Das erst im November 2025 veröffentlichte HarmonyOS 6 von Huawei ist schon jetzt mit über 90 Prozent der bestehenden Huawei-Geräte kompatibel.
Dem chinesischen Hersteller ist es erfolgreich gelungen, ein eigenes Ökosystem neben denen von Apple und Google aufzubauen.
Huawei geht den Apple-Weg
Seit 2019 dürfen Huawei-Handys wegen Sanktionen der USA keine Google-Dienste mehr nutzen. Zudem verlor der chinesische Hersteller auch den Zugang zu High-End-Chips von TSMC.
Was wie ein »Todesurteil« wirkte hat Huawei mittlerweile in eine echte Erfolgsstory umgewandelt.
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Aufgrund der Einschränkungen war Huawei gezwungen, die Entwicklung eines eigenen Ökosystems und eigener Chips voranzutreiben. Und das ist offenbar gelungen.
Laut dem Hersteller sind schon jetzt über 90 Prozent aller Huawei-Geräte mit der aktuellsten Version von HarmonyOS kompatibel.
Warum ist das so besonders?
- Eine so hohe Kompatibilität nach einem so kurzen Zeitraum ist ziemlich beeindruckend und sonst, wenn überhaupt, nur von Apple zu erwarten. Android-Versionen erreichen solche Zahlen überhaupt nicht.
- Das liegt in erster Linie daran, dass neue Android-Versionen von Samsung, Xiaomi und Co. erst umständlich angepasst werden müssen. Stock-Android wird nur von der hauseigenen Pixel-Serie geboten. Entsprechend ist die Kompatibilität dort insgesamt auch besser.
- Huawei ist nun nicht mehr auf Updates von Google angewiesen, sondern kann neue Versionen nahezu direkt an alle kompatiblen Geräte ausliefern. Ein weiterer Vorteil ist, dass HarmonyOS als durch und durch »modernes« Betriebssystem konzipiert wurde.
Nicht zu vergessen ist allerdings auch die sehr große Zahl an Android-Geräten und Herstellern, die Handys mit dem Betriebssystem anbieten, und das seit langer Zeit.
Für Android sind Kompatibilitätswerte im Bereich von 90 Prozent für die neueste Version daher wohl nicht erreichbar.
Huawei nutzt einen Mikrokernel und hat HarmonyOS von Anfang an nicht nur für Smartphones gedacht. Auch Fernseher, Smartwatches und sogar Autos verwenden im Kern dieselbe Architektur, weshalb die Zusammenarbeit dieser Geräte besonders einfach und flüssig funktioniert.
Der Rest der Welt mag zwar (noch) nichts davon haben, in China hat Huawei so aber erfolgreich ein drittes Ökosystem neben Android und iOS aus dem Boden gestampft und kann dieses nun selbst weiterentwickeln und kontrollieren.
Und möglicherweise irgendwann auch wieder in anderen Ländern anbieten.
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