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TN, VA und IPS - Panels von Monitoren im Vergleich

PC-Monitore nutzen unterschiedliche Display-Techniken wie TN, VA oder IPS – wir vergleichen Vor- und Nachteile der gängigen Panel-Arten von TFTs.

von Manuel Schulz,
28.05.2019 19:15 Uhr

TN, IPS oder VA? Wir erklären die unterschiedlichen Panel-Typen und zeigen ihre jeweiligen Vor- und Nachteile auf.TN, IPS oder VA? Wir erklären die unterschiedlichen Panel-Typen und zeigen ihre jeweiligen Vor- und Nachteile auf.

Jeder der einen PC benutzt, braucht (mindestens) einen Monitor. Doch verschiedene Anwendungen stellen verschiedene Ansprüche an das Anzeigegerät und es gibt tatsächlich teils enorme Unterschiede zwischen den Geräten. Ein Vergleich zwischen den drei verbreitetsten Technologien TN, VA und IPS.

Bevor wir uns den drei unterschiedlichen Panel-Techniken zuwenden, wollen wir die drei Begrifflichkeiten LCD, LED und Reaktionszeiten klären.

LCD und LED

Jeder LED-Monitor ist auch ein LCD-Monitor, denn hinter dem Akronym verbirgt sich nicht die Art der Beleuchtung, sondern, dass der Bildschirm aus Flüssigkristallen aufgebaut ist. Dafür steht die englische Bezeichnung »Liquid Crystal Display«, kurz LCD.

LED ist hingegen die Art der Hintergrundbeleuchtung. Wurde die Hintergrundbeleuchtung früher von Kaltkathodenanordnungen übernommen, erledigen das jetzt Leuchtdioden die im englischen »Light Emitting Diodes« heißen, kurz LED. Diese sind deutlich sparsamer.

Reaktionszeiten der Panels

Die Reaktionszeit wird in Millisekunden gemessen und gibt an, wie lange ein Pixel benötigt, um einen Farbwert anzunehmen. Besonders Spieler sollten sich für einen Monitor mit einer niedrigeren Reaktionszeit entscheiden, damit es etwa bei schnellen Shootern nicht zur sichtbaren Schlierenbildung kommt – ein Anzeichen dafür, dass die Pixel nicht schnell genug die Farbe wechseln.

Allerdings sind Herstellerangaben von einer Millisekunde (1 ms) nicht unüblich und bei allen drei Panel-Technologien zu finden. Diese beziehen sich in den meisten Fällen auf einen nicht näher definierten Farbwechsel zwischen zwei Grautönen (»Grey-to-Grey«, GTG). Das entspricht jedoch nur dem Idealfall und hat mit einem herkömmlichen Spieler-Alltag kaum mehr etwas zu tun.

Deshalb solltet ihr beim Kauf eines Monitors Testberichte von Redaktionen lesen, die ihre Meinung bezüglich der Reaktionszeiten schildern oder eigenständige Messergebnisse veröffentlichen. Die Faustregel lautet: TN-Panels sind schneller als VA und IPS. Die durchschnittliche Reaktionszeit sollte 12 Millisekunden nicht überschreiten, anzustreben sind maximal acht Millisekunden oder niedriger.

Das TN-Panel des Asus PG27VQ besitzt sehr niedrigere Reaktionszeiten, störende Schlieren tauchen beim Spielen nicht auf.Das TN-Panel des Asus PG27VQ besitzt sehr niedrigere Reaktionszeiten, störende Schlieren tauchen beim Spielen nicht auf.

Panel-Lotterie

Jedes Panel ist ein Unikat und Unikate sind nicht frei von Fehlern. Die Phänomene »Backlight Bleeding« und »IPS Glow« sind häufig zu beobachten, wobei letzteres (wie der Name schon sagt) nur Monitore mit IPS-Panel betrifft.

Beide Phänomene treten je nach Panel und Gerät unterschiedlich stark auf und sind vor allem in dunklen Szenen zu bemerken. Das Bild wird dadurch vereinfacht ausgedrückt zu hell dargestellt, was auch die Ausleuchtung des Monitors weniger homogen wirken lässt.

Beim Backlight Bleeding scheint meist primär in den Ecken des Monitors zu viel der Hintergrundbeleuchtung durch, was einerseits mit der Konstruktion und den verwendeten Materialien des Monitors zusammenhängen kann, andererseits ist auch eine nicht ganz optimale Verarbeitung eine mögliche Ursache.

Hier seht ihr ein Foto eines unserer Testgeräte bei komplett schwarzem Bildschirm in einem abgedunkelten Raum. Vor allem in der rechten, unteren Ecke ist das Bild sichtbar heller, was auch als »Backlight Bleeding« bezeichnet wird.Hier seht ihr ein Foto eines unserer Testgeräte bei komplett schwarzem Bildschirm in einem abgedunkelten Raum. Vor allem in der rechten, unteren Ecke ist das Bild sichtbar heller, was auch als »Backlight Bleeding« bezeichnet wird.

Der oft bläuliche IPS Glow tritt dagegen nicht nur in den Ecken und bauartbedingt generell bei Monitoren mit IPS-Panel auf, wobei das Phänomen je nach Betrachtungswinkel unterschiedlich stark wahrnehmbar ist und nicht alle IPS-Panels davon gleichermaßen betroffen sind.

In Kombination mit dem nie ganz auszuschließenden Auftreten von defekten Pixeln (auch als »Pixelfehler« bekannt) hat sich deshalb in vielen Foren der Begriff der »Panel-Lotterie« etabliert. Man muss demnach viel Glück haben, um einen Monitor zu erwischen, der nur in geringem Maß von Backlight Bleeding und IPS Glow betroffen ist und der keinen Pixelfehler aufweist (sofern man nicht zuvor einen meist kostenpflichtigen Test auf Pixelfehler vom Händler durchführen lässt).

Backlight Bleeding und IPS Glow sind primär in sehr dunklen Szenen ein Störfaktor und fallen beim normalen Spielbetrieb meist kaum bis gar nicht auf. Ob und ab wann man sich daran stört, wird subjektiv zudem sehr unterschiedlich wahrgenommen.

In Kombination mit den Panel- und Geräte-abhängigen Schwankungen fallen allgemeine und wertende Aussagen über diese Phänomene deshalb schwer, zumal offizielle Testgeräte in den meisten Fällen vorselektiert sein dürften.

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