4K-Panel mit einer Million dimmbarer Zonen und 144 Hz für besseres HDR

Innolux entwickelt derzeit mehrere 4K-Panels, die HDR deutlich verbessern könnten. Mit der sogenannten Megazone sollen dabei über eine Million dimmbare Zonen zum Einsatz kommen.

von Alexander Köpf,
09.07.2019 19:32 Uhr

Innolux entwickelt derzeit mehrere 4K/UHD-Panels mit verbessertem Local-Dimming-Backlight.Innolux entwickelt derzeit mehrere 4K/UHD-Panels mit verbessertem Local-Dimming-Backlight.

Der taiwanische Panel-Produzent Innolux soll seine interne Roadmap um mehrere 4K/UHD-IPS-Panels mit bis zu 144 Hertz erweitert haben, die HDR deutlich verbessern könnten.

Entsprechende Gaming-Monitore verfügen derzeit selten über mehr als wenige Hundert Dimm-Zonen, wodurch die HDR-Erfahrung oft durch sogenannte Halos und Blooming-Effekte getrübt wird.

Innolux soll nun aber an einem 4K/UHD-Panel arbeiten, das über mehr als eine Million dimmbare Zonen verfügt.

31,5 Zoll 4K-AAS-Panel mit 144 Hertz Refresh-Rate

Laut TFT Central (via Computerbase) wird das Panel mit der Bezeichnung M315DCM-E70 mit 3840x2160 Pixel auflösen und 31,5 Zoll messen. Dazu wird es mit Innolux' eigener AAS (Azimuthal Anchoring Switch) Technologie ausgestattet sein - einer IPS-Variante.

Die modernsten 4K-Displays beherrschen Refresh-Rates von 144 Hertz nur durch Overclocking.Die modernsten 4K-Displays beherrschen Refresh-Rates von 144 Hertz nur durch Overclocking.

Das Panel soll zudem Bildwiederholraten von bis zu 144 Hertz liefern. Möglicherweise handelt es sich dabei um native 120 Hertz, die auf 144 Hertz übertaktet werden können - zumindest wird so bei aktuellen 27 Zoll großen 4K-Gaming-Monitoren verfahren.

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»Megazone« statt Full Array Local Dimming

Bisher gibt es nur wenige und sehr teure 4K-Displays mit 144 Hertz und HDR. Der Asus Rog Swift PG27UQ ist einer der ersten, besitzt 384 Dimm-Zonen und ist mit VESA DisplayHDR 1000 zertifiziert.Bisher gibt es nur wenige und sehr teure 4K-Displays mit 144 Hertz und HDR. Der Asus Rog Swift PG27UQ ist einer der ersten, besitzt 384 Dimm-Zonen und ist mit VESA DisplayHDR 1000 zertifiziert.

Die wichtigste Neuerung ist die als »Megazone« bezeichnete Hintergrundbeleuchtung. Dabei sollen über eine Million getrennt voneinander dimmbare Zonen negativen Effekten wie auftretenden Halos (strahlender Glanz um Objekte) und Blooming (dunkle Bereiche werden durch helle Objekte heller) entgegenwirken.

Bisherige Gaming-Monitore nutzen das sogenannte Full Array Local Dimming (FALD-Backlight), bei dem nur wenige Hundert einstellbare Zonen den ganzen Bildschirm hinterleuchten. Wie genau die Megazone realisiert werden soll, ist noch nicht bekannt.

Innolux zielt mit der Megazone außerdem auf die VESA DisplayHDR-1000-Zertifizierung ab. Das M315DCM-E70 soll eine typische Helligkeit von 600 cd/m² (maximal 1.000 cd/m²) erreichen und 90 Prozent des DCI-P3-Farbraums bei effektiv 10 Bit Farbtiefe (8 Bit + FRC) abdecken.

Der LG 38GL950G bietet eine Auflösung von 3840 x 1600 Pixel mit sehr niedriger Reaktionszeit. Der LG 38GL950G bietet eine Auflösung von 3840 x 1600 Pixel mit sehr niedriger Reaktionszeit.

Zudem soll auch die Reaktionszeit des AAS-(IPS)-Panels deutlich von 14ms (Farbwechsel von Grau zu Grau) bei anderen Geräten dieser Art auf 5 bis 7 Millisekunden (beides vermutlich nativ), reduziert werden.

Aktuelle IPS-Panels schaffen mit aktiviertem Overdrive 4 bis 5 Millisekunden - LG bringt derzeit ein IPS-Display mit einer Millisekunde Reaktionszeit (ebenfalls Grau zu Grau) auf den Markt.

Laut TFT Central befindet sich das M315DCM-E70 gerade in der frühen Entwicklung. Innolux soll aber auf einen Prototyp bereits im zweiten Quartal gehofft haben.

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Weiteres Panel mit 10.000 Dimm-Zonen in Arbeit

Ein weiteres 31,5 Zoll großes 144 Hertz 4K-Panel soll sich bei den Taiwanern derzeit in der Entwicklung befinden und über ein Mini-LED-Backlight mit 10.000 Zonen verfügen. Genau wie bei der Megazone soll die HDR-Erfahrung gegenüber aktuellen Monitoren damit deutlich verbessert werden.

Bis auf die geringere Anzahl dimmbarer Zonen und einem größeren BT-2020-Farbumfang (95 Prozent), sollen die Spezifikationen denen des M315DCM-E70 entsprechen.

Mit einem Prototyp soll nicht vor dem vierten Quartal 2019 zu rechnen sein.

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