 80 Watt Schnellladen: Nicht nur hört sich das auf dem Papier beeindruckend an, auch in der Praxis konnte der Akku des Honor Magic6 Pro überzeugen.
Ich musste das Handy nur alle zwei Tage bei normaler Nutzung aufladen. Manchmal reichte es auch für drei Tage. Dank der hohen Ladegeschwindigkeit ist das Handy mit einem 65 Watt-Netzteil in nur etwa einer Stunde wieder aufgeladen.
Wieso nur ein 65-Watt-Netzteil? Weil ich kein 80-Watt-Netzteil hatte und Honor keines beilegt. Wer also von der vollen Ladegeschwindigkeit profitieren möchte, muss sich das nötige Netzteil extra dazu kaufen. Mit einem 100-Watt-Netzteil sollte es laut anderen Testberichten etwa 44 Minuten dauern, den Akku vollständig aufzuladen.
Bildschirm
Der 6,8-Zoll-Bildschirm ist eine wahre Pracht. Dabei handelt es sich um OLED-Panel mit fast randlosem Design. Die Bildschirmwiederholrate kann variabel zwischen 1 und 120 Hz wechseln.
Inhalte werden dank einer Auflösung von 1.280 x 2.800 Pixeln (453 ppi) knackscharf angezeigt. Bei hellem Sonnenlicht ist das Ablesen vom Display absolut kein Problem, dank einer maximalen Helligkeit von 1.600 Nits. Bei HDR-Inhalten sind sogar 5.000 Nits gegeben.
Der Bildschirm und die Rückseite sind zum Rand hin abgerundet. Es fühlt sich gut in der Hand an, aber ich persönlich mag flache Bildschirme mehr – Geschmackssache.
Alles in allem ist der Bildschirm äußerst beeindruckend und einer der besten, die man heute auf dem Smartphone-Markt finden kann.
Leistung
Im Inneren des Handys werkelt der Snapdragon 8 Gen 3, der seine Leistung auch schon in anderen High-End-Geräten beweisen konnte. Dazu kommen entweder 12 oder 16 Gigabyte Speicher. Ich habe hier die 512-GByte-Version mit 12 GByte RAM getestet.
Im Alltag und bei gewöhnlicher Nutzung gibt es keine nennenswerten Ruckler und jede App öffnet und schließt zügig. Wie vorhin erwähnt war selbst das Editieren von 4K-Videos ruckelfrei. Aktuelle Android-Spiele sind absolut kein Problem für das Handy.
Bei intensiven Rechenaufgaben, wie zum Beispiel beim Videoexport, langen Spielesessions oder beim Wildlife Extreme Stresstest-Benchmark, wird der Metallrahmen deutlich wärmer. Dann könnt ihr das Handy als Handwärmer verwenden – und das meine ich sogar ernst.
Die Stabilität beim 3DMark Wild Life Extreme Stress Test, der 20 Minuten dauert, beträgt nur 70,9 Prozent, also wird der Prozessor um fast 30 Prozent gedrosselt, wenn das Handy zu warm wird. Für intensive Spiele ist es also trotzdem besser, zu einem Handy mit aktiver Kühlung zu greifen, wie zum Beispiel dem Asus ROG Phone 8 Pro.
- Geekbench 6 Single-Core Score: 2233
- Geekbench 6 Multi-Core Score: 6151
- 3DMark Wild Life Extreme: 5183
- 3DMark Wild Life Extreme Stress Test: Bester Score 4961; Niedrigster Score 3517; Stabilität 70,9 Prozent
Software
Auf dem Handy ist zwar Android installiert, es ähnelt optisch aber mehr iOS. MagicOS ist dem Apple-Betriebssystem sehr stark angelehnt.
Es gibt keinen App-Drawer und wenn ihr vom Rand rechts oben herunterwischt, erscheint das Kontrollzentrum mit Einstellungen für Bildschirmhelligkeit und mehr. Wischt ihr vom Rand oben links runter, werden die Benachrichtigungen angezeigt.
Aktive Apps werden in einer kleinen Pille angezeigt, die die Selfie-Kamera umgibt. Also wie bei iPhones mit Dynamic Island.
Alles in allem ist MagicOS gewöhnungsbedürftig für einen eingefleischten Android-Nutzer, aber auch nicht sonderlich schlecht oder umständlich in meinen Augen.
Fingerabdrucksensor und Face ID
Der Face ID-Sensor ist überaus schnell und zuverlässig. Selbst bei sehr schlechten Lichtbedingungen konnte ich damit das Handy schnell entsperren.
Der optische Fingerabdruck-Sensor befindet sich unter dem Display und ist auch zuverlässig, aber etwas langsamer. In der Regel ist das Handy mit Face ID entsperrt, bevor der Fingerabdruck gelesen wurde.
Desktop-Modus
Wenn ihr das Honor Magic6 Pro an einen USB-Hub mit Videoausgang anschließt, könnt ihr einen Desktop-Modus starten der optisch etwas an ChromeOS und Windows erinnert. Das Handy verwandelt sich dann in ein Trackpad, mit dem ihr die Maus steuern oder Touch-Gesten ausführen könnt.
Ihr könnt hier mehrere Apps gleichzeitig geöffnet haben und nebeneinander anzeigen lassen. Wie in Windows könnt ihr Fenster zum Bildschirmrand ziehen, um eine Splitscreen-Ansicht zu öffnen. Wer mit dem Handy arbeiten will und Android dafür ausreicht, kann das theoretisch mit diesem machen.
Fünf Jahre Updates
Dieses Handy ist nicht günstig und deswegen finde ich es gut, dass Honor es fünf Jahre lang mit Sicherheitsupdates versorgen wird. OS-Updates gibt es vier Stück.
Fazit der Redaktion
Duy Linh Dinh: Das Honor Magic6 Pro ist nicht umsonst eines der bestbewerteten Handys auf DXOMark. Die Bildqualität ist wirklich hervorragend.
Das Fotografieren macht damit richtig Spaß und nicht nur weil die Fotos schön aussehen. Das große und helle Display macht es einfach, selbst bei gleißendem Sonnenlicht fotografieren zu können. Der einzige Nachteil beim Kamerasystem ist der etwas begrenzte optische Zoom. Die Qualität ist bis fünffacher Vergrößerung gut. Darüber lässt die Qualität stark nach.
Das Gesamtpaket wird durch eine exzellente Akkulaufzeit, schnelles Aufladen, hochwertiger Verabeitung und schneller Performance abgerundet. Weil das Handy fünf Jahre lang mit Updates versorgt wird, könnt ihr es lange sicher verwenden.
Und selbst nach Ablauf der fünf Jahre könnte es ein zweites Leben als Kompaktkamera feiern.
Das Honor Magic6 Pro ist aktuell eines der besten Handys auf dem Markt. Nur für dediziertes Mobile-Gaming würde ich euch stattdessen ein Handy mit aktiver Kühlung empfehlen. Dieses hier drosselt relativ stark, wenn es zu heiß wird. Beispiele hierfür sind das Asus Rog Phone 8 Pro oder das Redmagic 9 Pro.
Würde ich meine Systemkamera mit dem Honor Magic6 Pro tauschen? Nein, aber eine kleine Immer-Dabei-Kamera ist damit definitiv ersetzbar. Auch kurze Brennweiten im Weitwinkelbereich kann das Handy qualitativ gut ersetzen. Für Videos verwende ich schon seit langem keine dedizierte Kamera mehr und das Honor Magic6 Pro hat mir in dieser Hinsicht bisher am besten gefallen.
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