iPhone X - Apple warnt vor Einbrenn-Effekten beim Display

Das iPhone X ist das erste Apple-Smartphone mit einem OLED-Display. In einem Support-Dokument warnt Apple vor Einbrenn-Effekten.

von Georg Wieselsberger,
06.11.2017 07:29 Uhr

Das iPhone X verwendet erstmals einen OLED-Bildschirm.Das iPhone X verwendet erstmals einen OLED-Bildschirm.

OLED-Displays unterscheiden sich in einigen Punkten von den herkömmlichen LCD-Bildschirmen, die bei vielen Smartphones verwendet werden. Daher müssen sich Apple-Nutzer nach dem Kauf eines neuen iPhone X an einige Eigenarten des Displays gewöhnen, wie ein aktuelles Support-Dokument von Apple zeigt.

Wie üblich hat sich Apple für seinen neuen Bildschirm, der von Samsung geliefert wird, einen eigenen Marketingbegriff einfallen lassen und nennt das OLED-Display nun »Super Retina Display«.

Farbverfälschungen bei seitlichem Blick

Das Dokument beschreibt zunächst die Features des Super Retina Displays, beispielsweise das Kontrastverhältnis von 1.000.000:1, die Unterstützung von High Dynamic Range (HDR) in Form von HDR10 und Dolby Vision und die Tatsache, dass OLED-Displays kein Backlight mehr benötigen.

Auch die Farbdarstellung sei die beste der Branche, allerdings könne es beim Blick von der Seite leichte Farbverfälschungen geben. Das sei aber normal für OLED-Bildschirme.

Einbrenn-Effekte und Nachleuchten laut Apple normal

Ebenfalls normal sei, dass OLED-Displays Nachleucht- oder Einbrenn-Effekte aufweisen, bei denen ein Bild oder Teile davon immer andeutungsweise zu sehen sind, wenn bereits ein neues Bild dargestellt wird. Das kann insbesondere dann auftreten, wenn Inhalte mit hohem Kontrast lange Zeit durchgehend auf dem Bildschirm dargestellt werden.

Genau das sollten die Nutzer des iPhone X daher möglichst vermeiden. Man habe das Super Retina Display aber so entworfen, dass es das Beste der Branche ist, was die Reduzierung der Effekte von OLED-Burn-In betrifft, so das Support-Dokument.

Trotzdem sollten die Nutzer die automatische Helligkeitseinstellung verwenden, eine möglichst kurze Zeit für das automatische Deaktivieren des Displays einstellen und stets die neueste Version von iOS verwenden. Für etwas Kritik sorgt bei manchen Internet-Nutzern das Timing von Apple, denn das Dokument wurde erst einige Stunden nach dem offiziellen Verkaufsstart veröffentlicht. Die Einbrenn-Effekte sind allerdings auch von anderen Smartphones bekannt, beispielsweise dem Samsung Galaxy S8 (Plus).


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