Das Ende der physischen Knöpfe: Apple soll beim Jubiläums-iPhone auf eine Technik setzen, die schon vor zwei Jahren prophezeit wurde

Die Solid-State-Buttons wurden schon zum iPhone 15 vorhergesagt, mussten dann aber doch weichen. In zwei Jahren sollen die Knöpfe zum iPhone-Jubiläum ihr Debüt feiern.

Verzichtet das iPhone in zwei Jahren auf physische Knöpfe? (Bildquelle: Apple) Verzichtet das iPhone in zwei Jahren auf physische Knöpfe? (Bildquelle: Apple)

Apple plant offenbar für das kommende Jubiläums-iPhone die Umsetzung eines lange geplanten Schritts: Alle mechanischen Tasten sollen durch berührungslose Solid-State-Buttons ersetzt werden – eine Technologie, die bereits 2023 für das iPhone 15 Pro gemutmaßt, aber nie umgesetzt wurde.

»Project Bongo« kehrt zurück

Nach aktuellen Berichten des chinesischen Leakers Instant Digital (via gizmochina) hat Apple die funktionale Verifikation seiner Solid-State-Button-Technologie für das iPhone abgeschlossen, das zum 20. Jubiläum im Jahr 2027 erscheinen soll – der Einfachheit halber nennen wir dieses Handy im folgenden Artikel »iPhone 20«.

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Das Projekt trägt intern den Codenamen »Project Bongo« und soll nun 2027 mit dem Jubiläums-iPhone zur Marktreife gebracht werden.

Betroffen wären sämtliche Bedienelemente: die Taste zum Ein- und Ausschalten, die Lautstärketasten, der Action Button sowie die Kamerataste. Die Umstellung auf Solid-State-Buttons soll mehrere Vorteile für das iPhone 20 mit sich bringen.

  • Zunächst erhöht sich in der Theorie die Haltbarkeit: Ohne mechanische Bauteile wie Federn oder bewegliche Plastikkomponenten gibt es weniger Verschleißteile, die brechen könnten.
  • Ein weiterer Vorteil liegt im verbesserten Wasserschutz: »Herkömmliche« Tasten erfordern Aussparungen im Gehäuse, durch die Feuchtigkeit und Staub eindringen können. Solid-State-Buttons ermöglichen indes eine nahezu nahtlose Konstruktion und damit eine bessere Abdichtung des Handys.
  • Zudem eröffnen druckempfindliche Tasten neue Interaktionsmöglichkeiten. Wie bereits bei der Kamerataste des iPhone 16 könnten unterschiedlich starke Druckstufen verschiedene Funktionen auslösen. Auch Wischgesten könnten künftig auf den Tasten selbst ausgeführt werden.

Die Einführung der Solid-State-Buttons scheiterte übrigens bereits zweimal – sowohl 2023 beim iPhone 15 Pro als auch 2024 beim iPhone 16 Pro.

Als Hauptgrund nannte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo damals »ungelöste technische Probleme vor der Massenproduktion«. Apple-Zulieferer Cirrus Logic bestätigte (via Macrumors) indirekt die Absage und strich geplante Umsätze für entsprechende Komponenten aus seinen Finanzprognosen.​​

Das für das nächste Jahr geplante iPhone 18 könnte in diesem Kontext zeitgleich einen Testballon und eine Zwischenlösung darstellen. Dem Leak zufolge soll die »Camera Control«-Taste vereinfacht werden. Die kapazitive Sensorschicht soll entfallen, während die Druckerkennnung erhalten bleibt. Damit könne Apple die Solid-State-Buttons in »kleinen Schritten« bis zur vollständigen Marktreife testen.

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