Gehirn-Chip und KI helfen Schlaganfall-Patientin, ihre Stimme zurückzugewinnen

Ein Schlaganfall nahm einer Frau vor 20 Jahren die Fähigkeit zu sprechen. Forscher geben ihr nun ihre Stimme zurück – dank KI und Implantat.

Modernste Technik verhilft einer Schlaganfalls-Patientin zu neuer Sprachfähigkeit. (Bild: Adobe Stock von OleCNX) Modernste Technik verhilft einer Schlaganfalls-Patientin zu neuer Sprachfähigkeit. (Bild: Adobe Stock von OleCNX)

2005 verlor eine damals etwa 30-jährige Frau ihre Stimme. Ein Schlaganfall beendete ihr Leben, wie sie es kannte. Rund 20 Jahre später erlangt sie dank fortschrittlicher Implantat-Technik und KI etwas von dem Verlorenen zurück.

Forscher schaffen, mittels KI aus Gehirnaktivität Gedanken herauszulesen und sie in gesprochene Sprache umzuwandeln.

Wichtig zu kennen: Die Deutsche Schlaganfalls Hilfe hat auf einer Seite alle wichtigen Informationen zusammengefasst, um einen Notfall zu erkennen. Es kommt dann auf jede Minute an, so empfiehlt es sich, rasch zu handeln.

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Aus Gedanken wird eine Stimme

Ein Team von Forschern stellt in einer Studie vor, wie sie durch ein Implantat, das direkt die Muster im Gehirn ausliest und dann mittels Sprache-zu-Text das Gedachte ausspricht. Der Ablauf sieht so aus:

  • Das Implantat erkennt die Gehirnmuster mittels einer über einen langen Zeitraum gemeinsam mit der Patientin trainierten KI.
  • Aus der Aktivität in den Membranen wird mit kurzer Verzögerung Text.
  • Eine Sprachsoftware liest den Text vor. Wobei hier mittels Aufnahmen von vor der Schädigung durch den Schlaganfall die Stimme der Frau als Vorlage diente.

Zu den Gründen, weshalb eine möglichst rasche Umsetzung von Gedanken zu Sprache wichtig ist, äußern sich die Forscher ebenfalls:

Sprachverzögerungen von mehr als ein paar Sekunden können den natürlichen Gesprächsfluss stören. Dies erschwert es gelähmten Menschen, an einem sinnvollen Dialog teilzunehmen, was möglicherweise zu Gefühlen der Isolation und Frustration führt.

Deshalb komme es buchstäblich auf Geschwindigkeit an. Denn stellt euch vor, eine Person, wie die hier von einem Schlaganfall Betroffene, möchte etwas zu einer Konversation mit mehreren beisteuern und ihr Beitrag zu A wird von der Technik erst verbalisiert, wenn alle schon bei B sind. Sie könnte wahrscheinlich gleich etwas auf einem Tablet tippen und zum Lesen hochhalten – das unzureichende Resultat für sie persönlich wäre ähnlich.

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Das obige Video auf YouTube führt in einer kurzen Sequenz vor, wie die Frau Sätze liest und die Technik in wenigen Augenblicken die Aktivität im Gehirn in Sprache verwandelt:

Aktuell ist die Verzögerung noch erkennbar zu groß, um das von den Forschern selbst gestellte Ziel von einer Echtzeit-Unterhaltung zu erreichen. Aber sie wollen alle Systeme dahingehend weiter optimieren.

Deshalb kann dieser Erfolg als der erste Schritt gen Zukunft verstanden werden, in der hoffentlich vielen von Krankheiten und Unfällen Betroffenen mittels modernster Implantat-Technik geholfen werden kann. Hier zeigt sich einmal wieder, als wie hilfreich Künstliche Intelligenz sich auf diesem Weg erweist.

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