Intel Coffee Lake - Mainboardhersteller befürchten Verspätung

Offiziell möchte Intel den Kaby-Lake-Nachfolger namens Coffee Lake möglichst schnell auf den Markt bringen. Von Mainboardherstellern kommen nun aber weniger optimistische Meinungen die eher von einer Verspätung sprechen.

von Dennis Ziesecke,
04.07.2017 15:12 Uhr

Intel sieht sich seit geraumer Zeit wieder unter Druck auf dem CPU-Markt. Entsprechend spannend ist das Rennen um neue CPUs geworden.Intel sieht sich seit geraumer Zeit wieder unter Druck auf dem CPU-Markt. Entsprechend spannend ist das Rennen um neue CPUs geworden.

Die Einführung neuer Intel-CPUs war in den letzten Jahren eine routinierte Angelegenheit. Selbst Verspätungen wurden eher mit der Schulter zuckend hingenommen - es gab ja eh keine Alternative. Das hat sich mit AMDs Ryzen geändert, so dass Intel Coffee Lake als Nachfolger von Kaby Lake sogar vom September in den August vorgezogen werden soll.

Allerdings meldet PCGamesN unter Berufung auf Stimmen aus dem Kreis der Mainboard-Hersteller, dass Coffee Lake sich eher ins vierte Quartal 2017 verspäten könnte. Schuld sollen dabei weniger die CPUs selbst als vielmehr die dazugehörigen Mainboards auf Basis des Z370-Chips sein.

Chipsatz aus Zeitgründen abgespeckt

Features wie USB 3.1 und WiFi direkt im Z370-Chipsatz sind laut Digitimes für den Release der Plattform bereits aus Zeitgründen gestrichen worden, Chipsätze mit diesen Features sollen erst im kommenden Jahr erscheinen. Bis dahin werden Boardhersteller wie bisher Zusatzchips für USB 3.1 und WLAN nutzen, was die Kosten und damit den Endkundenpreis erhöht.

Coffee Lake soll als erster Intel-Mainstreamprozessor bis zu sechs vollwertige Rechenkerne sowie Hyperthreading bieten (die wenig populären Sechskern-Atoms übersehen wir allerdings absichtlich) und nutzt weiterhin den Sockel 1151. Die CPU wird in einem optimierten 14nm-Verfahren hergestellt. Dass eine übereilte Markteinführung nicht unbedingt gut für den eigenen Ruf ist durfte in der Vergangenheit nicht nur AMD feststellen, auch Intel neigt zu ärgerlichen Fehlern wenn neue Produkte verfrüht gestartet werden. Stichworte: Gigahertz-Rennen gegen den Athlon und aktuell Skylake-X.

Quelle: PCGamesN, Digitimes


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