In meinem Test der AirPods Pro 3 kam ich zum Ergebnis: In ihrem Preisbereich sind die In-Ears von Apple das Beste, was man momentan erstehen kann – trotz der fehlenden Live-Übersetzung, die nachgereicht werden soll.
Falls ihr die Kopfhörer ignoriert habt, weil ihr kein iPhone besitzt, solltet ihr diese Entscheidung womöglich noch einmal bedenken.
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AirPods Pro 3 Unboxing: Apples brandneue In-Ears frisch ausgepackt im Ersteindruck
Es stimmt, dass euch auf Android-Handys – oder Windows-PCs – einige Funktionen fehlen. Dazu gehören:
- Spatial Audio
- Skin Detect: Die Kopfhörer erkennen, wenn man sie aus dem Ohr nimmt und stoppen die Wiedergabe.
- Herzfrequenzsensor: Die In-Ears messen über einen Sensor den Herzschlag.
- Adaptiver Transparenzmodus: Bei Android heißt es dann, Transparenzmodus an oder aus.
- Multitouch mit mehreren Geräten
- Siri
Sieht nach viel aus, aber bei den meisten Features handelt es sich um Komfortfunktionen. Lediglich Multitouch und die Möglichkeit, verlorene AirPods zu orten, sind größere Einschnitte.
Es gibt jedoch zwei wichtige Gründe, wieso es sich lohnt, Apple AirPods Pro 3 zu kaufen, auch wenn ihr kein iPhone besitzt – trotz der Einschnitte.
Grund 1: Aktives Noice Cancelling
In meinem Fazit schrieb ich, dass die AirPods Pro 3 das beste ANC bei In-Ears besitzen. Gerade im Vergleich zu den Pro 2 hat Apple noch mal ein gutes Eckchen Still herausgeholt.
- Der Algorithmus arbeitet bei der neueren Version genauer.
- Die Aufsätze besitzen Schaumstoff, die Lärm passiv effektiver zurückhalten.
Ich nutze die Pro 2 seit Jahren und das ANC ist hörbar (Achtung, Wortwitz) besser geworden.
- Am PC höre ich von meiner mechanischen Tastatur keine Anschläge mehr. Vorher drangen die durch.
- Jemand kann neben mir staubsaugen und bei moderater Musiklautstärke höre ich davon nichts mehr.
Wenn ihr großen Wert auf ANC legt, dann sind die AirPods Pro 3 definitiv ihr Geld wert.
Was ist aktives Noise Cancelling?
Kopfhörer – gleich welcher Bauart –, die ANC besitzen, arbeiten zur Geräuschunterdrückung mit Mikrofonen, welche die Umgebung aufnehmen und mithilfe eines Chips Antischall erzeugen.
Was ist Antischall? Schallwellen mit gleicher Frequenz und Auslenkung heben sich weitestgehend auf, quasi eine entgegengesetzte Schallwelle.
Das Ergebnis: Viele Störgeräusche von außen werden herausgefiltert.
Grund 2: Der astreine Klang
Wer sich teurere Kopfhörer kauft, achtet meist vor allem auf den Klang. Der war bei den Pro 2 bereits sehr gut und wurde für die neueste Version noch einmal aufgebohrt.
Vor allem die Klangbühne wurde hörbar vergrößert.
Was meine ich damit? Die Kopfhörer spielen sehr luftig auf. Instrumente lassen sich klar voneinander unterscheiden. Der übertönt und die Höhen klirren nicht. Am ehesten hört man das bei Aufnahmen von Live-Konzerten.
Klang ist etwas sehr Subjektives, weswegen ich an dieser Stelle den User mit dem Namen 312654987 zitieren möchte, der unter meinem AirPods Pro 3-Test kommentiert hat:
Ich finde den Sound der Pro 3 gegenüber den Pro 2 leider eher als Rückschritt. Klar kommen durch die angehobenen Höhen mehr Details zum Tragen, gleichzeitig kann ich dadurch aber auch nicht so lange angenehm und laut hören wie mit den 2ern. Die Mitten treten im Vergleich zu den 2ern leider in den Hintergrund , so entsteht durch das Mehr an Höhen eine V-shape Soundabmischung, die man mögen muss. [...] Nichtsdestotrotz klingen die 3er für mich unangenehm scharf und weniger warm als die 2er, was schade ist.
Wenn ihr die Möglichkeit habt, dann hört die AirPods Pro 3 zur Probe. Ja, euch fehlen nicht wenige Features, aber sowohl das aktive Noise Cancelling als auch der astreine Klang machen das in meinen Augen wett. Als ich noch auf einem iPhone unterwegs war, habe ich die meisten Funktionen nicht genutzt und vermisse sie dementsprechend als neuer Android-Nutzer nicht – aber das starke ANC und den Klang will ich nicht mehr missen.

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