Core i9 9900K - Achtkerner für Z390-Chipsatz mit neuem Namensschema?

Dass Intel für kommende Achtkern-CPUs den neuen Z390-Chipsatz bringt, ist schon länger bekannt. Laut Gerüchten soll sich aber auch das Namensschema bei den neuen Prozessoren ändern.

von Sara Petzold,
28.06.2018 15:34 Uhr

Bislang verwendet Intel die Core-i9-Bezeichnung nur für den High-End-Sockel 2066. Das könnte sich mit den neuen Mainstream-CPUs für den Z390-Chipsatz und den Sockel 1151 laut Wccftech ändern.Bislang verwendet Intel die Core-i9-Bezeichnung nur für den High-End-Sockel 2066. Das könnte sich mit den neuen Mainstream-CPUs für den Z390-Chipsatz und den Sockel 1151 laut Wccftech ändern.

Update, 28.06.2018: Nachdem bekannt geworden ist, dass Intel voraussichtlich beim kommenden Z390-Chipsatz weiter auf die 22nm-Fertigung setzt, gibt es jetzt erste Informationen zum Lineup der passenden neuen Prozessoren auf Coffee-Lake-Basis.

Laut Wccftech übernimmt Intel das bislang dem High-End-Segment um den Sockel 2066 vorbehaltene (und dort erst im letzten Jahr eingeführte) »Core i9«-Namensschema jetzt auch für den Mainstream-Bereich - zumindest für das Top-Modell. Folgende drei Prozessoren werden konkret von Wccftech genannt:

  • Intel Core i9 9900K mit acht Kernen und 16 Threads
  • Intel Core i7 9700K mit sechs Kernen und zwölf Threads
  • Intel Core i5 9600K mit sechs Kernen und sechs Threads

Die Core-i7-CPUs würden demnach wie bereits von der Core-i-8000-Reihe bekannt über sechs Kerne mit Hyper-Threading verfügen, während die Core-i5-Modelle wie gehabt sechs Kerne ohne Hyperthreading bieten.

Dass Intel im Mainstream-Segment neue Prozessoren mit bis zu acht Kernen als Antwort auf AMDs Ryzen-CPUs wie den Ryzen 7 2700X bringt, wird schon länger vermutet. Informationen zu einem möglichen Core i3-Prozessor mit Z390-Chip gibt es derzeit nicht - dass entsprechende Modelle mit voraussichtlich vier Kernen erscheinen werden, ist aber recht wahrscheinlich.

Originalmeldung: Obwohl Intel vor wenigen Monaten die Entwicklung eines Z390-Chipsatzes mit nativem USB 3.1 Gen2 bestätigt hatte, der im Gegensatz zum aktuellen Modell Z370 in 14nm-Fertigung erwartet wurde, könnte der Hersteller entsprechende Pläne jetzt gekippt haben. Wie ComputerBase mit Bezug auf einen Artikel von BenchLife berichtet, soll der Z390 ebenso wie der Z370 auf dem Z270 basieren.

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Intel selbst hatte den Z390-Chipsatz zwar bereits auf der offiziellen Webseite gelistet, ihn aber vor ein paar Tagen wieder entfernt (via Wccftech). Der Grund dafür könnte in der Verzögerung der 10nm-Produktion liegen: Weil Intel nach einer Pause im Juli die Produktion der H310-Chipsätze mit 14nm-Fertigung fortsetzen will, könnte die Produktion eines zusätzlichen Chipsatzes mit 14nm-Fertigung die Produktionskapazitäten des Herstellers überlasten.

Fertigt Intel dann den Z390-Chipsatz in 22 Nanometern, müssen Mainboard-Hersteller auf nativen Support von USB 3.1 Gen verzichten. Stattdessen müssten sie entsprechende Dritthersteller-Controller, beispielsweise von ASMedia, auf den Platinen verbauen.

Trotzdem könnte der Z390 aber mit einem modifizierten LGA1151-Sockel kommende 8-Kern-Coffee-Lake-S-CPUs unterstützen. Auf letztere gibt es allerdings bislang nur vereinzelte Datenbankhinweise - offizielle Release-Termine stehen jedoch für Coffee-Lake-S-Prozessoren sowie für den Z390 noch nicht fest.


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