Ich teste beruflich E-Reader und bevorzuge farblose Bildschirme – das könnte sich jetzt ändern

Farbige E-Reader werden bald deutlich besser.

Rechts seht ihr eines der ersten Beispiele für das neue Kaleido-4-E-Ink-Display. Es sieht sehr vielversprechend aus! (Bildquelle: E Ink Holdings Inc.) Rechts seht ihr eines der ersten Beispiele für das neue Kaleido-4-E-Ink-Display. Es sieht sehr vielversprechend aus! (Bildquelle: E Ink Holdings Inc.)

E-Ink-Bildschirme faszinieren mich schon seit vielen Jahren. Sie sehen teilweise aus wie echtes Papier, verbrauchen kaum Energie, schonen die Augen und eignen sich perfekt für Notizbuch-Tablets.

Nach über 10 getesteten Geräten kann ich mit voller Überzeugung sagen, dass ich E-Ink-Bildschirme ohne Farbe bevorzuge. Sie sind schärfer, kontrastreicher und sehen viel eher nach Papier aus.

Das Kaleido-3-Display, das in aktuellen farbigen E-Readern steckt, wie etwa im Kindle Colorsoft, stellt zwar Farben dar, aber die Bildqualität ist etwas enttäuschend, vor allem bei der reinen Textdarstellung. 

Jetzt wurde mit Kaleido 4 die nächste Generation angekündigt und genau in den Bereichen nachgebessert, die notwendig waren.

Farbige E-Reader stehen vor einem großen Upgrade

Der technische Aufbau des neuen Kaleido-4-Displays. (Bildquelle: E Ink Holdings Inc.) Der technische Aufbau des neuen Kaleido-4-Displays. (Bildquelle: E Ink Holdings Inc.)

Die Kaleido-Bildschirme werden von E Ink Holdings Inc. hergestellt – der Marktführer für E-Ink-Bildschirme aus Taiwan. 

Jetzt hat das Unternehmen die neueste Generation mit dem E-Reader-Hersteller Hanvon (seine Geräte erhalten das Display zuerst) vorgestellt. 

Kaleido 4 bietet gegenüber Kaleido 3 folgende Verbesserungen: 

  • Doppelt so großer Farbraum: verbesserte Farbdarstellung
  • Verbesserte Weißreflexion: Weiße Hintergründe sind heller
  • 50 Prozent höherer Kontrast
  • Reduzierte Körnigkeit
  • Flüssigere Darstellung von Animationen und Videos – jetzt mit 18 FPS

Ein Upgrade das mich zu einem Wechsel verlocken könnte

Hier seht ihr den Unterschied zwischen AMOLED (links), Kaleido 3 (mitte) und monochromen E-Ink (rechts). Von Kaleido 4 erwarte ich nicht die Bildqualität eines AMOLED-Tablets, aber jede Verbesserung bei der Farbdarstellung ist wünschenswert. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Hier seht ihr den Unterschied zwischen AMOLED (links), Kaleido 3 (mitte) und monochromen E-Ink (rechts). Von Kaleido 4 erwarte ich nicht die Bildqualität eines AMOLED-Tablets, aber jede Verbesserung bei der Farbdarstellung ist wünschenswert. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Die Schwächen von farbigen E-Readern haben mich bisher Abstand von den Geräten nehmen lassen. Sie sind zwar besser geeignet, um farbige Comics, Graphic Novels, PDFs und Artikel zu lesen, allerdings hat mich die Bildqualität immer enttäuscht zurückgelassen. 

Text war bei weitem nicht so scharf wie bei farblosen Modellen und farbige Inhalte sehen auf einem Tablet mit OLED oder auch IPS-Bildschirm um Welten besser aus. 


Mehr zum Thema: Der beste E-Reader 2026: Das sind die Top-Modelle für Bücher, Comics & Notizen


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Wer bisher wegen blasser Farben oder dunkler Hintergründe gezögert hat, muss nicht mehr lange warten. Die nächste Generation von E-Readern und digitalen Notizbüchern dürfte dadurch deutlich vielseitiger werden. Spannend bleibt vor allem, welche Hersteller den ersten Schritt wagen und wie sich die Preise gestalten werden. Der Markt für Farbgewinn auf E-Paper steht damit jedenfalls vor seinem bisher wichtigsten Entwicklungsschritt.


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