Jeff Bezos versichert, dass es eine Art von Mitarbeitern gibt, die niemals durch KI ersetzt werden können: »Erfinder«

Erfindergeist und Vorstellungskraft gehören den Menschen, so der Amazon-Gründer. Das sei menschlich und könne nicht gelehrt werden.

In einem Interview von der Italian Tech Week 2025 erzählt Jeff Bezos, was er von seinem Opa gelernt hat. (Bildquelle: YouTubeThe Economic Club of Washington, D.C) In einem Interview von der Italian Tech Week 2025 erzählt Jeff Bezos, was er von seinem Opa gelernt hat. (Bildquelle: YouTube/The Economic Club of Washington, D.C)

Wenn es um den Einfluss von KI auf den Arbeitsmarkt geht, gibt es geteilte Meinungen. Nvidia-CEO Jensen Huang sieht Chancen, bei Microsoft wurden im Sommer erst Menschen aufgrund von KI entlassen.

Im Rahmen der Italian Tech Week 2025 hat Jeff Bezos seine Ansichten zu KI geteilt. So sagt er, dass vor allem geistreiche »Erfinder« niemals durch Künstliche Intelligenz ersetzt werden können. 

Das Interview mit dem Amazon-Chef könnt ihr hier in voller Länge sehen:

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Bezos sieht sich selbst

Der Milliardär misst Erfindergeist einen höheren Wert bei, als beispielsweise traditioneller Erfahrung. Er ist überzeugt, dass Eigenschaften wie Vorstellungskraft unerlässlich sind, um Kreativität und Innovation in modernen Unternehmen zu erhalten. Immerhin habe ihn das zu den Erfolgen von Amazon und Blue Origin, Bezos’ Raumfahrtunternehmen, geführt.

Besagten Erfindergeist habe Bezos von seinem Opa, sagt er. Im Interview erzählt er eine Anekdote, wie sein Großvater – Besitzer einer Farm in Texas – einen kaputten Bulldozer kaufte und sie gemeinsam den Sommer damit verbrachten, das Vehikel zu reparieren.

Bezos lobt die Anpassungsfähigkeit seines Opas, der anscheinend jedes Problem selbst lösen konnte. Das habe ihn inspiriert. Die Story geht noch weiter:

Er hat bei den Rindern die Arbeit eines Tierarztes übernommen. Die Nadeln hat er selbst hergestellt. Er nahm ein kleines Stück Draht, erhitzte es mit einem Schweißbrenner, klopfte es flach, spitzte es an und bohrte ein kleines Loch hinein. Manche Kühe haben es sogar überlebt.

Video starten 56:01 GameStar Tech Talk: Geht KI zu weit?

Diese Fähigkeit, sich anzupassen und praktische Lösungen zu finden, lehrte ihn den Wert von Einfallsreichtum.

Bezos sieht sich als Erfinder

Der Milliardär habe viel von seinem Opa gelernt. Es läge in seiner Natur, Dinge zu erfinden: »Setzt mich vor ein Whiteboard, und ich kann in einer halben Stunde hundert Ideen generieren.«

Diese kreativen Fähigkeiten sucht Bezos auch bei seinen Teammitgliedern. 

Wenn ich Bewerber interviewe, bitte ich sie, mir ein Beispiel für eine ihrer Erfindungen zu nennen. Man muss Menschen auswählen, die gerne erfinden und innovativ denken.

Diese Aussage von Bezos stammt aus einem Interview mit dem Utah Technology Council von 2012. Ihr könnt es euch im nachfolgenden Video anschauen.

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Wissen soll immer weniger eine Rolle spielen

Anstatt auf reines Wissen setzt Amazon auf Kreativität. Ins selbe Horn stößt auch Amazons momentaner CEO, Andy Jassy, in einem Interview auf dem Amazon-YouTube-Kanal.

Unternehmen benötigen in Zeiten ständiger Innovation vor allem Mitarbeiter, die sich an jede Situation anpassen und daraus lernen können. 

Der größte Unterschied zwischen den Menschen, mit denen ich zu Beginn meiner Karriere zusammenarbeitete, und denen, die sie heute sind, liegt in ihrer Lernfähigkeit.

Im Oktober wurde bekannt, dass Amazon 14.000 Stellen in der Verwaltung abbaut (via Tagesschau).

Bildung wird immer weniger wichtig, sagte auch Ben Mann, Gründer von Anthropic, der Firma hinter der KI Claude. Mark Chen, Forschungsleiter bei OpenAI, betonte in einem Podcast, dass ein Doktortitel in KI nicht mehr nötig sei.

Chen und Mann teilen die Überzeugung, dass es künftig weniger um formale Qualifikationen geht – und mehr um die Fähigkeit, Komplexität zu durchdringen, die richtigen Fragen zu stellen und mit Unsicherheit umzugehen – Erfindergeist eben.

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