Instagram gibt euch endlich die Kontrolle über euren Algorithmus – und das könnte Social Media grundlegend verändern

Mit dem neuen Feature sollen Nutzer endlich kontrollieren können, welche Inhalte sie zu sehen kriegen.

So soll der neue Button und das neue Menü aussehen. (Bild: Instagram) So soll der neue Button und das neue Menü aussehen. (Bild: Instagram)

In Social Media Apps wie Instagram oder TikTok ist der persönliche Algorithmus eines der wichtigsten und mächtigsten Features. Instagram hat jetzt angekündigt, die Kontrolle über eben den an die Nutzer abgeben zu wollen.

Endlich selbst festlegen, was man sehen will

Besonders dann, wenn Inhalte nicht gezielt gesucht werden, spielt der Algorithmus eine besonders wichtige Rolle. Welches Video in den Instagram-Reels oder auf TikTok als nächstes angezeigt wird, hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab.

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Dazu zählen Dinge wie Themen oder Personen, bei denen man besonders lange dranbleibt oder oft Likes vergibt und Kommentare schreibt. Wie sich der Algorithmus aber genau zusammensetzt, ist geheim.

In einem neuen Blog-Post hat Instagram jetzt einen bemerkenswerten Schritt angekündigt. So gibt es ab sofort die Möglichkeit, den Reels-Algorithmus mithilfe von KI einzusehen und anzupassen. Das Feature ist erstmal nur in den USA verfügbar, soll dann aber auch in anderen Märkten ausgerollt werden.

Dafür wird ein eigener Button hinzugefügt, der zwei Herzen auf ebenso vielen Linien zeigt. Der Button führt zu einem neuen Menü, bei dem Themen in »will ich öfter sehen« und »will ich weniger oft sehen« hinzugefügt und auch wieder entfernt werden können.

Natürlich wird nicht jedes Video beim Hochladen mit Tags versehen, aber offenbar gibt es bei Instagram ein System, mit dessen Hilfe Inhalte automatisch in solche Kategorien eingeteilt werden.

Der Schritt ist deshalb bemerkenswert, weil Instagram damit zumindest einen Teil der Kontrolle in die Hände der Nutzer legt. Die können Inhalte, die sie nicht sehen möchten, damit (hoffentlich) aus dem eigenen Feed verbannen, selbst wenn das zu einer kürzeren Screentime führt.

In der Vergangenheit gab es genau darum immer wieder Diskussionen. Der Vorwurf lautete dabei, dass Social-Media-Plattformen nur daran interessiert seien, ihre Nutzer möglichst lange vor dem Bildschirm zu halten. Wenn das mit aufwühlenden oder provokanten Inhalten besser funktionierte, dann würden die eben bevorzugt angezeigt.

Der Feed kann dadurch einem ganz schönen Flickenteppich gleichen, in dem auf drei lustige Katzenvideos eine politische Diskussion oder verstörende Gewaltaufnahmen folgen. Wenn das Feature funktioniert, könnte das weitreichende Folgen für die ganze Branche haben.

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