Die nächste Sparmaßnahme: Intel stellt Mini-PCs ein

Chiphersteller Intel löst erneut eine Sparte auf. Jetzt erwischt es die NUC-Abteilung, die an andere Firmen weitergereicht wird.

Intel stellt seine NUC-Sparte ein - künftig sind nur noch Boardpartner dran. (Quelle: Intel) Intel stellt seine NUC-Sparte ein - künftig sind nur noch Boardpartner dran. (Quelle: Intel)

Die Geschäftszahlen des Chipriesen Intel für das erste Quartal 2023 lesen sich historisch schlecht: Ende April musste das Unternehmen einen Verlust 2,8 Milliarden US-Dollar verkünden.

Auch im Jahresvergleich lesen sich die Zahlen katastrophal. So konnte Intel in Q1/2023 nur noch 11,7 statt 18,4 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum umsetzen - ein Rückgang von knapp 36 Prozent.

Intel selbst beschwichtigte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung, dass diese Ergebnisse solide seien, doch war schon damals abzusehen, dass das Unternehmen Konsequenzen in Form von Sparmaßnahmen ergreifen wird.

Nachdem im April 2023 infolgedessen die hauseigenen Server-Systeme von Intel eingestellt wurden, erwischt es nun die nächste Sparte.

Die Investitionen in die NUC-Abteilung (Next Unit of Compute) werden ab sofort aufhören, wie das Unternehmen in einer Mail an seine Hardware-Partner sowie explizit gegenüber dem Portal ServeTheHome bestätigte.

Die NUC-Serie steht primär für Intels Mini-PCs, die größtenteils als Barebone-Systeme entwickelt wurden. Konkret erklärt Intel in seiner Aussage gegenüber ServeTheHome:

Wir haben beschlossen, die Direktinvestitionen in das Next Unit of Compute (NUC)-Geschäft einzustellen und unsere Strategie so auszurichten, dass unsere Ökosystempartner die NUC-Innovation und das Wachstum fortsetzen können. Darüber hinaus arbeiten wir mit unseren Partnern und Kunden zusammen, um einen reibungslosen Übergang und die Erfüllung aller unserer derzeitigen Verpflichtungen sicherzustellen - einschließlich des laufenden Supports für die derzeit auf dem Markt befindlichen NUC-Produkte.

Intel gegenüber ServeTheHome

Für Bestandskunden ändert sich demzufolge nicht viel, der Support für bereits gekaufte NUC-Geräte wird bis auf Weiteres beibehalten.

Wer in Zukunft auf einen der Mini-PCs schielt, muss also auf die bisherigen Board-Partner von Intel ausweichen. Alternativ ist auch Apple mit eigenen Mini-Systemen am Start.

Das NUC-Ökosystem soll immerhin über die bisherigen Partner wie ASRock, Gigabyte oder Zotac weiterentwickelt werden. Dies wurde laut dem ServeTheHome-Bericht seitens Intel hierzu bereits per Mail versichert.

Keine Mini-PCs mehr von Intel - ein Verlust für den Markt oder konsequente Entscheidung? Habt ihr einen solchen NUC bei euch stehen? Lasst uns eure Meinung in den Kommentaren da!

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