Jeder kennt die Weltkarte und die Form Deutschlands seit der Grundschule. Aber weder das eine noch das andere wird dauerhaft so aussehen. Der Grund liegt in der sehr langsamen, aber stetigen Verschiebung der Kontinentalplatten.
Auch die Temperaturen werden deutlich steigen (siehe den Artikelabschnitt Es wird extrem heiß
), was den Blick auf die möglich Zukunft der Erde in Anbetracht der aktuellen Hitzewelle in Deutschland etwas tröstlich machen kann. Daher haben wir diesen Artikel erneut veröffentlicht.
Aber zurück zum eigentlichen Thema: Was die Verschiebung der Kontinentalplatten mit der Erde machen könnte, wenn wir weit in die Zukunft schauen, hat vor inzwischen ungefähr fünf Jahren eine sehr spannende Karte gezeigt, die auf Reddit geteilt wurde.
Auf dem Bild unten seht ihr, wie unser Planet in 250 Millionen Jahren möglicherweise aussieht. Darauf gut zu erkennen: Aus mehreren Kontinenten könnte ein großer Superkontinent werden, der auch Pangaea Ultima
genannt wird:
- Die großen möglichen Veränderungen entstehen durch das Phänomen des Kontinentaldrifts beziehungsweise der Plattentektonik.
- Dabei bewegen sich ganze Kontinente ungefähr mit dem Tempo von wachsenden Fingernägeln aufeinander zu oder voneinander weg.
- Mit komplexen wissenschaftlichen Simulationen kann man versuchen, sowohl einen spannenden Blick in die Vergangenheit des Aufbaus der Erde zu wagen als auch in die Zukunft
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5:15
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Es wird extrem heiß – und Deutschland hat vielleicht noch Glück
Geht man nach der oben zu sehenden Karte, landet Deutschland sehr weit im Norden beziehungsweise nordwestlich vom immer noch sehr großen Russland.
Das wäre mit Blick auf die laut einer Studie von Ende 2023 zu erwartenden Temperaturen auch sehr wünschenswert, da demnach nur diese Bereiche noch bewohnbar wären. Bei uns wären es dann wohl dauerhaft ungefähr die 35 Grad, die wir in der aktuellen Hitzewelle zum Glück nur zeitweise erleben.
In den größten Teilen der Landmasse sollen dagegen für uns und für andere Lebewesen viel zu hohe Temperaturen im Bereich von über 50 Grad herrschen, wie die folgende Karte zeigt:
Mehr zu alten und dem neuen Superkontinent:
- Es gibt Vermutungen über einen viel früheren Superkontinent, den es möglicherweise auf der Erde einmal gegeben hat. Er trägt den Namen Columbia und soll vor ungefähr 1.500 bis 1.800 Millionen Jahren existiert haben.
- Ungefähr 400 Millionen Jahre später könnte es einen weiteren Kontinent dieser Art namens Rodinia gegeben haben.
- Dem nochmals jüngeren Superkontinenten Pangaea aus der Zeit vor 150 bis 350 Millionen Jahren verdankt gleichzeitig der erst in Zukunft erwartete Nachfolger seinen Namen, um den es hier geht.
Andere Theorien zu Super-Kontinenten
Es gibt drei verschiedene Hauptmodelle zu der Frage, wie die Welt einmal in Millionen von Jahren aussehen wird:
- Aurica: Geht es nach dieser Theorie, verschieben sich Australien und die Antarktis nach Norden, während Eurasien in zwei Teile zerfällt. Der westliche Teil von Eurasien prallt zusammen mit Afrika auf Amerika. Der östliche Teil trifft dagegen auf die andere Seite Amerikas sowie auf Australien und die Antarktis.
- Amasien: Bei dieser Theorie kommt es zu einem Zusammentreffen von Amerika und Asien über dem Nordpol. Afrika und Australien bewegen sie nach Norden und stoßen hier auf einen neuen amasischen Kontinent. Nur die Antarktis bleibt außen vor.
- Novopangaea (nicht zu verwechseln mit Neopangaea): Hier gibt es große Ähnlichkeiten zu Amasien, mit dem Unterschied, dass die Antarktis hier ebenfalls Teil des neuen Superkontinents wird.
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Fest steht dabei wohl nur eins: Welche dieser verschiedenen Theorien am Ende wirklich Recht behält, wird keiner von uns je erfahren.
Es sei denn, jemand erfindet noch rechtzeitig die Möglichkeit, in der Zeit hin und her zu reisen. Lasst uns gerne in den Kommentaren wissen, ob 250 Millionen Jahre in der Zukunft dann euer erstes Ziel wären.
Hinweis: Dieser Artikel ist in einer früheren Version bereits auf GameStar.de erschienen.