Ab 2028 könnte die Deutsche Bahn Konkurrenz aus Italien bekommen.
Der Schnellzugbetreiber Italo vom Ex-Ferrari-Chef Luca Cordero di Montezemolo möchte regelmäßige Verbindungen zwischen deutschen Großstädten anbieten, wartet aber noch auf die Genehmigung.
Italienische Züge für den deutschen Bahnverkehr
Die Deutsche Bahn hat immer wieder viel Kritik einstecken müssen.
Unpünktliche Züge, Streckensperrungen und hohe Preise machen das Reisen per Zug in Deutschland regelmäßig zu einer echten Herausforderung.
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In Zukunft könnte ein anderer Anbieter zeigen, wie es besser geht. Der italienische Hochgeschwindigkeitszugbetreiber Italo möchte ab 2028 mit 30 Zügen von Siemens in der Bundesrepublik vertreten sein (via Netzwelt).
Gegründet wurde Italo vom ehemaligen Ferrari-Chef Luca Cordero di Montezemolo. 56 tägliche Verbindungen sollen in einem ersten Schritt angeboten werden. Italo möchte demnach regelmäßige Fahrten zwischen München, Köln, Dortmund, Berlin und Hamburg umsetzen.
In Italien hat Italo dem Platzhirschen Trenitalia schon ordentlich Konkurrenz gemacht und insgesamt für günstigere Fahrkartenpreise gesorgt. Genau dieses Ziel soll auch in Deutschland angepeilt werden.
Es gibt noch einige Hürden
Ob es mit dem Start im Jahr 2028 wirklich hinhaut, wird sich allerdings erst im kommenden Jahr endgültig klären. Dann werden nämlich erst die Bahntrassen vergeben. Ohne die Genehmigung der Behörden gibt es auch keinen Start.
Konkurrenz belebt wohl in jedem Fall das Geschäft, durch Italo alleine wird aber wohl nicht auf einen Schlag alles besser werden. Das Schienennetz in Deutschland ist auch weiterhin auf Renovierungen und Instandhaltungsarbeiten angewiesen.
Zudem beeinflussen sich unterschiedliche Anbieter, die dasselbe Schienennetz nutzen, auch gegenseitig. Wenn also die Deutsche Bahn Verspätungen produziert oder ein Zug liegenbleibt, wirkt sich das auch auf alle anderen Anbieter aus, die diese Trassen nutzen möchten.
Das erfolgreiche Engagement in Italien zeigt allerdings, dass Italo es mit seinen Plänen durchaus Ernst meint.
Die extra für den deutschen Markt gegründete Tochterfirma Atrium SE soll mit knapp 3,6 Milliarden Euro unterstützt werden, damit die roten Züge schon bald auch in Deutschland fahren können.

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