Stellt euch auf weitere Verzögerungen beim iPhone ein: Apple warnt, dass einige Funktionen in Deutschland erst später kommen

Die iPhone-Synchronisierung war wohl nur der Vorgeschmack auf die Funktionen, die uns in Europa noch verwehrt bleiben.

Apple und die EU streiten sich noch immer – mit Folgen. (Bildquelle: Apple) Apple und die EU streiten sich noch immer – mit Folgen. (Bildquelle: Apple)

Mit iOS 18 respektive macOS 15 können Nutzer den gesamten Bildschirm ihres iPhones auf dem Mac spiegeln. Inhalte lassen sich per Drag-and-drop verschieben, Mitteilungen beantworten und sogar Apps direkt nutzen – ein äußerst praktisches Feature.

In Deutschland und anderen EU-Ländern ist die Funktion jedoch bislang nicht verfügbar.

Apple gibt regulatorische Unsicherheiten durch den Digital Markets Act (DMA) der EU als Grund an. Die EU will mit dem DMA mehr Wettbewerb fördern und verhindern, dass große Plattformen ihr Ökosystem zu stark abschotten.

Nun warnt das Unternehmen, dass weitere Funktionen erst zu einem späteren Zeitpunkt in Europa verfügbar sein werden.

iPhone ohne Live Translation, iPhone Synchronisierung und mehr

Apple verzögert die Einführung mehrerer neuer Funktionen in Europa, da sie nicht vollständig mit dem DMA kompatibel seien. Betroffen sind unter anderem:

  • KI-gestützte Live-Übersetzung für AirPods
  • iPhone-Synchronisierung
  • Apple-Maps-Funktionen wie »Besuchte Orte« und »Bevorzugte Routen«

Video starten 13:25 iOS 26: Alle Highlights des neuen iPhone-Updates und 15 versteckte Features, die ihr kennen solltet

Apple argumentiert, dass die geforderte Interoperabilität mit Nicht-Apple-Geräten die Datensicherheit und den Datenschutz der eigenen Nutzer gefährde.

Gleichzeitig sieht der DMA genau das vor: proprietäre Apps und Gerätefunktionen auch auf Hardware von Drittanbietern verfügbar zu machen.

In der Praxis bedeutet das für Nutzer: AirPods-Nutzer in Deutschland können die neue Live-Übersetzung aktuell nicht nutzen, während US-Nutzer bereits darauf zugreifen können.

Erste Anpassungen in iOS 26.1 Beta

Neue Hinweise zeigen, dass Apple wohl erste Schritte unternimmt: In der iOS-26.1-Beta hat MacWorld Hinweise gefunden, dass iPhone-Benachrichtigungen künftig auch auf Geräten anderer Hersteller angezeigt werden können und das Koppeln mit Zubehör von Drittanbietern einfacher wird.

Apple investiert laut eigenen Angaben »tausende Stunden« in die DMA-Umsetzung, warnt jedoch, dass »die Liste verzögerter Funktionen in der EU noch länger werden« könnte.

Die EU verlangt bis Jahresende volle Konformität, andernfalls drohen weitere Bußgelder. Im April hatte Apple bereits eine Strafe von 580 Millionen US-Dollar erhalten.

Langfristig fordert Apple eine Überarbeitung oder Abschaffung des DMA, während Kritiker darin auch den Versuch sehen, das eigene geschlossene Ökosystem zu schützen und Nutzer weiterhin an Apple-Produkte zu binden.

zu den Kommentaren (0)

Kommentare(0)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.